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Freitag, 26. Mai 2017

Das macht nichts


Unsere Spaziergänge auf den heimischen Feldern sind meistens ereignislos und das ist auch gut so, denn genau deshalb suchen wir die Strecken dort ja auf. Sie sind gut übersichtlich, man hat alles im Blick und kann andere Hunde schon von weiten sehen und ihnen aus dem Weg gehen. Manchmal funktioniert es aber auch dort nicht, so wie letztens, als wir schon von weitem eine ganze Gruppe von Hundebesitzern mit ihren ausnahmslos großen und freilaufenden Hunden auf einem Weg, den wir einschlagen wollten, gesehen haben. Auch wenn ich Hundebegegnungen mit einzelnen Hunden auf den Feldern meistens ganz gut im Griff habe, war mir das dann doch eindeutig zu viel. Erst haben wir versucht zu trödeln, in der Hoffnung, dass sie vorbeiziehen würden und wir dann in Ruhe weiterlaufen könnten. Trödeln können wir gerade bei gutem Wetter recht gut. Wir setzen uns hin, spielen Frisbee, ich mache ein paar Fotos. Aber auch bei uns hat es sich irgendwann ausgetrödelt. Während Momo ewig an einer Stelle verweilen und spielen könnte, wird es Genki irgendwann langweilig. Die Hundegruppe war eindeutig besser im Trödeln als wir und hatte sich in gut 20 Minuten keine 100 Meter vorwärts bewegt.


Irgendwann dachten wir, die Hundegruppe wäre endlich vorbeigezogen, aber als wir an der Krezung ankamen, standen sie wieder da, hinter einer Buschgruppe, so das wir sie nicht mehr gesehen hatten. Überalls waren frei herumspringende Hunde und um nichts in der Welt wollte ich dort mit Genki durchlaufen müssen. Nach einer Weile wurde meine Misere wohl bemerkt und es  fand folgender Wortwächsel statt:
"Gehen Sie ruhig weiter! Die tun nichts!"
"Uhm, meiner aber."
"Das macht nichts!"
Ja, hätte man mir das nur früher gesagt. Da dachte ich doch all die Jahre ganz naiv, wenn Genki andere Hunde beisst, dann wäre das nicht wünschenswert, ja sogar ein ziemlich großes Problem. 

Und da kamen auch schon die ersten Hunde um die Ecke gerannt, Genki warf sich sofort knurrend gegen die Leine und ich habe ihn doch lieber hochgenommen. Denn bei genauer Überlegung macht es es mir nämlich immernoch was, wenn mein Hund andere Hunde beißt, erst recht, wenn er sich gleich mit einem ganzen Rudel von Hunden anlegen möchte.

Mittwoch, 24. Mai 2017

Barf Hundefutter Rationen portionieren

Barf Hundefutter Rationen portionieren

Heute zeige ich euch, wie ich unser Futter für Genki und Momo vorbereite. Beim Barfen gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Für mich hat sich das Vorportionieren von Wochenrationen als die einfachste und praktikabelste Methode etabliert. Damit habe ich zwei Mal im Monat etwas Aufwand, muss aber für die restliche Zeit einfach nur unsere gefrorenen fertigen Rationen aus dem Gefrierschrank nehmen.

Und bevor es los geht, der obligatorische Disclaimer: Dieser Blogeintrag soll in keiner Weise irgendwie darüber instruieren, wie man "richtig" barft. Nur weil ich Genki und Momo irgendetwas bestimmtes füttere, heißt das nicht, dass das zwingend so notwendig oder überhaupt für jeden Hund gleich gut sei. Das hier ist keine Barfanleitung, hier geht es nicht um die richtigen Zutaten oder Mengen, sondern lediglich darum, wie wir am einfachsten und effektivsten unser Futter vorportionieren.

Jetzt, wo wir das geklärt hätten, kann es auch schon losgehen. 😀
Das Portionieren beginnt bei mir in der Regel schon eine Woche zuvor mit der "Bestandsaufnahme". Ich schaue in unserem Gefrierschrank nach, was noch vorrätig ist und was noch nahgekauft werden muss. Einige Sachen kann ich nur online bestellen, andere bekomme ich auch in den örtlichen Tierhandlungen oder im Supermarkt. Vor dem Tag des Portionierens geht es noch einmal zum Einkaufen. Dort werden Gemüse und Obst, Eier und Milchprodukte frisch gekauft. Manchmal greife ich bei Obst und Gemüse auch zu tiefgefrorenen Produkten, jedoch gerade beim Gemüse eher seltene, da es vieles von meinem Standardrepertoire an Gemüse wie Salat, Zucchini oder Pastinaken in der Regel nicht gefroren zu kaufen gibt. Am Vorabend vor dem Portionieren wird alles an benötigtem eingefrorenem Fleisch, Fisch und Innereien aus dem Gefrierschrank geholt und mit geöffneten Verpackungen in Schüsseln zum Auftauen rausgelegt.
Ich portioniere immer für 2 Wochen vor, bzw. früher für einen ganzen Monat aber mit zwei Hunden muss ich inzwischen natürlich doppelt so viel Portionieren, so dass ich bei der selben Menge geblieben bin,  die nun eben nur noch für 2 Wochen reicht.

Am nächsten Morgen lege ich mir mein benötigtest Werkzeug bereit. Bei mir sind das:
📌 Noch mehr Schüsseln. Ich habe mir einen ganzen Vorrat in der 1€-Ecke undseres Kauflandes gekauft.
📌 Zerkleinerer. Ich benütze den Grundig CH 6280 w Kompakt Multi-Zerkleinerer und bin damit mehr als zufrieden. Beim Portionieren zerkleinere ich damit Kerne und Nüsse, er lässt sich aber auch super zum Zerkleinern von Backzutaten oder Mahlen von Sesam verwenden.
📌 Mixer. Ich püriere unser Obst und Gemüse mit dem Philips HR2096/00 Standmixer und bin auch hier zufrieden. Bei Gemüse muss man noch etwas Flüssigkeit hinzufügen und bei Blattgemüse wie Spinat ist es mir schon das eine oder andere Mal passiert, dass sich ein Blatt in den Messern verfangen und so alles blockiert hat, aber im Vergleich zu unserem vorherigen No-Name Mixer ist das Pürieren so viel einfacher und vom Preis her war er auch erschwinglich.
📌 Geflügelschere. Ich verwende eine Fackelmann Geflügelschere um Innereien oder Fleisch zu rerkleinern. Früher habe ich sogar eine ganz normale Haushaltsschere verwendet und selbst damit hat es viel einfacher funktioniert als mit jeglichem Messer. Vor allem zum Zerkleinern von glibbrigen Innereien wie Lunge oder Milz würde ich nie auf eine Schere verzichten wollen.
📌 Waage. Ich verwende eine günstige Waage von Smart Weigh und bin damit auch mehr als glücklich. Davor hatte ich ein ähnlich günstige Waage eines anderen Herstellers, sie lies sich aber nicht gut reinigen, weil zu schnell Wasser in das Innere gelangt ist und sie dann eine Weile nicht funktioniert hat. Mit der Smart Weigh Waage ist mir das bisher nicht passiert.
📌 Feinkostschalen. Zum Abfüllen der fertigen Portionen verwende ich flache 750ml-Feinkostschalen. Früher habe ich die etwas gängigeren hohen Feinkostbecher verwendet, wie sie hier auf den unteren Bildern zu sehen sind, aber die Füllmenge hat mir nicht gereicht und die Becher sind mir zu oft kaputt gegangen. Außerdem ließ sich das Format nicht platzsparend in unserem Gefrierschrank stapeln. Unsere aktuellen Feinkostschalen habe ich in einem Onlineshop namens JG Verpackungen gekauft und bin damit auch zufrieden. Ihr könnt sie ganz unten im Bild mit unseren feigen Portionen sehen. Nur bei den Deckeln musste ich ab und an einige austauschen, weil sie eingerissen sind, aber von den Schalen selbst sind alle trotz Waschen im Geschirrspüler seit über einem Jahr intakt.
📌 Sonstiges. Natürlich braucht man noch die gängigen Küchenutensilien wie Gemüseschäler, Schneidebrett, Löffel, etc.


Wenn alles bereitgelegt ist, fange ich als erstes damit an unsere Kohlenhydrate wie zum Beispiel Kartoffeln, Reis oder Quinoa zu kochen. Meistens verwende ich für einen Portioniervorgang nur eine, maximal zwei Kohlenhydratsorten. Lasst euch nicht von der Vielfalt auf den ganzen Fotos irritieren, denn nicht alle Bilder stammen vom der selben Portionieraktion. Während die Kohlenhydrate kochen, bereite ich die Kern-Nuss-Mischung vor. Kerne wie Sonnenblumen-, Kürbis- oder Pinienkerne zerkleinere ich im Zerkleinerer und vermische sie dann mit gemahlen gekauften Nüssen wie Mandeln oder Haselnüssen, sowie mit Kokosnussraspeln.

Barf Hundefutter Rationen portionieren Kohlenhydrate

Als nächstes wird das Obst und Gemüse, wenn nötig, geschält und klein geschnitten und Obst immer entkernt. Viele Barfer füttern alle Schalen mit, ich mache das jedoch nur, wenn ich Obst und Gemüse in Bioqualität bekomme.

Barf Hundefutter Rationen portionieren Obst und Gemüse
Barf Hundefutter Rationen portionieren Obst und Gemüse pürieren

Das Pürieren von Obst funktioniert bei uns ohne Probleme. Beim Gemüse muss ich dagegen etwas Flüssigkeit hinzufügen. Ich nehme dafür manchmal Joghurt, Karottensaft, Fleischsaft vom Auftauen der Fleischrationen oder auch Blut. Das war übrigens einer der Gründe, weshalb ich gezielt nach einem Mixer gesucht habe, bei dem man den Mixbehälter in der Geschirrspülmaschine waschen kann. Schließlich verwende ich ihn auch für unsere Nahrung und auf Smoothies mit Rinderblut kann ich verzichten.


Bevor es nun an's Mischen geht, lege ich mir alle Schüsseln möglichst in Reichweite. Gemüse, Obst, Kohlenhydrate und Milchprodukte bekommen je einen Löffel und wenn ich das Futter ohne die Hilfe meines Mannes portioniere, trenne ich auch gleich Eigelb von Eiweiß, da ich nur das Eigelb verfüttere. Außerdem schneide ich alles klein, was am Stück oder in zu großen Stücken kommt, denn bei den Innereien möchte ich zum einen, dass alles möglichst gut über die Portionen vermischt wird und zum anderen lecken Genki und Momo an allem was größer als ein Gulaschstück ist nur herum und lassen es dann liegen. Das sind alles Kleinigkeiten, die aber im Endeffekt den Portioniervorgang beschleunigen.

 
Diese ganzen Vorbereitungen sind eigentlich, was beim Portionieren bei uns am längsten dauert. Für das Mischen selbst braucht man dann nicht mehr all zu lange. Gemischt wird bei uns in einem großen Kochtopf auf der Küchenwaage, so dass ich jede Komponente abwiegen kann. Ich habe auf Augenhöhe über der Arbeitsfläche einen Zettel geklebt, auf denen alle Dinge, die innerhalb einer Woche verfüttert werden sollen mit genauer Gewichtsangabe stehen, auch wenn ich die meisten zahlen inzwischen auswendig kenne.
Als erstes kommt die wöchentliche Ration an Muskelfleisch, Fisch und Fett in den Top, dann Mägen und Innereien. Da Genki und Momo von einigen Innereien, nämlich Milz, Lunge und Niere nur Kleinstmengen bekommen, habe ich es mir aufgrund der Einfachheit angewöhnt immer nur eine der Innereien pro Portion zu mischen, dafür aber die ganze Monatsration auf einmal. Später, wenn ich die Portionen in Feinkostbecher abfülle, stelle ich sie so gemischt in den Gefrierschrank, dass ich jeden Tag eine Portion mit je einer anderen Innerei herausgreife und Genki und Momo so ihre Innereien doch möglichst gemischt bekommen. Nur Herz und Leber füge ich jeder Mischung bei.

Barf Hundefutter Rationen portionieren

Früher habe ich als nächstes gewolfte Knochen unter die Portionen gemischt. Da das Angebot an gewolften Knochen aber leider sehr beschränkt ist und es meistens nur Produkte gibt, die zum größten Teil aus Knorpel oder den im Vergleich zu anderen Knochen kalziumärmeren Geflügelkarkassen bestehen, bin ich schon vor einer ganzen Weile auf Knochenmehl umgestiegen. Ich weiss noch nicht, ob ich langfristig dabei bleibe, denn ich habe das Gefühl, dass Genkis Kot mit den gewolften Knochen fester war, obwohl die Kalziummenge genau berechnet ist und es eigentlich keinen Unterschied machen sollte.


Jetzt kommt das pürierte Gemüse und Obst und unsere Kohlenhydrate in den Topf und eigentlich auch ein Spritzer Rinderblut. Leider wurden die wirklich handlichen Blutflaschen aus dem Sortiment unserer Tierhandlung genommen und mit anderen Verpackungsarten wie Tüten oder Blister aus anderen Barfshops ist das ganze wirklich eine Sauerei, so dass ich hier in Zukunft vielleicht einfach eine Prise Salz hinzugeben werde. Das Endergebnis unserer Portionierungsaktion ist ohnehin immer schon sehr flüssig, so dass ich auf die zusätzliche Flüssigkeit durch das Blut gerne verzichten würde.


Zum Schluss kommen nur noch zwei Eigelb und etwas Joghurt oder Quark in den Top. Natürlich wird die gesamte Portionierungsarbei von Genki und Momo beaufsichtigt. Auch unsere Katzen beäugen die Aktion immer sehr aufmerksam, obwohl sie einen Großteil des Futters nicht anrühren würden. Da wir das Fleisch ja über Nacht geöffnet in der Küche stehen haben, könnten sie sich eigentlich jederzeit bedienen, aber das einzige, was bisher jemals abhanden gekommen ist, ist Fett und Hühnerherzen, mit denen abstrakte Bodenkunst auf dem Küchenboden veranstaltet wurde.

Barf Hundefutter Rationen portionieren

Noch sieht das Futter ja ganz ansehnlich aus, aber spätestens nach dem Durchmischen verwandelt es sich leider jedes Mal in einen unappetitlichen Brei. Diese Aktion wiederholen wir 4 Mal und die Mischung wird in Feinkostbecher abgefüllt, alles nach Portionen geordnet gestapelt und später gut gemischt in den Gefrierschrank getan.


Das Futter ist damit also fertig. Jetzt werden noch alle angebrochenen Packungen ebenfalls in Feinkostpackungen umgefüllt, beschriftet und wieder bis zur nächsten Portionierungsaktion im Gefrierschrank verstaut.


Ganz zum Schluss bleibt noch der für mich unliebsamste Teil des Portionierens und der bei Genki und Momo vermutlich beliebteste, nämlich das Putzen der Küche. Während ich den Wischlappen schwinge, dürfen die beiden alle verwendeten Töpfe und Schalen vor ihrem Gang in die Spülmaschine vorreinigen.


Und so entstehen bei uns zwei Mal im Monat unser fast fertiges Hundefutter. Nach dem Auftauen landen nur noch Seealgenmehl und Öl im Napf und das Futter ist servierbereit.
Barf Hundefutter Rationen portionieren

Montag, 22. Mai 2017

Keine Abkühlung für uns


Es ist noch garnicht so lange her, da haben wir euch von unserem Ausflug zum Steinbruch bei Nussloch und unserer vergeblichen Suche nach einem See berichtet. Scheinbar lernen wir aus unseren Fehlern nicht, denn wir haben schon wieder einen Ausflug zu einem Steinbruch gewagt. Auf der Suche nach einem See. Ohne Erfolg. Aber fangen wir von vorne an, denn tatsächlich hatte ich gedacht, dass wir uns nach der letzten Seepleite besser vorbereitet haben. Auch wie beim letzten Mal hatte ich im Vorfeld versucht möglichst viel über unser Ausflugsziel in Erfahrung zu bringen, aber die Informationen waren wieder sehr spärlich. Ich wusste, dass der Steinbruch bei Ober-Mengelbach einen wunderschönen See mit einer flach zugänglichen Stelle hat, denn davon habe ich Bilder im Internet gefunden, auch Bilder von Privatpersonen, so dass ich annahm, dass der See zugänglich war. Außerdem wusste ich, dass der Steinbruch stillgelegt war. Zu guter Letzt hatte ich Youtube-Videos gefunden, bei denen jemand den Steinbruch von Oben mit einer Drohne gefilmt hatte. Besser konnte es eigentlich kaum sein, denn auf den Videos waren alle Wege gut zu erkennen und sichtbar, dass man an die flache Stelle am See gelangen konnte. Als wir endlich am Steinbuch ankamen und uns in Richtung See aufmachten, bot sich uns dieser traumhafte Ausblick.


Das ganze sah schon ein bisschen aus wie im Paradies, aber die Ernüchterung kam leider hinter der nächsten Wegbiegung in Form eines riesigen mit Stacheldraht besetzten Eisentors. Während die restliche Steinbruchanlage alt und heruntergekommen war, war das Tor ziemlich neu. Vermutlich wurde es vor nicht all zu langer Zeit dort angebracht - Nachdem die Drohnenvideos gemacht wurden, denn darauf war das Tor nicht zu sehen. Da will ganz offensichtlich jemand nicht, dass man zum See gelangt. Warum verstehe ich nicht so recht, denn die einzigen gefährlich aussehenden Stellen sind die steilen Klippen am See, dort, wo wir ohne Probleme hin kamen. Nur an die einzige flache Stelle des Sees kam man nicht.


Da haben wir ganz schön lange Gesichter gemacht. Die Umgebung um den Steinbruch, bestehend aus weiten Feldern, war zwar auch ganz schön, aber an diesem Tag hatte es fast 30°C und ein Spaziergang in der Mittagssonne war für uns keine Option, denn Genki und Momo waren schon nach dem kurzen Weg, den wir bis dahin zurückgelegt haben, schon ordentlich am Hecheln.


Wir haben die beiden noch ein wenig die verlassene Steinbruchanlage erkunden lassen, was sie auch recht spannend fanden, aber ansonsten war es das aber auch schon mit unserem gescheiterten Ausflug.


Ich wollte die Gelegenheit zumindest noch nutzen um ein paar Fotos in der ungewohnten Umgebung zu machen, aber nicht nur die Mittagssonne stand recht ungünstig für schöne Bilder, sondern Genki und Momo waren natürlich stark am Hecheln und zudem sieht Momo zur Zeit auch wieder etwas aus wie ein gerupftes Huhn. Alles in einem waren das nicht gerade ideale Fotobedingungen.


Genki und Momo haben sich alle Ecken der kleinen Anlage gründlich angeschaut, aber schon recht bald hat sich Genki lieber mit ausgestreckten Beinen auf den kühlen Betonboden in den Schatten gelegt und uns so gezeigt, dass er genug hat und ihm einfach für weitere Aktionen zu warm ist. Ich war mehr als traurig, dass es mit dem See wieder nicht geklappt hat und dass an diesem Tag die Autofahrt den deutlich größten Teil unseres Ausfluges ausgemacht hat. Das mit dem See und uns, das soll wohl einfach nicht sein.

Freitag, 19. Mai 2017

Wenn die Felder wieder zum See werden


Bei uns gab es am letzten Wochenende starke Gewitter mit viel Regenschauern. Normalerweise kann ich Regen wirklich nichts positives abverlangen, aber dieses Mal hat der Regenschauer wieder dazu geführt, dass Teile der Felder bei unserer täglichen Spazierrunde überschwemmt wurden. Das hatten wir an einer anderen Stelle im letzten Jahr schon und damals ist uns der See sogar über 2 oder 3 Wochen erhalten geblieben. Der neu entstandenen See ist deutlich kleiner und kam uns gerade sehr recht, denn die Temperaturen der letzten Tagen gingen stark auf die 30°C zu und Genki und Momo ist es damit schon deutlich zu warm für unseren üblichen Nachmittagsspaziergang.


Den See haben Genki und Momo dieses Mal auch garnicht so großartig beachtet, sondern ihn immer Mal wieder nur kurz zur Abkühlung genutzt. Ihr Interesse galt vor allem einem neuen Spielzeug, das wir dabei hatten. Eigentlich habe ich nicht damit gerechnet, dass es auf so große Begeisterung stößt, denn als ich den "Wurfstern" bestellt habe, hatte ich sie mir irgendwie trotz Größenangabe nicht ganz so winzig vorgestellt und war etwas enttäuscht, als sie sich als gerade Mal etwa handgroß entpuppte. Ich habe weder damit gerechnet, dass das Ding besonders gut fliegt, noch dass Genki und Momo sich sehr dafür begeistern würden, aber so kann man sich täuschen. Natürlich weiss ich bei Genki noch nicht, ob die Begeisterung lange anhalten wird, denn bei neuem Spielzeug ist er gerne Mal besonders erfreut, verliert aber irgendwann das Interesse, aber zumindest bei Momo weiss ich, dass der Wurfstern auch weiter genutzt werden will und wegen seiner Größe ist er auch ganz praktisch in meiner kleinen Gassigeh-Tasche zu tragen.


Der neu entstandenen See war nicht nur bei uns gefragt, sondern auch bei vielen Enten, Gänsen, Raben und sogar Störchen. Sie alle waren von unserer Anwesenheit sehr unbeeindruckt, obwohl wir wirklich nah waren. Andersherum haben sich auch Genki und Momo überhaupt nicht für die Vögle interessiert, selbst nicht für die großen Störche. Da war ich schon ein bisschen Stolz auf meine beiden.


Genki war viel mehr an seinem neuen Spielzeug interessiert und hat trotz den heißen Temperaturen fast ohne Pause damit spielen wollen.


Nur ab und an war doch eine kleine Pause zum Abkühlen und Energie tanken notwendig. Weil Genki keine halben Sachen macht, hat er sich dafür einfach komplett in das Wasser gelegt. Für eine Minute die Füße von sich strecken, das kalte Nass genießen und schon ist Genki wieder vollkommen hergestellt und bereit zum Weiterspielen.


Normalerweise ist es bei uns beim Spielen so, dass Momo viel geschickter ist und es immer schafft, Genki das Spielzeug wegzunehmen. Dieses Mal war Genki aber wirklich hartnäckig und hat sich seinen neuen Wurfstern nicht so leicht abnehmen lassen. Momo hat irgendwann aufgegeben, sich vor meinen Rucksack gestellt und angefangen ihn anzubellen. Sie wusste ganz genau, dass ich noch weiteres Spielzeug dabei hatte. Jeder hat sein eigenes Spielzeug bekommen und alle waren glücklich.


Momo hat sich noch nie wie Genki zum Abkühlen komplett in das Wasser gelegt und weil ich wollte, dass sie sich auch abkühlt, haben wir ihr Spielzeug auch ab und an ins Wasser geworfen. Leider sind meine Hunde ja bekanntlich Blindfische und finden es nicht so leicht wieder. Momo ist im Suchen inzwischen sehr hartnäckig geworden und, wenn wir sie nur lang genug suchen lassen, findet sie es auch irgendwann wieder, auch wenn sie oft ziemlich lange planlos in der ganz falschen Richtung herumläuft.


Ein Spielzeug im Wasser zu finden ist dabei natürlich nochmal schwerer und so kam es natürlich wie es kommen musste und sie hat es nicht wieder gefunden. Wer musste also die Schuhe ausziehen, die Hosen hochkrempeln und durch den schlammigen Acker laufen? Das Frauchen natürlich.
Inzwischen ist der See auf den Feldern zu einer einzigen Schlammpfütze geschrumpft, aber für das Wochenende ist wieder viel Regen vorhergesagt. Vielleicht kommt der See ja wieder zurück. Wünschenswert wäre es, denn wir haben immernoch große Schwierigkeiten andere geeignete Bademöglichkeiten für Genki und Momo zu finden. Von einer weiteren vergeblichen Seesuchaktion werde ich auch demnächst wieder erzählen.