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Sonntag, 20. April 2014

Hundetraining Endbericht


Was? Schon der Endbericht?! Ja, richtig gelesen. Nach nur 2 Monaten wurden wir am Wochenende aus unserem Training entlassen.
Zunächst muss man natürlich sagen, dass Genki ja von Anfang an in einer etwas anderen Liga als seine Mitstreiter spielte. Während die anderen Hunde dort stets bei Hundekontakt (sei es Mal nur bei Rüden oder nur bei Hündinnen) mit starker Aggressivität reagierten, in solchen Situationen sogar nach ihren Besitzern schnappten, waren es bei Genki ja nur einzelne Ausraster. Im großen und ganzen war er ja anderen Hunden gegenüber - ob Hündin oder Rüde - freundlich gesinnt. Ich habe ja schon in unserem letzten Zwischenbericht erzählt, dass die Vermutung aufkam, ob diese Ausraster nicht stressbedingt seien. Bevor ich zur eigentlichen letzten Trainingsstunde komme, will ich also erzählen, wie es denn sei der letzten Stunde vor 3 Wochen gelaufen ist.

Als großer  Fan von rein natürlichen Präparaten war cdVet meine ersten Anlaufstellen und "cdVet Nervennahrung" das Produkt meiner Wahl. cdVet verspricht mit diesem Produkt "Entspannung für nervöse, ängstliche und stressanfällige Hunde und Katzen." Inhaltsstoffe sind Algenkalk, Malzkeime, Melissenblätter, Pfingstrosenwurzel, Johanniskraut und Bierhefe. Im Vergleich zu einigen anderen natürlichen Produkten, die ich mir angeschaut habe, soll dieses auch für eine Langzeitfütterung geeignet sein. Etwas verunsichert hat mich der Vermerk "Für aggressive Tiere ist dieses Produkt nicht geeignet.", den ich leider erst bemerkt hatte, nachdem ich das Produkt schon gekauft hatte. Wir wollen ja aber primär den Stresszustand bekämpfen, der eventuell zu Aggressionen führt, also haben wir die cdVet Nervennahrung täglich unter das Futter gemischt.


In seinem allgemeinen Verhalten habe ich keine Veränderung feststellen können. Genki ist immernoch so aufgedreht wie eh und je, verfolgt mich immer noch auf Schritt und Tritt und bekommt auch nach wie vor auf längeren Spaziergängen Durchfall. Unsere Erfolgsquote bei Hundebegegnungen war allerdings in den 3 Wochen sehr hoch. Es gab lediglich zwei Vorfälle, bei denen er sich bei anderen Hunden gegen die Leine warf und knurrte und bellte. Ein Mal hatte aber der andere Hund, der uns entgegenkam angefangen (und da finde ich es auch "normal" das Genki da entgegen hält), das andere Mal kam ein Hundebesitzer mit seinem Hund zu uns, während ich mit Genki an der Leine vor einem Laden wartete und Genki war davon wenig begeistert. Hundebegegnungen an der Leine sollen ja laut unserem Trainer ohnehin vollkommen tabu sein, trotzdem gibt es immer wieder die Hundebesitzer, die meinen ihr Hund wolle "Mal 'Hallo' sagen" und zu uns kommen. Ich warne zwar immer, dass Genki nicht immer freundlich reagiert, die meisten scheinen sich davon aber nicht abhalten zu lassen und kommen trotzdem. Vielleicht lassen sie sich durch Genkis unschuldigen Kulleraugen täuschen und trauen ihm garnicht zu, dass er aggressiv reagieren könnte. In beiden Fällen hat sich Genki aber auch sehr schnell wieder beruhigt. Alle anderen Hundebegegnungen (auch andere an der Leine, selbst mit großen Rüden) verliefen friedlich.

Vor unserem Training am Samstag haben wir zusätzlich noch ein homöopathisches Mittel namens "Calmvalera Hevert" verfüttert. Ich selbst halte ja nach viel von der Wirkung von Homöopathie, aber da mir meine Mutter das Mittel extra für Genki gegeben hat, dachte ich, dass es nicht schadet es auszuprobieren. Calmavalera Heverta soll gegen Stresszuständen wie Schlafstörungen, Unruhe und Verstimmungszustände helfen. Die Dosierung in akuten Fällen bei Menschen beträgt 6 Tabletten über den Tag verteilt, Genki bekam 2. Da es sich um ein Medikament für Menschen handelt, habe ich bei allen Bestandteilen nachgeforscht, ob sie bedenkenlos an Hunde verabreicht werden dürfen. 

In unserem Gruppentraining gab es dieses Mal Extremsituationen. Es wurde nicht auf dem großen Parkplatz geübt, sondern auf engem Raum, mit allen Hunden gleichzeitig. Genki war, auch wenn er nicht die ganze Zeit am Training teilgenommen hat, zumindest die ganze Zeit über anwesend.

Abgesehen davon, dass er den Hampelmann gespielt hat (Boden umbuddeln, auf Stühle hüpfen, auf Schoß sitzen wollen, herumrollen), hat er sich geradezu vorbildlich benommen. Es war brav und trotz so vieler andere Hunde für seine Verhältnisse ruhig. Lediglich als sein ungeliebter Rotweiler auf den Platz kam und Theater machte, hat er kurz an der Leine gezogen und geknurrt, aber auch hier war er sofort wieder ruhig, was ein riesiger Unterschied zu unserer letzten Stunde war, als er eine halbe Flasche Wasser ins Gesicht bekam und sich immernoch nicht beruhigen wollte. Als weiteren Erfolg können wir verbuchen dass Genki sich zum ersten Mal nicht während oder auch nach des Trainings übergeben hat!

Noch immer kann ich Genki nicht bedenkenlos zu fremden Hunden lassen (und glaube auch nicht, dass es je soweit kommmen wird) und halte immer noch die Luft an, wenn es doch zu einem (unfreiwilligen) Kontakt mit fremden Hunden kommt. Ich glaube auch nicht dass das Thema hiermit abgehackt und erledigt ist, aber unser Trainer war, so wie auch wir, der Meinung, dass Genki dieses Gruppentraining so nicht mehr braucht und ich denke wir sind auf dem richtigen Weg. Monika

Kommentare:

  1. Das hört sich doch ganz gut an. An die Nervennahrung haben wir bei Lilly auch schon gedacht, allerdings darf sie keine Bierhefe, deswegen kamen wir wieder davon ab! Bei eurem Trainer hatten wir im letzten Jahr übrigens Einzelstunden (der Platz kam mir so bekannt vor ;-) ) und uns hat er sehr geholfen! Lilly pöbelt fast gar nicht mehr an der Leine und auch das Vertrauen zu uns ist seit dem stark gewachsen! Wir drücken euch auf jeden Fall die Daumen, dass Genki bald stressfreier durch's Leben gehen kann und lass dich von irgendwelchen Hundebesitzern bloß nicht beirren, dass Hunde sich an der Leine "Hallo" sagen müssen, die geben ja auch nicht jedem Wildfremden die Hand! Lilly wurde viel ruhiger, nachdem ich ihr bestimmt aber freundlich andere Hunde und deren Besitzer vom Hals gehalten habe ;-)

    Liebste Grüße und Frohe Ostern,
    Ricarda & Lilly

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    1. Das ist ja ein Zufall! Freut mich dass er auch auch helfen konnte. Von allen Hundetrainern, die wir uns so angeehen haben, wirkte er auf uns am kompetentesten ich würde ihn auch jedem weiter empfehlen. Wir müssen zwar immernoch weiter an Genki arbeiten (Und Leinenführigkeit ist auch immernoch eine Katastrophe, muss aber auch gestehen dass wir das in letzter Zeit etwas schleifen lassen haben), aber die Methoden, die er uns gezeigt hat funktionieren auch da besser als alle Vorschläge anderer Trainer. Wir hoffen ja momentan noch, dass er auch Sophie helfen kann, die ist nämlich gleichzeitig auch bei ihm im Training. Die ist mit ihrer exremen Angstagression aber auch eher eine "harte Nuß".

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  2. Hallo, das klingt soch wirklich schon nach einem tollen Erfolg.
    Weiter so =) Und dann wird das von Tag zu Tag besser.

    Nun lassen wir Euch liebe Ostergrüße da, wuff Deco + Pippa

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    1. Ja, ich glaube in so kurzer Zeit ist das wirklich ein toller Erfolg! Wir hatten auch, seit ich das geschrieben hatte, schon wieder einige Hundebegegnungen, darunter auch ganz doofe (Genki an der Leine, Besitzer eines großen Rüden ist weit weg im Gespräch verwickelt und schert sich nicht um seinen Hund, der ohne Liene rumläuft und zu uns kommt) und es ist alles super verlaufen. Ich freu mich über jede solche Begegnung!

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  3. Hey, das klingt ja echt super. Und dass Genki rummotzt, wenn ihn jemand zuerst anmacht, ist ja nur zu verständlich. Chris ist auch eher so, dass er sich zur Wehr setzt, wenn ein anderer anfängt und eben bei bestimmten "Todfeinden", die er absolut nicht riechen kann, ausrastet. Aber hier sind wenigstens die Halter so verständig, dass man sich dann aus dem Weg gehen kann.

    Liebe Grüße und noch frohe Rest-Ostern

    Britta & Chris

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    1. Ja, ich denke auch dass das völlig normales Verhalten ist, das ein Rüde entgegenhält, wenn er wirklich aggresiv angemotzt wird. Wir haben hier allerdings so ein paar Kläffer, die immer ausrasten wenn sie Genki sehen (Manche weil sie generell keine Rüden mögen, aber der Pflegehund unserer Nachbarin mag zB explizit NUR Genki nicht und bellt und bellt und bellt wenn er ihn sieht) und da bleibt er zum Beispiel ganz ruhig, schaut mich sogar immer fragend an. Weiss nicht genau was das bedeuten soll, scheinbar erwartet er irgendwas von mir... Es ist also immernoch etwas schwierig für mich das genaue Muster rauszufinden, wen er denn nun mag und wen nicht.

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