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Freitag, 1. Januar 2016

Guten Morgen, Welt. Oder: Silvestergedanken


5 Morgens in Deutschland - Neujahr. Während andere noch im Bett schlummern oder sich auf den Nachhauseweg von einer Party befinden, watschle ich in Jogginghose und mit Augenringen bis zu den Knien mit Genki durch die Gegend. Achja, frohes Neues und so.
Froh war es bei uns eher nicht. Die eigentliche Silvesternacht ist eigentlich garnicht, was mir immer so viele Sorgen bereitet. Auch dass ich mich mit Hunden nicht in die nächste Silvesterparty schmeißen kann, macht mir nichts aus - Ich war noch nie ein Partymensch und ziehe einen ruhigen Abend ohnehin vor. Ruhig war es natürlich nicht. Und das ist okay. Sollen die Leute ein Mal im Jahr Knallen wie es ihr Herz begehrt - Aber muss das denn schon zwei Tage vor Silvester anfangen und muss es am 31. Dezember den ganzen Tag lang sein? Haben andere Leute ein anderes Zeitgefühl als ich? Eine andere Definition von Silvesternacht? Keine Uhren und Kalender? Um Mitternacht lag ich im Bett. Dass Mitternacht war, habe ich garnicht mitbekommen, denn bei uns im Ort wurde Silvester scheinbar vorverlegt und zu diesem Zeitpunkt bereits seit gut einer Stunde geknallt als gäbe es bei uns einen Preis für Feuerwerkskunst zu gewinnen.


Am Silvestertag machte ich morgens unsere übliche kleine Runde in der Gegend. Morgens ist scheinbar niemand motiviert zu knallen und alles war friedlich. Mittags um 3 sah das schon ganz anders aus. Ich wollte eigentlich nur schnell eine Runde um den Hauserblock laufen, aber sowohl Genki als auch Momo erwiesen sich beim Verrichten ihrer Mittagstoilette als eher unkooperativ und so wurde immerhin ein 30-Minuten Spaziergang daraus: Immernoch ergebnislos und wohl wissend, dass es am Abend garantiert nicht klappen würde, wäre ich so lange gelaufen wie nötig, wenn dann nicht doch der zu erwartende große Knall kam, Genki und Momo völlig verstörte und sie nur noch panisch versuchten in Richtung Zuhause zu rennen. Projekt Mittagstoilette wurde also abgebrochen.


Um 6 versuchte ich mein Glück noch einmal mit Momo. Genki hat Blase und Darm gut im Griff, aber der kleine Pfirsich denkt sich ab und zu auch Mal "Ich muss ganz dringend und das Menschenbett erscheint mir der perfekte Ort dafür" (Wer hat nochmal behauptet, Hunde würden ihren eigenen Schlafplatz nicht verschmutzen? Erklärt das Mal meinem Hund).
Und hier wurde es ärgerlich. Wenn man als Feuerwerksjunkie seit einem Jahr auf Entzug ist, dann kann ich ja verstehen, dass es einem so ungemein schwer fällt noch 6 Stunden bis Mitternacht zu warten (wobei, nein, eigentlich, ehrlich gesagt, kann ich es auch nicht verstehen), aber ist es wirklich zu viel von mir zu erwarten, dass man sich vielleicht kurz beherrscht, wenn in 10 Meter Abstand ein Hund läuft? Ja, da bin ich wieder mit meiner völlig weltfremden Hoffnung auf Rücksichtsnahme. Also ging es wieder erfolglos zurück Nachhause.


Am Abend wurde es zwischen 8 und 9 noch einmal kurzzeitig etwas ruhiger. Offenbar waren die meisten Leute beim Abendessen. Ein kurzer Blick auf die Wiese vor unserem Haus, die leer war und ich wollte mein Glück noch einmal mit Genki versuchen. Voll motiviert liefen wir los, auf die Wiese, als mein nun persönlicher Arschlochnachbar des Jahres 2015 es ach so lustig fand eine Feuerwerksrakete von seinem Balkon aus zu zünden, die direkt über unserem Kopf im schönsten Feuerwerk erstrahlte. Wie zu erwarten geriet Genki in Panik, floh mit mir hinter ihm hergezerrt zurück zur Eingangstür und sprang immer wieder an ihr hoch, bis ich sie endlich aufgeschlossen hatte. Während unserer Flucht von der Wiese rief ich unserem Nachbarn noch ein paar unschöne Worte zu, die von ihm mit einem Lachen quittiert wurden. Ja, Hunde zu erschrecken ist offenbar so wahnsinnig lustig.


Während Genki zuvor eigentlich in der Wohnung trotz Feuerwerksknallern ziemlich entspannt gewesen war, verbrachte er von da an die Silvesternacht zitternd abwechselnd zwischen unserem Bad und unserer Toilette hin und her laufen - den einzigen Räumen ohne Fenster. Wie wundervoll die Silvesternacht für uns war, muss ich wohl nicht weiter erläutern.
Neujahr stand ich um 5 Uhr morgens auf, packte Momo und Genki zusammen, die es zu diesem Zeitpunkt rekordverdächtige 14 Stunden ohne Blasenentleerung durchgestanden hatte und ging spazieren - oder wollte es zumindest. Im Treppenhaus noch ganz der Alte, blieb Genki unten an der Schwelle zur Eingangstür stehen. Bis hier und nicht weiter. Genki weigerte sich das Haus zu verlassen. Ich lies ihn vor der offenen Tür stehen wo er war und lief mit Momo eine Runde um den Block. Dann ging es wieder zurück in die Wohnung, ich lies Momo da und versuchte mein Glück noch einmal. Beim zweiten Anlauf hat es dann geklappt, auch wenn Genki sich immernoch weigerte unsere übliche Wiese vor dem Haus zu betreten. Es ging stur in die andere Richtung und drückte sich den ganzen Spaziergang über an Hauswänden entlang.

Ich hoffe eure Silvesternacht verlief friedlicher und erfolgreicher als unsere. Ich wünsche euch den bestmöglichen Start ins neue Jahr und nur das Allerbeste für die kommenden 366 Tage (Außer den Leuten, die den ganzen Tag über herumknallen und sich auch noch freuen, wenn sie dabei Tiere erschrecken). Für 2016 erhoffe ich mir Mal wieder mehr Rücksichtsnahme, aber bei Leuten, die es lustig finden Hunde zu traumatisieren, ist wohl eh alles verloren. ♡ Monika
PS: Die Fotos haben ganz offensichtlich nichts mit dem Text zu tun.

Kommentare:

  1. Ach gott :-((( das macht uns voll traurig und sauer gleichzeitig. Was es für Vollpfosten gibt :-((( Wir wünschen euch, dass es euch bald besser geht und Genki wieder der Gleiche kleine Kerl wird
    LG, Caspers Frauchen

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  2. Ach herjee,ich kann euren Ärger wirklich gut verstehen.Obwohl ich durchaus gerne auf Partys unterwegs bin und Feuerwerk schön finde, finde ich nicht,dass es notwendig ist Feuerwerk zu kaufen - auch hier kaufen sich die Leute Unmengen von dem Zeug, dass es genug zu gucken gibt. Zuhause gemütlich vom Fenster aus. Emmely ist Gott sei Dank super entspannt und hat die Hälfte verschlafen.Hoffentlich bleibt das auch so..Vielleicht findet ihr ja einen Weg das nächste Silvester besser zu überstehen..
    Liebste Grüße
    Lizzy und das Indianermädchen

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  3. Was hast du denn für schreckliche Nachbarn? Aber so welche gibt es leider nur zu oft. Wir hatten einen Tag vor Silvester einen kleinen Hund als Notfall in der Praxis, der von einem Nachbarn der Besitzerin ganz schlimm in den Bauch getreten wurde (der kleine Mischling wiegt knappe fünf Kilo), und das alles nur weil die Frau sich beschwert hat weil ihr Nachbar ihr und dem Hund einen Böller direkt vor die Füße geworfen hat. Das muss doch wirklich nicht sein, ob jetzt nun mit oder ohne Hund. Zum glück ist dem Kleinen nichts schlimmes passiert, aber schmerzen hatte er natürlich trotzdem. Echt unglaublich so Leute.
    Trotz allem wünsche ich euch ein schönes neues Jahr.
    Liebe Grüße
    Jasmin, mit Nora, Rico und Sam

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  4. Zum Glück sind uns solche Erlebnisse hier erspart geblieben. Es wurde zwar auch schon vorher geknallt, aber wir hatten genug Alternativen zum Spazierengehen. Seltsamerweise reagiert Chiru auch nur im Haus auf das Geknalle. Draußen ist er tiefen entspannt und lässt sich beim Schnüffeln nicht stören. Innerhalb des Hauses wird es jedoch auch für ihn von Jahr zu Jahr stressiger und nach den "großen" Feuerwerk war er doch ziemlich genervt.
    Liebe Grüße
    Sali mit Chiru

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  5. was für eine unterhaltsame geschichte! du machst aber auch immer erfahrungen...nee, das geht ja gar nicht!
    ich wünsche dir von daher ein jahr 2016 mit gaaanz viel gelassenheit, auf dass du aus der rücksichtslosigkeit anderer mitmenschen noch mehr kraft ziehst im kampf gegen eben diese!
    und ich freue mich auf viele wunderschöne erzählungen, erlebnisse und bilder von euch!
    liebe grüße
    katrin

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  6. Liebe Monika, ich kann mir gut vorstellen, was Du und Deine Hunde mitgemacht haben. Mir ergeht es ähnlich, denn bei uns habe ich eine panische Angst vor diesem unvorhersehbarem Geböller in den Tagen vor und nach Silvester und Leuten, die damit um sich schmeißen. Gott sei Dank bleibt Linda trotz meiner spürbaren Panik ruhig. Dieses Jahr sind wir ja mit Sabine und Socke geflüchtet, was auch gut war, denn bei uns herrschte laut Freunden Ausnahmezustand...

    Schade, dass immer alles so ausufern muss. Es täte ja wirklich reichen, um Mitternacht das Feuerwerk zu zünden. Ein klar umrissener Zeitraum, mit dem man sich dann irgendwie arrangieren kann.

    LG Andrea mit Linda

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