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Freitag, 23. September 2016

Krankheiten - Wir nehmen sie alle mit


Heutzutage kann man ja vielerlei Dinge sammeln. Die einen sammeln Pokémon, wir sammeln Krankheiten. Spaß macht ersteres vermutlich mehr. Ich habe letztens versucht, mich daran zu erinnern, ob es auch nur ein einziges Jahr gab, in dem ich nicht mit mindestens einem Hund und einem Notfall beim Tierarzt stand. Nein, gab es nicht. Mit Momos allergischer Reaktion, die uns einen Besuch in der Notfallstation der Heidelberger Tierklinik bescherte, hatte ich gehofft unser Jahrespensum bereits erfüllt zu haben. Aber ich habe ja zwei Hunde, also brauche ich wohl auch mindestens zwei Notfälle. 
Genki neigt dazu mich manchmal recht früh zu wecken - Er möchte unter meine Bettdecke. Dann wird an der Decke, oder im schlimmsten Fall an mir, gekratzt, bis ich sie anhebe. Dann wird es ihm irgendwann unter der Decke doch zu warm, er will wieder raus und nach 10 Minuten Abkühlung geht das Spiel wieder von vorne los. Am Dienstag Morgen hat er eine Variation in das Spiel eingearbeitet: Unter die Decke, raus, am Ohr Kratzen, wieder unter die Decke, wieder raus, wieder kratzen - Bis er irgendwann schrie. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, ein schrill kreischender Hund macht einen in sekundenschnelle hellwach, wie kein Wecker es vollbringen könnte. Schon seit einigen Tagen hat Genki sich vermehrt am Ohr gekratzt, den Kopf geschüttelt oder schief gehalten. Normalerweise wäre ich deswegen auch viel eher schon zum Tierarzt gegangen, wenn wir nicht den selben Fall erst vor wenigen Wochen gehabt hätten. Es waren die selben Symptome und auch da hatte Genki irgendwann aufgeschrien, als wir ihm am Ohr kraulten. Die Untersuchung beim Tierarzt ergab aber nichts. Genki war offensichtlich am Ohr schmerzempfindlich, aber es war weder ein Fremdkörper, noch eine Entzündung zu sehen und schon am nächsten Tag nach unserem Tierarztbesuch, hatte sich auch alles wieder normalisiert.
So standen wir am Dienstag Morgen direkt nach Öffnung der Praxis wieder bei unserem Tierarzt und schnell war klar: Da geht garnichts. Untersuchung unmöglich. Genkis Gehörgang war vollkommen zugeschwollen. Die einzige Möglichkeit bestand darin, Genki in Narkose zu legen um das Ohr untersuchen zu können und vor allem um ausschließen zu können, dass nicht etwa ein Fremdkörper, wie zum Beispiel eine Grane, Auslöser für die Infektion war. Alleine beim Wort "Narkose" bekomme ich Schnappatmung, aber es führte kein Weg daran vorbei. Wie immer wurden wieder panisch alle OP-Upgrade-Optionen angekreuzt und dann hieß es erst Mal Abschied nehmen und dann Zuhause auf den erlösenden Anruf warten. Zum Glück ließ dieser nicht lange auf sich warten. "Genki ist wach und möchte dringend nach Hause. Können Sie in 10 Minuten hier sein?". Öhm, nein, kann ich nicht, aber etwa 30 Minuten später konnte ich meine inzwischen ziemlich muntere Knautschnaße wieder in die Arme schließen. Offenbar hatte Genki nicht in seiner Box alleine bleiben wollen und daher die Rundumbespaßung seiner persönlichen Tierarzthelferin genießen dürfen.
 

Zum Glück hat sich kein Fremdkörper in Genkis Ohr finden lassen, so dass eine Operation nicht nötig gewesen war und auch sein Trommelfell ist, laut Arzt, unbeschadet. Genki hat also einfach "nur" eine starke Otitis, eine Ohrentzündung. Jetzt bekommt er Schmerzmittel, Antibiotika und Ohrentropfen und laut Arzt können wir uns darauf einstellen, dass es gut 2-3 Wochen dauert, bis die ganze Sache ausgeheilt ist. Trotzdem ist Genki schon wieder fit und munter und man merkt ihn von seinen Beschwerden garnichts an. Hunde sind hier wirklich hart im Nehmen, denn so eine starke Entzündung ist ja nicht von einen Tag auf den anderen gekommen, dennoch war Genki bis zu dem Tag, an dem er vor Schmerzen aufschrie, augenscheinlich fröhlich und munter und ist mit Momo über die Felder getobt wie immer. Ich bin froh, dass er die Narkose gut überstanden hat und hoffe nicht nur, dass bald wieder alles ganz in Ordnung ist, sondern das wir unser Krankheitspensum jetzt zumindest für eine Weile wieder erfüllt haben. 

Kommentare:

  1. Dann wünschen wir Genki erst einmal gute Besserung. Socke hatte in diesem Jahr auch eine Otitis, die aber wirklich gut abgeklungen ist. Möge es bei Euch auch gut verlaufen.
    Im Übrigen kann ja auch ein Lied von Krankheiten singen. Wir haben schon mal unseren Tierarzt gefragt. ob eine nicht eine Art „ Brotkarte“ einführen kann. Diese gibt es bei unseren Bäckern. Kaufe 10 Brote und das elfte Brot bekommst Du umsonst. Wir hätten dann gerne die elfte Untersuchung… Er fand das glaube ich gar nicht so witzig, aber wir haben auch oft Galgenhumor….

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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  2. Oh wei *seufz* ihr nehmt aber auch wirklich alles mit. Wir sind froh, dass Genki die Untersuchung gut überstanden hat und auf dem Weg der Besserung ist :-))) Alles Liebe für das tapfere Kerlchen. Mit Anne sind wir seit längerem in der gleichen Phase... immer was neues. Aber im Moment ist es gott sei dank etwas ruhiger und wir behandeln die bekannten Krankheiten.
    LG, Caspers Frauchen

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  3. Oh je !!! Ihr nehmt wirklich alles mit .:( Ich drücke euch die Daumen , dass ihr mal eine zeitlang ohne irgendwelche Krankheiten das Leben genießen könnt !

    LG lily

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  4. Ihr lasst doch einfach nichts aus - alles, alles Gute und mindestens neun Monate ohne Zwischenfälle wünscht
    ayka

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  5. Au weh... Vor Kurzem hatten wir ein ähnliches Problem. Sobald man Aokis Ohr auch nur leicht gestreift hat, gab es ein Schreikonzert sondergleichen. Ebenfalls von einem auf den anderen Tag. In unserem Fall war es "Gott sei Dank" nur eine Zecke, die sich relativ tief im Inneren des Ohrs festgebissen hatte.

    Baldige Besserung jedenfalls an den armen Genki! Hoffentlich war es dass jetzt dann mit eurer Pechsträhne.

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