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Mittwoch, 30. Dezember 2015

Die große Abrechnung - Was kosten zwei Hunde?


Welche Kosten verursachen zwei Hunde in einem Jahr? Letztes Jahr veröffentlichte Lillys Frauchen von Und dann kam Lilly eine Kostenbilianz und zählte auf, welche Kosten Lilly ihr in zwei Jahren beschert hat. Das brachte mich auf die Idee auch einmal Buch zu führen und so habe ich im Jahr 2015 jede Rechnung aufgehoben und akribisch zusammengezählt. Ist es mehr oder weniger als ich geschätzt hatte? In manchen Bereichen ist es eindeutig weniger, als ich dachte. In anderen wieder viel mehr. Die monatlichen Kosten pro Hund alleine sehen eigentlich auch garnicht weiter dramatisch aus. Mal etwa 5€ im Monat für Pflegeprodukte hier, Mal etwa 6€ für Spielzeug im Monat da. Eine 150€ Tierarztrechnung fällt natürlich auch viel mehr auf als die Packung Hundekekse für 4€. Aber wenn man dann alles an Ende zusammenzähl, muss man doch Mal schlucken.


Hundefutter
Pro Hund habe ich im Monat 42,94€ an Futterkosten gehabt. 
Und das ist wesentlich weniger, als ich gedacht habe. Im Jahr davor hatte ich geschätzt, etwa 80€ pro Monat an Hundefutter alleine für Genki auszugeben. Damit lag ich ziemlich daneben. Wenn man jetzt auch noch bedenkt, dass ich fast 4 Monate des Jahres mit Ausschlussdiäten verbracht hatte, bei denen ich teureres Fleisch wie Pferdefleisch kaufen musste, dann bin ich eigentlich überrascht, dass es doch nur so wenig war. In diese Rechnung fallen Fleisch, Knochen, Innereien, Blut, Eier, Obst, Gemüse und Milchprodukte hinein. Wenn man alles zusammenzählt, kommt man dennoch auf den happigen Betrag von 1030,67€ an Futterkosten im Jahr.

Leckerchen
Für Leckerchen habe ich pro Hund und Monat 9,64€ bezahlt. Auch hier habe ich zwischenzeitlich nur recht teure Pferdehappen und ähnliches füttern können, aber auch so gehöre ich eher zu den Leuten, die nicht irgendwelche günstigen Hundeleckerchen aus dem Supermarkt mitehmen. Ich mag keine künstlichen Vitamine, tierischen Nebenerzeugnisse, Farbstoffe, Zucker oder ähnliches in meinen Leckerchen und das lassen sich die Hersteller auch einiges kosten. Insgesamt kam ich 2015 auf Kosten von 231,30€ für Leckerchen.


Nahrungszusätze
Nahrungszusätze fallen ein bisschen in den Bereich Hundefutter. Hierzu gehören für mich Bestandteile der täglichen Hundemahlzeiten wie Öl und Seealgenmehl, aber im Jahr 2015 vor allem alle möglichen Zusätze, die wir im Kampf gegen Momos Juckreiz gekauft haben. Zusätze für die Haut, Zusätze zum Darmaufbau, Zusätze zur Entgiftung, usw. Ohne all diesen Sachen - die ja nichts gebracht haben - wäre die Bilanz hier sicherlich besser. So komme ich auf eine Gesamtsumme von 206,13€ im Jahr.


Pflegeprodukte
Hier verhält es sich ähnlich wie mit den Nahrungsergänzungen. Viele Produkte wie Augen-, Pfoten- und Ohrpflegeprodukte, natürliche Zeckenvorbeuge und Shampoos gehören zu den normalen Ausgaben, aber auch hier haben wir alle möglichen Sprays, Salben und Shampoos für Momos Juckreiz gekauft und kamen letztendlich immerhin auf 130,71€.

Spielzeug
Vermutlich der Punkt, an dem ich am meisten hätte einsparen können, denn Hundespielzeug haben Genki und Momo wirklich genug. Trotzdem verirrt sich immer wieder ein neuer Ball oder ein neues Kuscheltier zu uns. Stolze 154,89€ habe ich 2015 für Hundespielzeug ausgegeben.


Zubehör
Unter Zubehör fallen alle Anschaffungen wie neue Leinen, Kühldecken, Hundeboxen, Leuchthalsbänder oder Fressnäpfe. Mit 267,96€ sind die Kosten recht hoch, allerdings sind hier hauptsächlich Erstanschaffungen für Momo dabei, die ja erst im Dezember 2014 bei uns eingezogen ist und vor allem Anfang des Jahres noch viel für ihre Erstausstattung brauchte. Außer einer neuen 3-Meter-Leine habe ich für Genki dieses Jahr eigentlich kein neues Zubehör gekauft.


Hundekleidung
Mit 153,15€ sind auch unsere Ausgaben für Hundebekleidung recht hoch. Anfang des Jahres habe ich noch Hundemäntel und Pullover für Momo für den Winter gekauft, aus denen sie recht schnell hinausgewachsen war. Was hier die Kosten hoch getrieben hat, war eher die Notwendigkeit ständig neue Shirts für ihren Juckreiz zu kaufen. Da sie die Shirts täglich trägt, leiern sie sich meistens recht schnell aus, so dass ihr Vorderbrustbereich frei liegt und blutig gekratzt wird, oder sie sogar komplett rausrobben kann. Eigentlich muss ich mindestens jeden Monat ein neues Shirt kaufen. Zudem kam noch eine Handvoll Babystrampler für die Läufigkeit und Kastration hinzu.

Tierarzt / Tierheilpraktiker: 
1905,46€. Das sind meine Tierarztkosten für das Jahr 2015. Diese Zahl tut etwas weh, vor allem, wenn ich bedenke, dass ein nicht unerheblicher Teil dieser Kosten durch Momos Juckreiz verursacht wurde, für den wir bis heute keine Lösung gefunden haben. Also viel Geld für nichts. Ein weiterer Teil entstand durch ihre Kastration und noch ein Happen durch 2 ungeklärte Erkrankungen von Genki, bei denen er komplett untersucht wurde, aber auch keine wirkliche Ursache gefunden wurde. Dann kam natürlich noch zwei Mal der Kastrationschip und zudem unsere üblichen Kotuntersuchungen und Impfungen hinzu.
Trotz dieser hohen Ausgaben hätte sich übrigens eine Hundekrankenversicherung immernoch nicht gelohnt, da die Beiträge für 2 Hunde höher als unsere Ausgaben gewesen wären.

Hundesteuer 
297,00€ habe ich 2015 an Hundesteuern gezahlt. Einsparen lässt sich hier nichts.

Haftpflichtversicherung
106,86€ gingen für die Haftpflichtversicherung von Genki und Momo drauf. 

Das war's (zum Glück). Einige Sachen habe ich nicht in die Rechnung aufgenommen. Das Backen von Hundekeksen und Nähen von Geschirren, Halsbändern und Jacken sehe ich eher als Hobby von mir, als eine notwendige Anschaffung. Kein Hund braucht 10 verschiedene Hundegeschirre. Ich nähe sie nur, weil es mir Spaß macht. Auch ein paar kleinere Beträge, bei denen ich Bar gezahlt habe, wie Hundeveranstaltungen, Hundeschule oder vielleicht doch Mal schnell eine Packung Leckerchen von irgendwo sind nicht in die Rechnung aufgenommen. Ebenso nicht unser Auto, das wir hauptsächlich wegen den Hunden gekauft haben, oder der neue Mixer um ihre Gemüse- und Obstrationen besser pürieren zu können, weil wir diese Dinge natürlich auch nicht ausschließlich für die Hunde nutzen.

4484,13€ haben wir 2015 für Genki und Momo ausgegeben.  

2242,07€ pro Hund. Das sind 186,84€ pro Hund und Monat. Wir alle kennen sie, die Hundesuchanzeigen a la "Ich möchte einen Hundewelpen, er soll nicht mehr als 200€ kosten, weil wir nicht viel Geld haben". Wenn ich mir die Zahlen ansehe, frage ich mich, wie solche Menschen sich vorstellen einen Hund versorgen zu können? Klar, auch mit Discounterhundefutter und -leckerchen lässt es sich sicher leben und manche Hunde haben in ihrem ganzen Leben 3 Hundebälle als Spielzeug. Nahrungsergänzungen fallen bei gesunden und/oder ungebarften Hunden auch weg, eine Haftpflichtversicherung ist vielerorts nicht Pflicht, usw. Und wenn man Glück hat, muss der Hund sein Leben lang keine Tierarztpraxis von Innen sehen. Ich bin mir sicher, dass man einen Hund auch realistisch für den Bruchteil dieser Kosten halten kann und je kleiner der Hund, desto geringer sind auch die Kosten in vielen Bereichen, denn es macht ja einen Unterschied, ob man, wie wir, 23kg Hund oder 5kg Hund versorgen muss. Bei uns entstanden in nahezu allen Bereichen - Hundefutter, Leckerchen, Nahrungszusätze, Pflegeprodukte, Hundebekleidung und Tierarzt - nicht unerheblich hohe Kosten alleine durch Momos Juckreiz. Ohne diesem hätte man sicherlich gut ein Viertel der Kosten einsparen können. Und so kann es eben auch kommen und mit so etwas muss man vor der Anschaffung eines Hundes eben auch rechnen.

Ich werde auch 2016 alle Kosten zusammenrechnen und schauen, wie sich das ganze entwickelt. Eigentlich bin ich mir sicher, dass sich, ausgenommen von den Fixkosten wie Steuer und Versicherung, bis auf die Tierarztkosten (auch 2016 geht der Kampf gegen Momos Juckreiz weiter) und eventuell Futterkosten, alles reduzieren lassen müsste. ♡ Monika

Kommentare:

  1. Liebe Monika, deinen Bericht fand ich sehr interessant. Vom Bauchgefühl hätte ich das überhaupt nicht so hoch eingeschätzt, aber wie man sieht es summiert sich doch sehr. Gerade Tierarztkosten sind für mich eine erschreckende Größenordnung, weil sie schnell in sehr hohe Bereiche klettern, ohne dass man darauf einen Einfluss hat. Leider oft für nichts und man steht genauso hilflos mit einem kranken Hund da. Euch ist das ja mit der Kratzerei so ergangen - das hat mich sehr betroffen gemacht. Uns ergeht es ja mit Chiru momentan ähnlich mit seinen Rückenschmerzen. Für das nächste Jahr habe ich mir vorgenommen die Kosten ebenfalls zu erfassen.
    Liebe Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
    Hoffentlich bessert sich der Juckreiz bei Momo schnell und zu mindestens eure Bilanz mit Tierarztkosten geht in 2016 drastisch zurück.
    Liebe Grüße
    Sali mit Chiru

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  2. Vielen Dank für diesen umfangreichen Bericht. Ich glaube, in 2016 mache ich das auch mal für meine 3 Katzen und 1 Bully. Ich habe jetzt mal grob die Tierarzt- und Futterkosten 2015 überschlagen ... und bin erschrocken. Aber es waren leider auch einige OPs und viele Medikamente dabei. Bin schon gespannt, was da rauskommt, wenn ich alles akribisch notiere. Guten Rutsch und viel Gesundheit für 2- und 4-Beiner.

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  3. Oh wow, wir sind beeindruckt, mit wieviel Sorgfalt du alles aufgeschlüsselt hast. Sehr, sehr interessant. Eure Hundesteuer ist ja wahnsinnig hoch. Aber wir wissen ja, dass es von Stadt zu Stadt anders ist. Wir bezahlen z.B. im Jahr für beide Hunde 140 Euro. Futter- und Tierarztkosten sind bei uns die höchsten Posten... bei Casper mehr die Untersuchungen und bei Anne mehr die Medikamente. Wir finden die Idee super und werden drüber nachdenken, ebenfalls mal alles zu sammeln.
    LG, Caspers Frauchen

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  4. You sure did get a lot of cool stuff
    Snorts,
    Lily & Edward

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  5. Sehr interessante Idee mal Buch zu führen, aber i-wie würde ich mich am Ende des Jahres wohl etwas fürchten das alles zusammenzuzählen *uff*. Tierarzt kam dieses Jahr auch einiges zusammen und Futterkosten haben wir für das Fleisch allein 70 Euro im Monat + Zusätze + Gemüse kommen wir da sicher auf 90-100 Euro/Monat.

    GLG Jasmin mit Nala & Vani

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  6. Super idee das alles mal aufzulisten
    Aber meiner meinung nach total übertrieben
    So viel würd ich niemals ausgeben und ich kauf auch nicht das billigste futter und muss auch öfters zum TA da mein hund unter epelepsi leidet
    Naja muss ja jeder selber wissen wie viel ihr für sein tier ausgeben will aber man sollte immer nicht vergessen das ein hund ein tier ist und kein kleines kind was tonnen von spielzeug usw braucht

    Trotzdem interessant dein bericht

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    1. Das Spielzeug hat in der Gesamtrechnung nur einen minimalen Teil ausgemacht. Wie im Text schon zu entnehmen war, ging das meiste Geld dafür drauf, eine Lösung für Momos Juckreiz zu finden. Ob es einem das Wert ist, muss jeder selbst entscheiden, ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren meinen Hund aus Sparsamkeit leiden zu lassen.

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  7. Wow, beeindruckende Rechnung, aber ich finde es gut, dass Leute mal sehen können, was Tiere so kosten können. Linda taugt für so eine Bilanz eher nicht. Wir dürften uns, grob überschlagen, eher im untersten Kostensegment aufhalten. Dennoch entstehen Kosten Monat für Monat, die, wie Du schon schreibst, durch unvorhergesehene und nicht kalkulierbare Tierarztkosten eklatant in die Höhe schnellen können. Und auch, wenn mit Linda bislang kaum Tierarztkosten aufgelaufen sind, was ich durch meine eigene Krankheit, was für astronomische Summen schnell zusammenkommen und bezahlt werden müssen, ob es einem anschließend was geholfen hat oder nicht.

    Spannende Sache so eine Kostenaufstellung und für meine Pferde habe ich das früher auch gemacht.

    LG Andrea mit Linda

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  8. Eine sehr gute Übersicht, der Kosten, die bei einer Haltung von Hunden auf einen zukommen. Das sollte man nicht unterschätzen. Vielen ist vermutlih garnicht bewusst, dass Hunde einfach Geld kosten.

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Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar. ♡