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Montag, 6. April 2015

Kastrationschip Erfahrungsbericht

Kastrationschip Hund Erfahrungsbericht
Heute möchte ich Mal wagen einen Erfahrungsbericht zum Kastrationschip zu schreiben. Genki hat seinen Chip am 15. Januar bekommen. Bekommen hat er ihn, wie ich schon geschrieben hatte, vor allem damit er während Momos erster Läufigkeit unfruchtbar ist, bis sie kastriert werden kann. Der zweite Grund war, dass Genki vereinzelt anderen Hunden gegenüber aggressiv ist. Wir haben hier viel mit einem Hundetrainer trainiert, das ganze auch verbessern können, aber nie ganz wegbekommen. Bei der Gelegenheit wollen wir schauen, ob man mit dem Chip eine weitere Verbesserung erzielen kann.

Es heißt, dass es unmittelbar nach der Implantation zu einem vorübergehenden Anstieg des Testosterons kommen kann und sich dadurch das typische Rüdenverhalten - zB Aggression anderen Rüden gegenüber - verschlimmern kann.  Ob der Chip wirkt, erkennt, man wenn die Hoden des Hundes anfangen zu schrumpfen. Auch nach Einsatz der Wirkung sind die Erfahrungsberichte vollkommen unterschiedlich. Manche Hunde wurden weniger aggressiv, einige wurden ängstlich und einige angeblich sogar noch agressiver als zuvor. Die meisten berichteten davon, dass ihre Hunde weniger schnüffelten und markierten oder ruhiger wurden, aber andere Verhaltensveränderungen gab es meistens nicht.

1. Woche - 22. Januar 
In der ersten Woche habe ich die ganze Zeit auf Anzeichen einer Verhaltensveränderung geachtet, aber ich konnte beim besten Willen nichts feststellen. Ich war schon ganz paranoid und hatte Sorge, ob ich Genki zu seinem wöchentlichen Playdate mit George lassen konnte. Immerhin ist George bis heute Genkis einzige "Männerfreundschaft". Aber meine Sorge war umsonst, Genki hat wie immer mit ihm gespielt. Ich habe auch keinen verstärkten Appetit festgestellt, Genki hat auch nicht (noch) schlimmer geschnüffelt, markiert oder gezogen wie ohnehin schon.

2. Woche - 29. Januar
Hier hat sich immernoch nichts getan. Genki ist wie immer. Mein Mann beschwört, seine Hoden seien kleiner geworden. Ich sehe keinen Unterschied. Vielleicht  ist das so 'n Männerding 

3. Woche - 5. Februar
Okay, langsam setzt die Paranoia bei mir ein: Hat Genki diesen Hund jetzt angeknurrt weil seine Hormone verrückt spielen? Hat er am Baum das Bein gehoben und es sich dann doch anders überlegt weil die Wirkung des Chips einsetzt? Ich fange an jedes Verhalten über zu analysieren. Nein, eigentlich ist er immernoch wie immer.

4. Woche - 12. Februar 
Das Verhalten ist wie immer. Langsam kann auch ich eine Verkleinerung der Hoden erkennen, der Unterschied ist aber nicht all zu groß.  Mein Mann fängt an Genki zu bemitleiden. "Armer, armer Genki".

5. Woche - 19. Februar 
Unsere Hundebegegnungen der Woche: Ich war ja schon fast versucht zu denken, dass sich in dieser Woche was getan hat. Erst ein Spaziergang mit ungewöhnlich vielen Hundebegegnungen, bei denen Genki ruhig blieb, dann ein Tierarztbesuch mit vollem Wartezimmer, bei dem er ebenfalls ruhig blieb und zu guter Letzt unsere Lieblingsbegegnung mit einem "Der tut nix": Wir laufen im Feld, ich bin mit Momo und Genki unterwegs, Sophie ist auch dabei. Uns kommt ein freilaufender Hund entgegen, wir versuchen auszuweichen und flüchten auf's Feld, aber der Hund kommt zielstrebig auf uns zu und bleibt 10cm vor Genki stehen. Etwa 10 Meter zu unserer linken  zieht Sophie ihr übliches Theater ab und keift um ihr Leben, rechts pienst Momo herum und aus dem Off kommt ein Hundebesitzer, der uns erst zurief "Der tut nix" und uns auf meine Entgegnung "Meiner aber vielleicht schon" mit einem Blick auf die immernoch um sich schnappende und bellende Sophie belehren will: Das sei ja kein Wunder, wenn wir so ein "Geschiss" veranstalten. Acha. An Sophie haben sich schon zahlreiche Hunetrainer, Hundepsychologen und Tierärzte die Zähne ausgebissen, aber gut dass dieser völlig Fremde  das Problem mit einem Blick sofort erkannt hat. An dem ist offenbar ein Hundeflüsterer verloren gegangen! Die keifende Sophie reicht normalerweise schon aus, dass Genki aus Solidarität jeden Hund mit verbellt, der uns begegnet, aber auch hier bleibt er ruhig.
Ich fange schon an an eine Verhaltensveränderung durch den Chip zu glauben, doch 2 Tage später begegnen uns zwei freilaufende "Unsere Besitzer juckt es nicht was wir machen". Genki bellt, knurrt und schnappt um sich, ich kann ihn nur halb in der Luft strangulieren um ihn davon abzuhalten sich auf sie zu stürzen, bis mein Mann es schafft die fremden Hunde zu vertreiben. Kiwi besucht uns und wir treffen Pastora. Kiwi ist von Pastora nicht angetan und Genki fängt mit ihr aus Solidarität eine kleine Rauferei an. Auf einem weiteren Spaziergang legt Genki an der Leine beim Vorbeigehen an einem (völlig ruhi an seiner Leine laufenden) Rotweiler ein Drama hin, dass selbst Sophie neidisch werden lassen würde. Fazit: Auch in Woche 5 ist alles beim Alten.

6. Woche - 26. Februar 
Es gibt verhaltenstechnisch immernoch nichts Neues zu berichten. Ich bilde mir ein Genkis Fell sei weicher als sonst. Vielleicht kommt mir das auch nur so vor, weil Momo sich im Vergleich anfühlt wie ein Borstenschwein.

7. Woche - 5. März 
Kastrationschip? Welcher Kastrationschip? In den letzten Tagen kam mir Genkis Verhalten eher schlimmer vor als sonst. Das mag auch daran liegen, dass langsam die Sonne raus kommt und wir bei schönem Wetter immer viel mehr Hunde treffen als sonst (Der Hundehalter von heute geht offenbar bei Kälte und Regen nicht aus dem Haus?). Heute hatten wir einen Ausraster bei Blickkontakt - Der Hund war gut 10 Meter von uns entfernt. Das hatten wir Genki doch eigentlich mit viel Mühe und Hilfe eines Hundetrainers ausgetrieben. Für mich ein ziemlicher Rückschlag.

8. Woche - 12. März 
Die Hoden sind inzwischen merklich kleiner. Ich glaube nicht mehr daran, dass sich an Genkis Verhalten noch etwas zum Besseren verändern wird.

Kastrationschip Hund Erfahrungsbericht

9. Woche - 19. März 
Nein, hier gibt's immernoch nichts zu sehen.

10. Woche - 26. März
 
Immernoch nichts.

11. Woche - 2. April Nach 11 Wochen haben wir fast die Hälfte der Wirkungszeit des Chips hinter uns und ich glaube inzwischen kann ich mit Sicherheit sagen: Es hat sich nichts getan. Genkis Verhalten hat sich in keinster Weise geändert. Er ist nicht ruhiger geworden, er markiert nicht weniger, er ist nicht wenige aggressiv, er hat auch nicht zugenommen oder in irgendeiner Weise Anzeichen einer Kastration gezeigt. Er ist noch exakt der selbe Hund, der er vor dem Chip war. Und hiermit beende ich unseren Kastrationschip Erfahrungsbericht, denn es tut sich nichts. 
Monika

Kommentare:

  1. Oh, jetzt sind wir aber wirklich überrascht... Wir haben eurem Bericht entgegengefiebert, da wir für Casper auch einen Chip in Erwägung ziehen/gezogen haben. Nach deinem Bericht schwanken wir nun mit unseren Überlegungen weiterhin hin und her... wir sind gespannt, ob sich vielleicht doch noch was tut.
    LG, Caspers Frauchen

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  2. Auch wenn es (leider) für euch keine Veränderung gebracht hat möchte ich euch danken für den Bericht. Unsere TA hatte das für Bonjo auch vorgeschlagen. Jetzt habe ich mal einen Erfahrungsbericht, klar kann es bei uns ganz anders laufen aber trotzdem. Vielen Dank! So ganz glaube ich auch nicht an eine Veränderung....

    Liebe Grüße Vicky

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  3. Ich finde Eure Dokumentation sehr gut und vor allem ehrlich. Wir können nicht mitreden, da Socke als Kastrat hohl wie eine Weihnachtsgans ist. Dennoch war Deine chronilogische Darstellung interessant und die Bilder eindeutig. Schade, dass es Euch nicht geholfen habt-

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar. ♡