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Montag, 25. Januar 2016

Der Hautallergietest beim Hund

Hautallergietest / Intrakutantest beim Hund

Wir sind Momos Juckreiz weiter auf der Spur. Nachdem wir fast ein Jahr lang alle möglichen Tests, von Hautuntersuchungen über Bioresonanztests, über Ausschlussdiäten bis hin zu diversen Shampoos, Salben und Sprays ohne Erfolg ausprobiert haben, sind wir nun beim Hautallergietest angelangt. Schon zuvor hatte ich bei unserem Tierarzt mehrfach nach einem Allergietest gefragt, was jedoch stets abgelehnt wurde, denn Blutallergietest sind tatsächlich nicht sonderlich aussagekräftig, kosten aber dafür jede Menge Geld.

Warum ein Blutallergietest nicht zuverlässig ist

Bei einem herkömmlichen Allergietest wird das Blut auf Antikörper untersucht. Das Prinzip ist einfach: Beim sogenannten IgG-Test wird auf IgG-Antikörper getestet. Sind diese Antikörper gegen einen bestimmten Stoff vorhanden, sagt der Test aus, dass eine Allergie vorliegt. Sind keine Antikörper vorhanden, gibt es auch keine Allergie. Klingt einfach, hat aber einen großen Haken: Der Körper produziert IgG-Antikörper, wenn er mehrfach mit einem fremden Stoff, zum Beispiel mit einem Protein aus einem bestimmten Lebensmittel, in Kontakt gekommen ist. Demnach ist man automatisch gegen alles und jeden "allergisch". 

Ein wenig anders sieht es mit dem IgE-Test aus. Hier wird immerhin zwischen den Antikörpern differenziert, denn IgE-Antikörper produziert der Körper nur gegen Substanzen, die das Immunsystem als gefährlich einstuft. Aber auch hier gibt es einen großen Haken, denn ein positives Testergebnis sagt lediglich aus, dass der Körper auf ein bestimmtes Allergen sensibilisiert ist. Es bedeutet nicht automatisch, dass tatsächlich eine Allergie oder Unverträglichkeit vorliegt. Zudem gibt es gerade bei Futtermittelunverträglichkeiten Formen der Unverträglichkeiten, die nicht durch ein Allergen ausgelöst werden (z.B. Laktoseintoleranz als Folge eines fehlenden Enzyms), so dass diese nicht über einen Bluttest auf Antikörper bestimmt werden können.

Nachdem wir schon zwei Ausschlussdiäten hinter uns hatten, und Momos Juckreiz sensationell unabhängig war, stärkte sich bei mir mit der Zeit der Verdacht, dass sie eine Hausstaubmilbenallergie haben könnte. Aber gerade bei dieser Form der Allergien sind die Bluttests, laut unserem Tierarzt, extrem unzuverlässig, denn nahezu alle Hunde würden bei diesem Test positiv auf Antikörper getestet werden. Macht ja auch Sinn:  Staub -  nicht so toll für den Körper - der Körper bildet Antikörper. Der Test dient daher lediglich als Negativtest: Befinden sich Antikörper gegen Hausstaubmilben im Blut, kann der Hund eine Hausstaubmilbenallergie haben. Oder auch nicht. Nur wenn keine Antikörper vorhanden sind, kann man mit Sicherheit sagen, dass keine Allergie gegen Hausstaubmilben vorliegt.

Da sich der Bluttest für unsere Zwecke also als vollkommen nutzlos erwiesen hat, wurden wir von unserem Haustierarzt zu einer Hundedermatologin überwiesen, die einen Hautallergietest durchführen sollte.

Ablauf des Hautallergietests

Dar Hautallergietest wird auch Intrakutantest oder Intradermaler Allergietest genannt. Da der Hund für diesen Test leicht sediert werden muss, muss er am Tag des Testes nüchtern sein. Das Sedativ beeinflusst das Brechzentrum und der Hund könnte sonst erbrechen und im schlimmsten Fall durch den sedierten Zustand an seinem Erbrochenen ersticken. Dann wird dem Hund eine rechteckige Stelle an der seitlichen Brust rasiert und mit einem Stift verschiedene Punkte aufgemalt, damit man später sehen kann wo welcher Stoff injiziert wurde. Es werden etwa 40 verschiedene Substanzen unter die Haut gespritzt. An erster Stelle werden je zwei Kontrollösungen gespritzt: Einmal Histamin um zu sehen wie eine starke positive Reaktion aussieht, sowie reine Kochsalzlösung für die negative Probe.
Bei Momo war die Reaktion auf die einzelnen Stoffe nach nur wenigen Minuten stark sichtbar. Vor allem im Bereich der Milben bildeten sich sofort dicke, rote Pusteln. Hier wird, je nach Stärke der allergischen Reaktion, nach 3 verschiedenen Stufen unterschieden. + bedeutet dass eine leichte Allergie vorliegt, +++ dass eine starke Allergie vorliegt. Sobald das Testergebnis abgelesen wurde, wird dem Hund ein Mittel zur Auflösung der Sedierung, sowie Cortison zur Verhinderung eines allergischen Schocks gespritzt. Mit dem Hautallergietest können nur allergische Reaktionen, die über Kontakt mit der Haut ausgelöst werden, nachgewiesen werden. Für Futtermittelunverträglichkeiten eignet sich dieser Test nicht.
Die Kosten für den Hautallergietest betrugen knapp über 300€. Zusätzlich kamen noch die Kosten für eine vorhergehende dermatologische Untersuchung hinzu.
Momos Ergebnis sah letztendlich so aus:

Hautallergietest / Intrakutantest beim Hund

Momo ist also wie erwartet gegen Hausstaubmilben, sowie gegen Speisemilben, Heumilben, Mehlmilben, Hefepilz, Hafer- Roggen und Maispollen allergisch.

Heumilben sind bei uns eigentlich kein Thema und auch mit Hafer- und Roggenpollen kommt Momo eher nicht in Kontakt. Mais gibt es bei uns durchaus auf den Feldern. Der Hefepilz wurde zwar als starke Allergie angegeben, kommt bei mir aber auch eher weniger als Übeltäter in Verdacht, da dieser zwar immer auf der Hundehaut zu finden ist, aber bei Vermehrung eher Probleme in den Hundeohren und zwischen den Zehen der Pfoten verursacht. Bei all ihren Hautproblemen gehören das Ohrinnere und ihre Pfotenzwischenräume tatsächlich nicht zu ihren Problemzonen. Trotzdem haben wir hier ein Hundeshampoo bekommen, dass Hefepilze auf der Haut minimieren soll.
Mehl- und Speisemilben sind generell weniger das Problem. Hier gibt es wohl Studien, die zeigen, dass sich diese Futtermilben tatsächlich erst Monate nach Öffnen einer geschlossenen Verpackung bilden. Momo und Genki werden ja gebarft und weder Leckerchen noch offene Mehlpackungen werden bei uns über Monate gehalten. Zudem hat sich ihr Zustand ja auch in den 8 Wochen unserer letzten Ausschlussdiät, während denen sie absolut nichts Getrocknetes bekam, nicht verbessert.
Unser großer Feind heißt also - wie ich schon zu Beginn vermutet habe - Hausstaubmilben. Hier wurde uns gesagt, wir könnten uns übermäßiges Putzen oder das Anschaffen eines tollen Staubsaugers sparen, den auch hierzu hätte man Studien durchgeführt, bei denen man bei zumindest stark allergischen Hunden versucht hat die Umgebung möglichst staubfrei zu halten - Ohne Erfolg, da in der Regel schon geringste Mengen, die man einfach nicht komplett eliminieren kann, ausreichen um eine allergische Reaktion hervorzurufen. Ob es sich bei leichten Formen der Allergie anders verhält, kann ich nicht sagen. Die entsprechenden Studien konnte ich leider nirgendwo ausfindig machen.

Unser Weg um Momos Juckreiz endlich in den Griff zu bekommen wird also die Hyposensibilisierung sein. Es wird etwa 3-4 Wochen dauern, bis die für uns speziell gefertigten Lösungen fertig sind und wir beginnen können. Auch dann wird es noch einige Monate dauern, bis eine Besserung der Sympotome eintritt - Wenn sie eintritt, denn auch die Hyposensibilisierung ist leider kein garantierter Erfolg. Ihr könnt uns gerne schon einmal die Daumen drücken. Einen weiteren Beitrag speziell zur Hyposensibilisierung wird es von uns natürlich in naher Zukunft auch noch geben. Momentan muss ich die ganzen neu erhaltenen Informationen auch in meinem Kopf erst noch einmal sortieren. ♡ Monika

Hautallergietest / Intrakutantest beim Hund

Kommentare:

  1. Oh, wir hoffen sehr, dass Ihr das Problem damit in den Griff bekommt.

    LG Andrea und Linda

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  2. Menno, Juckreiz ist doof. Wir hoffen ganz fest, dass ihr Momos Juckreiz nach dem ganzen Aufwand endlich in den Griff bekommt.
    LG, Caspers Frauchen

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  3. Endlich habt Ihr eine Spur, die Ihr verfolgen könnt und die Momo vielleicht endlich Erleichertung bringt. Wir drücken Euch ganz fest die Daumen...

    Was mich wundert ist, dass Putzen und Saugen keine Erleichterung bringt. Ich weiß, dass Familienmitglieder (Menschen) alles Plüschige, alle Staubfänger entfernen sollten und zur Reinheit aufgefordert wurden...Mensch, da hätte man sich doch das Verlgeen des Parketts, die Entfernung der Vorhänge und die ganze ständige Putzerei sparen können.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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    1. Es ging in der Studie, so weit ich das verstanden habe, explizit um stark allergische Hunde. Ob das bei Hunden mit leichter Allergie oder vielleicht sogar bei Menschen ganz anders ist, weiss ich nicht.
      Auch die Erfolgschancen bei der Hyposensibilisierung sind bei Hunden wohl anders als bei Menschen, da scheint es also schon Unterschiede zu geben.

      Ich habe gerade versucht besagte Studie zu finden - Hab aber nur das Gegenteil gefunden, also, keine Studien, sondern nur Sätze wie "Studien sagen dass Umgebungsmaßnahmen zu einer deutlichen Verbesserung führen". Ich habe also gerade keine Ahnung, was nun stimmt. Überall wird von irgendwelchen Studien geredet, die passenden Studien zu den jeweiligen Aussagen finde ich aber nirgendwo.

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  4. Wir hoffen, dass ihr den Juckreiz mit der Hyposensibilisierung endlich in den Griff bekommt. Die Daumen und Pfoten sind auf jeden Fall gedrückt.

    Danke für den ausführlichen Bericht. Einiges ist für mich Neu.

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly

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  5. Erst mal finde ich es ganz toll, dass du hier von deinen Erfahrungen berichtest. Da gibt es leider viel zu wenig Informationen drüber, finde ich. Ich sauge jetzt seit Dezember wie eine Bekloppte 1x täglich. Zusätzlich haben wir uns Allergikerbettwäsche bestellt [so Zwischenbezüge], welche ich auch um Lilly's Kuschelsäcke gezogen habe. Dann wasche ich Lilly 1 bis 2x tgl. das Gesicht und alles in allem finde ich, ist schon eine Besserung eingetreten. Probleme bereiten uns aktuell noch die Pfotenzwischenräume - an dieser Stelle vielen Dank für den Hinweis mit den Hefepilzen. Ich werde mir jetzt mal eine Seife besorgen und mal schauen, was passiert ^^ Ich kann aber sagen, dass wir zum Glück *toi toi toi* [noch] nicht so schlimm dran sind, wie ihr, weswegen wir auch erst mal auf die Hyposensi verzichten wollen. Trotzdem lese ich deine Beiträge mit sehr großem Interesse und drücke die Daumen, dass die Therapie bei Momo anschlägt!

    Liebste Grüße

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  6. Hallöchen, bin gerade auf die Seite gestoßen. Wir haben auch ein Bully und ab Ende August fängt der Terror an, Hotspots unterm Bauch, die Zehenzwischenräume rot, die Ohren heiß und rot sowie unterm Bauch offene rote, blutige Stellen. �� Haben Luke jetzt Blut abnehmen lassen und haben ein Allergiewerte auf Milben und Pollen von 910. Schampoos, Cremes, Cortison usw. halfen alles nichts. So haben wir uns jetzt für eine Sensibilisierung entschieden. Wir hoffen das beste ...

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    1. Ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass die Therapie bei euch anschlägt!

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Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar. ♡