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Freitag, 18. November 2016

Frust beim Dermatologen


Eigentlich wollte ich nach unserem letzten Besuch beim Hundedermatologen wieder ein Update über Momos aktuellen Gesundheitszustand schreiben. Da es hier aber nicht wirklich etwas neues zu berichten gibt, fällt das aus. Dafür staut sich bei mir so langsam mit jedem weiteren Besuch der Frust an und schreit mittlerweile nach einem Ventil, für das nun mein Blog herhalten muss.

Es war einmal...

Alles begann Ende letzten Jahres, als unser Tierarzt bezüglich Momos Juckreiz mit seinem Latein am Ende war und uns zwecks eines Hautallergietests zu einem Spezialisten weiterempfohlen hat - Eine Hundedermatologin, die sich schon seit über 20 Jahren mit diesem Spezialgebiet befasst und laut unserem Tierarzt eine der besten auf diesem Gebiet sein soll. Da es in ganz Deutschland leider nur etwas über ein Dutzend Hundedermatologen gibt und die Auswahl somit eher gering ist, ist das, so denke ich inzwischen, vermutlich nicht all zu schwer.

Bei unserer Dermatologin hat man die Möglichkeit Termine online zu vereinbaren und kann dabei auch explizit angeben, dass man einen Hautallergietest wünscht. Dazu gibt es einen mehrseitigen Annahmebogen, in dem man den bisherigen Krankheitsverlauf des Hundes schildern soll. Wir machten uns also Anfang des Jahres mit unserem detailliert ausgefüllten Bogen und frühzeitig auf den Weg zu unserem ersten Termin. Wir waren gerade erst losgefahren, als ich einen Anruf auf mein Mobiltelefon bekam - "Frau Baumbach, ja, wo bleiben Sie denn!?" - wurde ich - ich kann es garnicht anders ausdrücken - ziemlich unfreundlich angeschnauzt. "Uhm, Entschuldigung, aber mein Termin ist erst in einer Stunde", habe ich ziemlich baff zurückgestammelt. Kurzes Schweigen, dann eine Entschuldigung. Ja, da wäre wohl ein Fehler im System, ich hätte natürlich recht und bis bald. Als wir schließlich pünktlich ankamen, mussten wir dennoch gut eine halbe Stunde warten, bis wir ins Behandlungszimmer gerufen wurden. Dort schilderten wir Momos Beschwerden, sowie was wir bereits alles versucht hatten - Der mitgebrachte Annahmebogen wurde dabei völlig ignoriert. Anschließend wurde Momo untersucht - Alle Untersuchungen nach möglichen Pilzen, Infektionen, Milben, Flöhen oder anderen äußerlichen Ursachen, die alle schon mehrfach bei unserem Tierarzt gemacht wurden, wurden erneut gemacht. Momo und Genki bekamen ein paar Leckerchen zu Essen und wir wurden wieder ins Wartezimmer geschickt, während Momos Hautgeschabsel im Labor untersucht wurden. 

Die Wunderwaffe Apoquel

Als wir wieder ins Behandlungszimmer gerufen wurden, wurde zunächst bestätigt, was ich bereits wusste, nämlich dass Momo eine sogenannte Atopische Dermatitis hat - eine nicht näher spezifizierte allergiebedingte Hauterkrankung. Und während ich denke "So schlau waren wir vorher schon, machen wir jetzt endlich den Allergietest?", greift unsere Dermatologin in ihre Schublade und sagt "Es gibt da dieses neue Medikament auf dem Markt...". Ich wusste schon, was jetzt kam, denn, wer sich schon lange mit dem Thema Juckreiz beim Hund auseinandergesetzt hat, stößt natürlich früher oder später auf die "Wunderwaffe" Apoquel. Zur kurzen Verständniserklärung: Bei Apoquel handelt es sich um ein Medikament mit dem Wirkstoff Oclacitinib. Oclacitinib ist ein Immunmodulator, der die Funktion einer Vielzahl von Zytokinen hemmen und so den Juckreiz unterbindet. Ich hatte mich schon vor dem Besuch sehr lange und ausgiebig mit dem Thema beschäftigt und den Apoquel Beipackzettel rauf und runter gelesen. Abgesehen davon, dass das Medikament die Erkrankung des Hundes nicht heilen kann, sondern nur während der Anwendung das Auftreten der Sympotome unterbindet, lässt der ganz unauffällig unter "Sonstiges" aufgeführte Satz "Jedoch kann Oclacitinib auch Auswirkungen auf andere (z.B. die bei der Immunabwehr oder der Hämatopoese beteiligten) Zytokine haben und dadurch unerwünschte Wirkungen auslösen." im Beipackzettel bei mir alle Alarmglocken schlagen. Das liest sich für mich in etwa wie "Hey, ich bin dafür da den Juckreiz deines Hundes zu unterbinden, indem ich in seinem Immunsystem rumpfusche. Wenn ich schon Mal da bin, mach ich eventuell auch anderen Blödsinn mit dem Immunsystem." Im Beipackzettel werden ansonsten nur harmlos erscheinende Nebenwirkungen wie Durchfall erwähnt, dabei ist die ganze Funktionsweise des Medikaments eine einzige Nebenwirkung. Es ist laut der European Medicines Agency zum Beispiel bekannt, dass Apoquel die Infektanfälligkeit, sowie neoplastische Zustände des Hundes bekräftigen kann. Jetzt sehe ich die Notwendigkeit einer Apoquelgabe in vielen Fällen durchaus ein.Wenn alle anderen Maßnahmen erfolglos geblieben sind und der Hund aufgrund seines ständigen Juckreizes stark an Lebensqualität einbüßt, kann das die letzte Rettung sein. Ich selbst halte mir auch noch die Option offen, irgendwann Apoquel anzuwenden, wenn sonst nichts hilft und Momos Zustand anders nicht verantwortbar ist. Dass uns dieses Medikament als erste und einzige Maßnahme angeboten wurde, hat mich aber doch etwas verärgert, zumal ich solche Medikamente, ebenso wie die Hautuntersuchungen, von jedem Tierarzt bekommen kann. Dafür hätte ich nicht den Weg auf mich nehmen müssen um eine "Spezialistin" aufzusuchen. Nun habe ich mir nach mehreren eher negativen Erfahrungen inzwischen langsam den Mut angeeignet, einem Arzt auch zu widersprechen und zu sagen "Das möchte ich nicht" und da ich mich mit dem Thema auch auseinandergesetzt habe, auch erklären können, warum ich Momo das Medikament nicht geben möchte. Meine Bedenken wurden mit einem "Wenn es einen Beipackzettel zu Schokolade gäbe, da stände da auch drin, dass man davon Diabetis bekommt" abgetan und als ich erklärte, dass wir eigentlich doch hier her gekommen seien um einen Hautallergietest zu machen und die Ursache zu bekämpfen, statt nur Syptome zu lindern und dass ich das auch so bei meiner Terminvereinbarung angegeben habe, wurde ich verdutzt angeschaut. Nein, ein Allergietest sei jetzt nicht mehr möglich, denn Momo müsste dafür wegen der Anästhesie nüchtern sein und hat doch gerade erst Leckerchen (von ihr!) bekommen. Also haben wir erneut einen Termin vereinbart und sind zähneknirschend ohne Ergebnis nach Hause gefahren. Fairerweise muss ich anmerken, dass uns - da wir ja bei der Terminvereinbarung ausdrücklich den Hautallergietest als Besuchsgrund angegeben haben - als Entschädigung nur Momos Allgemeinuntersuchungen in Rechnung gestellt und die Laboruntersuchungen von der Rechnung gestrichen wurden. Immerhin etwas, dennoch war für uns dieser erste Besuch eine reine Zeit- und Geldverschwendung.

 

Versuch Nr. 2

Wir haben noch für die selbe Woche einen Termin bekommen und beim zweiten Anlauf hat auch alles reibungslos funktioniert. Momo hat ihren Hautallergietest bekommen, die Ergebnisse und das weitere Vorgehen bezüglich der Hyposensibilisierungstherapie wurden ausführlich mit uns besprochen, so dass ich das Chaos und die schlechte Organisation des ersten Termins für eine einmalige Angelegenheit abgetan habe. Deshalb hatte ich auch bisher nicht in diesem Umfang darüber berichtet. Schließlich macht jeder Mal Fehler. Das ist zwar ärgerlich, aber eben auch menschlich und man hatte ja den Fehler auch eingesehen und war uns entgegen gekommen. Wir bekamen zusätzlich zu einigen Merkblättern einen genauen Plan für Momos Hyposensibibilisierung (und eine 605€-Rechnung, falls es jemanden interessiert, was der ganze Spaß nur bis dahin gekostet hat), auf dem nicht nur die Zeitabstände zwischen den einzelnen Injektionen angegeben waren, sondern auch wann wir wieder einen Termin bei der Dermatologin vereinbaren sollen.

Warum sind wir eigentlich hier?

Über unseren ersten Termin "nach Plan" hatte ich grob hier berichtet. Zur Erinnerung: Laut dem Infomaterial, das wir erhalten haben, zeigen die meisten Tiere nach 3-4 Monaten der Therapie einen Erfolg. Bei einigen kann es 9 Monate oder länger dauern. Der erste Termin wurde nach Anweisung genau vor Ablauf der ersten 3 Monate vereinbart, also zu einem Zeitpunkt, zu dem selbst im besten Fall nicht mit einer Verbesserung von Momos Zustand zu rechnen war. Schon damals habe ich mich daher gefragt, warum wir eigentlich überhaupt schon so früh wieder dort hin sollten. Scheinbar war ich nicht die einzige, die sich das gefragt hat, denn auch unsere Dermatologin gab mir nicht das Gefühl so recht zu wissen, warum wir wieder vor ihr sitzen. Das ganze lief in etwa so ab:
"Was kann ich für Sie tun?"
- "Wir machen mit unserem Hund seit fast 3 Monaten die Hyposensibilisierung".
Schweigen
- "Auf dem Infoblatt von Ihnen stand, wir sollen einen Termin vereinbaren."
Schweigen
- "Deshalb sind wir hier."
Schweigen
"Bis jetzt hat sich leider noch nichts gebessert."
Jetzt wäre eigentlich ein guter Zeitpunkt gewesen uns zu sagen, weshalb wir diesen Termin machen sollten, statt dessen bekam ich ein verwundertes "Ja, sie machen das doch erst seit 3 Monaten! Da können Sie doch noch keine Ergebnisse erwarten!" Nein, habe ich auch nicht. Ich sitze ein wenig perplex da und weiss nicht so recht, was ich sagen soll. Und weil sie scheinbar auch nicht weiss, was sie sonst machen soll, werden Momo einfach zum inzwischen 4. Mal Hauptgeschabsel entnommen und untersucht. Natürlich ergebnislos. Keine Überraschung meinerseits. Für den besonderen Wow-Effekt greift sie wieder in ihre Schublade und sagt "Es gibt da dieses neue Medikament auf dem Markt...".Moment, das ganze hatten wir schon mal. Nein, wir wollen immer noch kein Apoquel. Danke der Nachfrage. Hauptsächlich um nicht völlig umsonst da gewesen zu sein, lasse ich mich für ein Cortison-Spray erweichen. Da Cortison in meiner Gunst auch nicht viel besser steht als Apoquel, landet es erst Mal für den absoluten Notfall in der hintersten Ecke des Schrankes. Wir verabschieden uns mit den Hinweis, dass der nächste Termin erst in einem halben Jahr angesetzt ist und dass, wenn sich bis dahin keine Besserung zeigt, wir Mal darüber nachdenken sollten, ob es nicht sinvoll wäre die Injektionsintervalle zu verkürzen. Eine 100€ Rechnung bekommen wir auch noch mit auf den Weg.


Ein halbes Jahr später

Ein halbes Jahr später ist es so weit. Es steht wieder ein Termin bei unserer Dermatologin an. Was hat sich in der Zwischenzeit getan? Mit Momos zustand nicht viel. An manchen Tagen scheint es besser zu sein, an manchen Tagen schlimmer. Zwischenzeitlich war es wieder so schlimm, dass sie keine zwei Meter laufen konnte ohne stehen zu bleiben um sich zu kratzen. Da das kein ertragbarer Zustand mehr war, haben wir zum Cortisonspray gegriffen und es laut Beipackzettel 5 Tage angewendet - Danach war es über einen Zeitraum von sicher 2 oder 3 Wochen deutlich besser. Zum ersten mal hatte Momo sogar kein einzige wundgekratzte Stelle mehr. Leider hielt das ganze nicht länger an und zum Zeitpunkt unseres Termins war ihr Zustand wieder exakt wie auch schon vor Beginn der Hyposensibilisierungstherapie. Bei der Anfahrt standen wir im Stau und bevor wieder ein böser Anruf kommt, habe ich sicherheitshalber angerufen und Bescheid gesagt, dass wir wohl etwa 15 Minuten später ankommen.

Déjà vu & Wer braucht schon Beipackzettel?

In der Praxis angekommen fand unser Gespräch von unserem vorherigen Besuch in exakt der selben Form wieder statt. Ja, sogar wieder mit "Sie machen das doch erst seit 3 Monaten! Da können Sie doch noch keine Ergebnisse erwarten!" Nein, wir machen das ganze nun doch etwas länger als 3 Monate. Aber offenbar kann man, selbst wenn man 15 Minuten länger Zeit dafür hat, nicht Mal kurz auf den Bildschirm vor der Nase (denn in dieser Praxis sitzt man an einem Tisch, gegenüber der Dermatologin, die einen Computer vor sich hat) schauen und sich im Vorfeld über seine Patienten informieren. Wieder frage ich mich "Warum sind wir eigentlich hier?" Wieder werden Momo Hautgeschabsel entnommen, wieder sind alle Untersuchungsergbnisse, wie zu erwarten war, negativ. Und nein, Momo hat auch keine Flöhe, aber nett das Sie nachschauen. Wir berichten ihr, dass wir nach der Anwendung des Cortisonsprays für einen längeren Zeitraum eine Verbesserung hatten und uns wird erklärt, dass das vermutlich daran liegt, dass Momo durch ihr ständiges Kratzen und durch die dadurch entstehenden Wunden alleine schon - unabhängig von ihren Allergien - Juckreiz hat. Ein blöder Kreislauf. So etwas in der Art hatte ich mir schon gedacht. Uns wird empfohlen das Cortisonspray weiter anzuwenden und nein, wir müssen uns auch nicht an die Angaben im Beipackzettel halten und können das ruhig länger anwenden. Das sei völlig harmlos und der Hersteller schreibt diese Angaben "einfach so" rein um "sicher zu gehen". Von Beipackzetteln scheint die gute Frau generell nicht viel zu halten. Die gibt es scheinbar nur aus Spaß an der Freude. Und bevor jemand entsetzt aufschreit: Keine Sorge, ich nehme Angaben in Beipackzetteln durchaus ernst und halte Cortisonspray ganz sicher nicht für harmlos. Für uns bleibt es eine absolute Ausnahmesituation-Notlösung.
Nebenbei werden wir noch gefragt, ob wir noch genug Apoquel zuhause hätten. Nein, haben wir nicht, wollen wir auch nicht. Als Alternative bekommen wir Histacalmine, ein Medikament, von dem ich nicht weiss, was ich davon halten soll, weil es nur in Frankreich erhältlich ist und deutsche Informationen darüber spärlich sind.
Wieder hatte ich nicht das Gefühl, dass unser Besuch einen wirklichen Sinn hatte. Weiter geholfen hat er uns auf jeden Fall wieder nicht. Auf meine Frage, wie es denn mit der Hyposensibilisierung weiter gehen soll (wir erinnern uns: beim letzten Besuch wurde eine Änderung der Injektionsintervalle angesprochen, falls eine Wirkung weiterhin ausbleiben sollte), wurde uns gesagt, wir sollten das noch "mindestens 2 Jahre" weitermachen. Also heißt es jetzt 2 Jahre weiter auf Besserung hoffen. Immerhin ist der Plan mit Momos Injektionsintervallen und Terminvereinbarungen inzwischen abgelaufen, denn weiter als 10 Monate reichte er nicht. Das heißt für uns nun vorerst Mal, dass wir keine weiteren sinnfreien Termine vereinbaren müssen.

Der Fehler im System

Aber das war es noch nicht so ganz mit den Ärgernissen, denn wir standen, bzw. stehen aktuell, noch vor einem anderen Problem: Wir haben keine Hyposensibilisierungslösung mehr und bräuchten sie schon nächste Woche wieder. So etwas kommt natürlich nicht von heute auf morgen, denn die Lösung wird millilitergenau abgemessen und  verabreicht. Ich wusste also schon zum Zeitpunkt unseres letzten Arztbesuches, dass unsere Lösung nur noch für eine weitere Anwendung reichen würde und habe das auch angemerkt. Aber nein, man kann nicht einfach sagen "Hallo, wir brauchen neue Lösung, bitte bestellen Sie welche für uns". Das wäre ja viel zu einfach. Nein, dort in der Praxis hat man ein ausgeklügeltes Computersystem. Ein System, das scheinbar ähnlich gut funktioniert wie das System zur Terminvergabe oder das System zur Anmeldung für den Hautallergietest. Dieses System weiss, dass sich unsere Lösung zu Ende neigt und gibt in der Praxis bescheid. Daraufhin wird uns - auf dem Postweg - eine Benachrichtigung zugeschickt, die uns mitteilt, was wir bereits wissen. Erst wenn wir diese Benachrichtigung erhalten, können wir uns bei der Praxis melden und unsere Zustimmung zur Bestellung neuer Hyposensibilisierungslösung geben. Diese wird dann aber nicht etwa gleich bestellt, sondern erst wird eine Rechnung an uns geschickt. Ist diese Rechnung beglichen, wird die Lösung bestellt. Ist diese fertig, wird sie an die Praxis geschickt, wo sie mit Spritzen umverpackt wird und erst dann weiter an uns geschickt wird. In unserem Benachrichtigungsschreiben wird extra darauf hingewiesen, dass wir uns möglichst zeitnah melden sollen, da die Herstellung der Lösung 3-4 Wochen dauert. Nur gut, dass das schlaue System sich erst genau 4 Wochen meldet, bevor die neue Lösung gebraucht wird. Wenn das auch noch an einem Freitag geschieht und man, wie in unserem Fall, über das Wochenende auf einer Hochzeit war und somit keine Post empfangen konnte und  auch noch ein Feiertag dem Wochenende folgt und somit alleine zwischen Benachrichtigung, Antwort auf die Benachrichtigung, Zusendung der Rechnung und tatsächlicher Überweisung des Geldes 5 weitere Tage vergehen, haut das mit den 4 Wochen schon Mal nicht hin. Wäre es so schwer gewesen die Lösung einfach 2 Wochen davor zu bestellen, als wir vor Ort darum gebeten haben?


Ich bin einfach nur noch frustriert. Ich fühle mich dort nicht wirklich gut aufgehoben. Ich wenn man versucht oberflächlich Symptome zu unterdrücken, statt Ursachen zu suchen und zu bekämpfen. Ich mag es nicht, wenn mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten herunterspielt und Sorgen nicht ernst genommen werden. Ich mag es nicht, das Gefühl zu haben, dass man bei einem Besuch schon keine Ahnung mehr haben, was beim letzten Besuch untersucht oder gesagt wurde, vor allem in Zeiten der modernen Technik, in der man einen Computer mit Patientendaten vor der Nase hat. Ich bin frustriert über sinnlose Terminvergaben und undurchdachte Computersysteme. Ich bin frustriert, weil wir nicht wirklich Alternativen haben. Wenigstens bleiben uns erst Mal weitere Besuche erspart. Hoffen wir, dass unsere Hyposensibilisierungslösung in der nächsten Woche noch rechtzeitig ankommt und das das ganze doch letztendlich alles nicht vollkommen umsonst gewesen war.

Kommentare:

  1. Hallo Monika,

    Danke für diesen ausführlichen Bericht. Das ist ja echt unglaublich, was da alles an Unfähigkeit und Planlosigkeit zusammen gekommen ist. Dein Frust ist mehr als verständlich!

    Zum Thema Apoquel möchte ich Dir kurz meine Erfahrung mitteilen: Emma hatte seit ihrem 1. Lebensjahr Atopische Dermatitis. Ich habe 6 verschiedene Tierärzte besucht, einer davon war auch auf Dermatologie spezialisiert (angeblich). Ich hatte ähnliche Erlebnisse - aber nicht so krass wie Du. Bis zu ihrem 5. Lebensjahr habe ich alles mögliche versucht - ohne Erfolg. Dann habe ich aufgegeben und mich damit abgefunden, dass Emma sich ihr Leben lang kratzen und die Pfoten blutig beißen wird. Als sie dann 7 war, hat mir ein neuer Tierarzt Apoquel empfohlen. Er hat offen über die möglichen Nebenwirkungen gesprochen - und wir haben es trotzdem probiert, nach dem Motto: Lieber ein kürzeres aber dafür lebenswertes Leben. Nach 1 Tag deutliche Besserung, nach 2 Tagen kein Kratzen und Beißen mehr und nach 1 Woche alles ok..
    Wir lassen regelmässig das Blut untersuchen und eine Ernährungsberaterin hat diverse Zusätze verordnet zur Stärkung des Immunsystems. Glücklicherweise ist bisher (3 Jahre Apoquel) keinerlei Krankheit oder Nebenwirkung ausgebrochen.

    Alles Gute für Momo und viele Grüße
    Christina und Emma

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    1. Hallo Christine, danke für deinen Erfahrungsbericht mit Apoquel. Ich hoffe, du hast mich nicht falsch verstanden: ich verurteile niemanden, der es seinem Hund gibt und sehe es genau so wie du: Besser ein kürzeres Leben in Kauf nehmen oder sogar die eventuelle Möglichkeit weiterer Erkrankungen, als einen Hund in einem Zustand zu lassen, der nicht lebenswürdig ist. Ich kann auch nicht ausschließen, dass wir irgendwann dazu werden greifen müssen, so leid es mir tut. Ich bin nur frustriert, dass es uns gleich zu Beginn von einer Spezialistin als erste und einzige Option vorgeschlagen wurde, statt als "letzte Lösung".

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  2. Ich kann Dich gut verstehen ... und es ist sicher auch gut, dass Du Dir den Frust mal von der Seele geschrieben hast - auch wenn es natürlich nicht wirklich hilft.
    Ich höre bei Ärzten (und besonders Tierärzten) viel auf mein Bauchgefühl. Wenn ich so unglücklich mit allem wäre, dann würde ich wahrscheinlich keine weiteren Termine dort vereinbaren. Aber natürlich würde das bedeuten wieder auf die Suche nach einem Arzt zu gehen und ev. alles wieder von vorne zu beginnen.
    Trotzdem wäre es für mich enorm wichtig, dass mein behandelnder Arzt sich merken kann, ob ich ein Medikament bekommen habe oder auch, wenn ich ein Medikament ablehne.

    Wir sind ja durch den Wohnortwechsel auf der Suche nach einem neuen Tierarzt gewesen und haben uns nach Besichtigung von drei Praxen für eine sehr nette Landtierärztin entschieden, deren Praxis beim Betreten nicht nach Futtermittelvertrieb und Ausstellungsraum für alle möglichen Präparate aussah - die sich Zeit für eine Vorstellung der Hunde genommen hat und auch eine allgemeine Untersuchung durchführte, um sich selbst ein Bild zu machen. Sie führt Papierakten und war total überrascht, dass wir gerne sofort zahlen wollten :)

    Ich wünsche euch, dass ihr den richtigen Tierarzt und die richtige Therapie (nach der Diagnose) findet.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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    1. Hallo Isabella, einen guten Tierarzt, zu dem wir nun seit 2 Jahren gehen und bei dem ich mich auch gut aufgehoben fühle, haben wir ja zum Glück. Es geht hier ja um eine Spezialistin, die ausschließlich im Fachgebiet der Dermatologie praktiziert und da gibt es ja leider keine großen Alternativen. Eine Diagnose haben wir ja auch schon und ich habe keinen Grund diese anzuzweifeln und die Hyposensibilisierungstherapie war ja letztendlich auch, was wir machen wollten. Ich bin einfach nur frustriert über diese planlose Unorganisiertheit, und das es so ein holpriger Weg war, bis wir Diagnose und Therapie bekommen haben.

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  3. Liebe Monika,
    ich fühle mit Dir und der armen Momo. Danke für den ausführlichen Bericht. Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht und bis jetzt bin ich nur enttäuscht worden.

    Mein Bully (Rüde) ist jetzt 1,5 Monate alt und kratzt sich, kratzt sich und kratzt sich. Hautgeschabsel, Allergietests, Parasitenbefalluntersuchungen im Labor, Test auf Räude, Futtermittelaustestungen, Biopsien, Bioresonanz (irgendwann ist man ja verzweifelt). Auch kam man hier, beim 4. Tierarzt, irgendwann zu dem Ergebnis, das mein Hund ein "atopisches Ekzem" hat.

    Die Schulmedizin hat mir bis jetzt nichts gebracht, außer, das mein Hund vom Welpenalter an mit Antibiotika vollgestopft wurde und mit Cortisom eingecremt werden sollte. Eine Besserung gab es immer nur kurzzeitig, da die Chemie die Symptome unterdrückte, ohne die Ursachen zu bekämpfen. Du kennst das ja.

    Ich bin inzwischen bei der 4. Tierärztin angekommen und versuche es nun mit ganzheitlicher Medizin, d. h. wir starten noch einmal ganz von vorne mit einer Darmsanierung und Ausleitung und nutzen keine Chemie mehr, sondern versuchen, den Juckreiz mit pflanzlichen Mitteln entgegen zu wirken, um eine Ursache für seine Neurodermitis herauszufinden.

    Es ist ein langwieriger, nervenaufreibender Prozess, der mich schon sehr viele Tränen gekostet hat. Das Kratzen macht mich an schlechten Tagen so aggressiv, das ich meinen Hund schubse (da ich ihn nicht anders davon abhalten kann, das er sich blutig kratzt) und ihn anschreie, weil ich keine Nerven mehr habe und er sich nicht beruhigen lässt. Er kratzt bis Blut, Fell und Haut wegfliegen, wie in einem Horrorfilm. Hinterher weine ich, weil er mir so leid tut und das alles nicht versteht und man es ihm natürlich nicht erklären kann...

    Ich hoffe wirklich, das ihr mit Momo bald jemanden findet, der euch helfen kann. Ich bin dankbar über jedes Update von Dir und hoffe da auch irgendwo ein kleines Stück weit für mich, das ich da mal was finde, was auch mir weiterhilft.

    Alles Gute für euch!

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    1. Ohje, das tut mir so leid das zu hören. :(
      Wie war das bei euch mit der Futtermittelaustestung? Eine richtige Aussachlussdiät führt man ja über 6-8 Wochen durch. Wenn dein Bully erst 1,5 Monate alt ist, könnt ihr das in diesem Zeitraum doch garnicht gemacht haben, oder meinst du einen Test über das Blutbild?

      Ich kann sehr gut verstehen, wie du dich fühlst. Auch ich kenne das, wenn in einem die Wut hochkommt, wenn der Hund kratzt und kratzt und man zusehen muss, wie er sich selbst verletzt und nicht aufhören will. Trotzdem versuche ich mir dann auf die Zunge zu beißen und nicht zu schimpfen. Ich denke mir immer, der armen Maus geht es doch schon so schlecht, wenn ich sie jetzt dabei noch anschreie, dann geht es ihr doch noch schlechter und sie versteht die Welt nicht mehr. Deshalb bemühe ich mich immer dabei ruhig zu bleiben. Was bei uns wirklich bisher als einzige Methode gegen das Kratzen geholfen hat, ist Momos Shirt, das sie Zuhause immer trägt. Ich glaube, ohne ihrem Shirt läge sie in Fetzen. Sie kratzt zwar immernoch an Hals, Kopf und Ohren (aktuell ist den Kopf auf eine rauhe Unterlage legen und im Kreis laufen, bis es Blutschlieren gibt wieder in...), aber an ihren Achseln und am Bauch, wo der Juckreiz auch begonnen hatte und wohl am stärksten ist, verhindert es, dass sie blutig kratzt. Oft sagen Leute mir sogar, dass sie doch eigentlich garnicht so "schlimm" aussieht, aber ich weiss ja, wie sie sofort in dem Moment anfängt ihren Bauch und ihre Arme zu kratzen, wenn ich das Shirt ausziehe und ich weiss, wie sie dort aussah, bevor wir mit den Shirt-Tragen angefangen haben. Das war eine einzige wunde, vernarbte und haarlose Stelle.
      Ich drücke dir auf jeden Fall ganz arg die Daumen, dass ihr für euch eine Lösung findet. Den Weg eine Ausschlussdiät zu machen um Futtermittelunverträglichkeiten auszuschließen und dann einen Hautallergietest wegen möglichen Kontaktallergien zu machen, finde ich erst Mal nicht verkehrt, denn je eher Man weiss, wogegen der Hund allergisch ist, desto eher weiss man, was man versuchen kann etwas dagegen zu machen. Ob es letztendlich hilft ist, wie du bei uns ja siehst, leider eine ganz andere Sache.

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    2. Oh nein, ich bemerke erst jetzt meinen fatalen Schreibfehler!!! Entschuldige bitte für die Verwirrung!!! Ich hatte ausgerechnet wie alt mein kleines Monster jetzt ist, habe die Monate gezählt und bin insg. auf 1,5 JAHRE gekommen. Habe es nur falsch aufgeschrieben. Entschuldige...

      Für die Futtermittelaustestung habe ich einen Labortest (Blutbild) gemacht, aber da ich damit nicht zufrieden war, läuft aktuell eine Ausschlussdiät. Dabei füttere ich schon BARF und Pferd, extra für Allergiker.

      Ich versuche natürlich auch immer ruhig zu bleiben und stelle meinen Fuß dazwischen, wenn er kratzt oder leckt. Manchmal auch 27x hintereinander, denn sobald ich mich entferne, beginnt er natürlich von Neuem. Mir tut es ja auch leid für ihn, dass das alles so schrecklich ist und ihn quält, aber es gibt Momente, da lässt er sich einfach nicht beruhigen. Die Teppiche sind alle schon durch Blutschlieren ruiniert (Brust wird gerubbelt, Kinn und Schnauze), an der Wand klebt auch schon Blut (Kratzen vom Auge) und manchmal verliere ich einfach die Nerven und werde laut oder gebe ihm einen Schubs. Hinterher weine ich oft, eben weil er mir so unendlich leid tut, ich ihm das alles nicht erklären kann und mich einfach nur ohnmächtig und hilflos fühle.

      Zuhause trägt er auch immer ein Shirt, manchmal auch einen Schal. Aber er verlagert es, wenn er nirgendso anders rankommt wird das Gesicht bearbeitet oder die Pfoten.
      Ich werde Dich mal auf dem laufenden halten, ob es was mit dieser ganzheitlichen Medizin bringt. Die Ärztin meinte, sie kann ihm gerne Cortison spritzen und ihm auch Apoquel geben, wenn ich es möchte, aber das wird nur die Symptome unterdrücken, ohne die Ursache an sich zu bekämpfen. Inzwischen wird vermutet, das es bei ihm psychische Ursachen haben könnte. Diese versuchen wir nun herauszubekommen...die Ausschlussdiät läuft nebebei aber weiter.

      Ich wünsche mir nur, das mein Hund endlich mal wieder, wie als Welpe, ohne Shirt rumlaufen kann, auf einem Teppich sitzt, ohne ihn als Scheuerunterlage zu nutzen...

      Euch drücke ich aber auch die Daumen. Wirklich. Denn ich fühle mit euch/Dir!!!!!!

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  4. Liebe Monika,
    danke für den Bericht, auf den ich schon gewartet hatte. Auch wir haben viele Tierärzte verschlissen und dieselben Erfahrungen gemacht. Auch wenn bei Rosi noch einige andere Erkrankungen vorhanden sind, bin ich ganz stark der Meinung das die Hautgeschichte bei ihr, nicht nur etwas mit ihrer Leishmaniose zu tun hat. Denn bei ganz geringem Titer und Top-Blutwerten, kann man ja nicht wirklich von Schüben sprechen. Auch wir hören die Diagnose atopische Dermatitis, bei einem der Tierarztbesuche , mindestens beim 3. Mal und ich frage dann immer "Ach....fällt IHnen nichts mehr ein?" Auch ich lehne Apoquell ab, da ich mit einer Hündin die Erfahrung gemacht habe, dass es auch mal nicht hilft und der Hund sich weiter blutig kratzt. Bei Ablehnung des Apoquell hat mir einer meiner Tierärzte gesagt das ich es ja nicht nehmen müsste, denn....es würde ja schließlich keine Medikamentenpolizei geben. Es war derselbe, der mir für den Hinweis das die beste Ernährung das Barfen sei und er draußen ein Buch für € 5,-- hätte, mir sage und schreibe € 10,-- für eine ausgiebige Futterberatung berechnet hat.
    Auch wir suchen immer noch nach dem richtigen Mittel, da sie ja, bei besonders starken Schüben, an vielen Körperteilen haarlos ist. Ich muss sie alle 2 Tage, mit einem speziellen Shampoo, duschen, da es sonst noch schlimmer wird, sie anfängt zu riechen und die Haut sich absolut verhärtet, so dass es sich wie Elefantenhaut anfühlt und auch so aussieht. In der Haut bilden sich dann kleine Körner, die ich ihr mit Öl herausmassiere. Teilweise sieht es aus wie der Sand auf den Kinderspielplätzen.
    Wir haben auch alles durch.... Stanzen, schabseln, Allergietest, die dann nicht aussage kräftig sind, da sie Leishmaniose hat...etc.
    auch lassen wir, durch die LM, alle 3 Monate ein großes Blutbild und ein Eep machen lassen. Einer der Tierärzte wusste nicht was ein Eep ist.... gut das ich ein Buch mit hatte.
    Bei Rosi entzündet sich nicht nur die Haut, sondern auch die OHren und da sie taub ist und einen 3. Gehörausgang hat, entzündet sich der auch immer gleich mit.
    Sie ist ein absoluter Sonnenschein und ich bin auch des öfteren verzweifelt.
    Wir hoffen auch jeden Tag, dass einer auf seinem Blog oder im Netz von etwas neuem, wirksamen und ungefährlichem Mittel schreibt, dass den armen Mäusen hilft.
    Wir versuchen es nun mit Zink und Gold und hoffen das es sich bessern wird.
    Ich drücke allen hier die Daumen.
    Liebe Grüße
    Sabine

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    1. Es tut mir so leid das zu hören. Es ist doch zum Verrücktwerden. So viele Hunde mit massiven Hautproblemen, denen einfach nicht geholfen werden kann. Bei euch kommt natürlich die Leishmaniose noch zu allem erschwerend dazu. :(
      Ich drücke euch und mir die Daumen, dass wir doch noch eine Lösung finden. :(

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  5. Ich bin entsetzt über die Behandlung und die Leistungen der Spezialstin. Ich glaube nicht, dass ich immer so freundlich und höflich hätte bleiben können. Nein, das hätte ich mir nicht gegeben. Aber ich verstehe natürlich, dass Du das für Momo machst. Ich bin so traurig, dass es keien Hilfe gab. Was für ein Elend. ich kann annähernd verstehen, wie schwer die Situation war, wobei wir bei Socke ja wirklich Glück haben, da wir sie gut eingestellt.

    Ich habe mich sehr über Deinen ausführlichen Bericht gefreut, der zeigt, wie schwer es ist. Ich wünschte, dass ich helfen könnte. Aber ich kenne niemanden, dessen Hund vergleichbare Beschwerden haben. Aber ich drücke Euch die Daumen, dass ihr doch noch eine Lösung findet.

    Viele nachdenkliche Grüße
    Sabine mit Socke

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  6. Das ist ja ganz dicke Post die du da zusammengetragen hast und wir können nur erahnen wie es euch mit dieser misslichen Situation ergeht. Wenn ihr in meiner Gegend wohnen würdet hätte ich euch eine echt passende Adresse, ja das gibt es nämlich auch - das was du dir wünschtst. Unsere Tirärztin hat nämlich die Spezialisten im Netzwerk und die dokumentieren z.B. auf derselben Akte die zu Beginn einer Konsultation immer eingesehen wird. (Elektronik sei dank).
    Doch eben - dir hilft das wenig - hab den Mut deine Wünsche zu äussern und dich durchzusetzen - denn du bist die Spezilistin für deine Hunde.
    Mit den besten Wünschen Erika mit Ayka

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  7. Ach ihr Lieben, wir haben die Geschichte von der tapferen Momo und ihrem blöden Juckreiz auch verfolgt und euch immer gewünscht, dass ihr schnelle Hilfe bekommt. Es tut uns leid, dass ihr soviel negatives erlebt habt :-((( Wir kennen auch das Gefühl der Machtlosigkeit bei Ärzten, für Menschen sowie für Tiere. Wir denken an euch und drücken weiterhin die Daumen, dass ihr bald bessere Erfahrungen macht und euch geholfen wird.
    LG, Caspers Frauchen

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  8. Liebe Monika,
    ich bin eher der stille Mitleser und ich verfolge das Geschehen um Momos Juckreiz schon eine Weile. Jetzt will ich mich doch zu Wort melden: Als ich deinen Beitrag gelesen habe, habe ich mehrmals gedacht, dass ich mir das von einem Spezialisten nicht bieten lassen würde. Aber als Außenstehende ist es immer einfach zu sagen, ich hätte das so und so gemacht an deiner Stelle. Wahrscheinlich hätte ich es in der Situation genauso gehandhabt. Zumal euer Leidensweg ja nun schon ein sehr langer ist und man so sehr hofft, dass einem nun endlich geholfen wird.

    Ich kann mir nur im Ansatz vorstellen, was ihr mitmacht. Cabo hat auch jedes Jahr mit Juckreiz zu tun, der bei ihm durch Grasmilben ausgelöst wird. Dieses Jahr war es ganz besonders schlimm, da kein Spot-on half und wir das erste Mal zu Cortison greifen mussten, weil der Juckreiz für Cabo und auch mich kaum auszuhalten war. Das Cortison war sehr gering dosiert, also eigentlich zu wenig für einen 23-Kilo-Hund. Aber es hat den Juckreiz sofort eingedämmt. Zusätzlich gab es eine Cortisonsalbe für die wunden Stellen, die auch gut geholfen hat. Nachteil der Cortison-Tabletten: Cabo hat getrunken wie ein Loch und entsprechend oft musste er raus zum Pippimachen. Ohne Cortison ging die Kratzerei wieder los.

    Also hat mir mein Tierarzt zum Wundermittel Apoquel geraten. Ich stelle erstmal nichts infrage, was mir mein TA für Cabo verschreibt, weil ich schon mehr als 15 Jahre bei ihm bin mit unseren Tieren und ich ihm vertraue. Lediglich beim Preis habe ich mich auf den Hintern gesetzt. Eine 100er Packung kostet 110 Euro. Ich sollte ihm die Tabletten solange geben, wie die Grasmilben noch aktiv sind. Sechs Wochen habe ich Cabo Apoquel gegeben und mich gewundert, warum mein Hund auf einmal so träge und antriebslos war. Also habe ich die Tabletten abgesetzt. Der Juckreiz war zum Glück weniger geworden. Mittlerweile ist er fast ganz vorbei. UND ich habe meinen agilen und lebensfrohen Hund zurück. Ich werde Cabo das Apoquel nicht mehr geben, weil mir die Nebenwirkungen bei ihm einfach zu krass sind. Trotzdem graut es mir vor dem Frühjahr und den Sommermonaten, wenn die Grasmilben wieder aktiv sind. Ein Hund einer Bekannten hatte dieses Jahr auch so sehr mit den Biestern zu kämpfen. Auch bei ihr half keine Chemie in Form von Spot-ons mehr. Über die ganzen Hausmittelchen, die empfohlen wurden, brauchen wir erst gar nicht reden.

    Was ich damit eigentlich sagen will: Es ist gut, dass Apoquel für dich und Momo erst mal nicht infrage kommt. Zwar hilft es gegen den Juckreiz, macht den Hund aber platt, wie du in deinem Beitrag auch schon gut beschrieben und aufgezeigt hast. Ich drücke euch weiterhin die Daumen, dass eure Erfahrungen bessere werden und dass Momo endlich geholfen wird!

    LG Silvana mit Cabo

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    1. Danke für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht zu Apoquel. Manchmal zweifle ich sehr an mir, ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe, es ihr bisher nicht zu geben. Es gibt ja auch so viele Hunde, die damit tatsächlich (bisher) keine Probleme haben und ich musste mir ja auch schon anhören, dass ich Momo quälen würde, indem ich ihr das Medikament verwehre. Aber wenn ich so etwas lese, dann gibt es mir doch Hoffnung, dass es das richtige war.
      Zum Glück sind es bei euch "nur" die Grasmilben. Das ist zwar natürlich nicht weniger schlimm, aber zumindest habt ihr in den Wintermonaten etwas ruhe, in der sich auch die Haut erholen kann. Ich schätze Mal die ganzen üblichen Hausmittelchen, wie Hund mit Essig einreiben, die man so gegen Grasmilben liest, habt ihr vermutlich schon probiert?

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  9. Hallo zusammen. Ich Teile eure Erfahungen. Unglaublich was für eine schlechte Organisation bei eurem Tierdermatologen ist. Und ich weiß bis heute nicht wozu es diese gibt..denn "Puh also wenn es was mit der Haut ist kann es so vieles sein" das war das was Wir hörten.

    Wir haben unseren Balou jetzt 6 Monate und seit dem keine Ruhe für ihn und uns. Laut Bioresonanz hat er einen Gendeffekt und daraus resultierend viele Allergien. Es tut mir sehr leid für alle die immerwieder alleine gelassen werden mit den Sorgen um ihr Fellbaby und an Ärzte geraten die nur die Symptome bekämpfen. Wir waren auch schon beim Tierdermatologen dort wurde er mit Advocate behandelt obwohl es eben doch eine dermatitis ist. Danach fing es an das ich mich nicht mehr auf den Rat der TA verlassen habe. So Google ich alles was er bekommen soll und bin stikt gegen Antibiotika. Nur hat man selbst nur Halbwissen.. Bei Balou hat ebenso nichts geholfen.. er bekommt leider ein gering dosiertes Langzeitkortison.

    Apoquell hatte man uns auch verabreicht und wenn man verzweifelt ist nimmt man es.. nachdem mir ein anderer TA aber sagte das sei noch schlimmer als kortison weil es noch unerforschter bezgl langzeitwirkung ist und es eine Studie gäbe (die ich nicht finden konnte) in der 70prozent der behandelten Hunde mit apoquell Tumore entwickelt hätten.. haben wir uns für kortison entschieden. Pest oder Cholera ��

    Ich möchte aber die Sachen die uns geholfen haben als er sich wegen deraufgekratzen Wunden kratzte und es ein Teufelskreislauf war gerne an euch weitergeben.
    Zum einen hilf bei Herbstgrasmilben super das einreiben mit Kokosöl vor und nach dem Spaziergang den Geruch mögen die Fiecher nicht.
    Dann kann man eine gesättigte Meersalzlösung machen und ebenso damit einreiben. (So viel Meersalz ins Wasser bis sich nix mehr auflöst) es klebt ein wenig und ist nicht so angenehm, auf frischen wunden tut es sicher kurz weh..wie im Meer eben, aber es hilft beim Heilen und lindert den Juckreiz eine Weile. Super soll auch Schwarzkümmelöl sein, das habe ich bisher noch nicht selbst getestet. Euch allen alles gute und hoffentlich die Begegnung mit TÄ die den Hund als ganzes sehen. Für uns steht als nächstes der Besuch beim Heilpraktiker an um evtl doch noch eine Alternative zu Kortison zu finden. Hoffe Momo geht es ein wenig besser. :) viele Grüße Sabrina

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    1. Es tut mir leid, dass auch ihr schlechte Erfahrungen gemacht habt. Bei uns gingt die Geschichte tatsächlich noch weiter, auch wenn ich bisher darüber nicht geschrieben habe. Für uns hat sich die Sache mit dieser Dermatologin seit dem erledigt. Ich denke darüber nach, noch einen anderen Spezialisten aufzusuchen, aber ich zögere noch, weil ich mir nicht viel davon verspreche, ausser einen leeren Geldbeutel. Wir haben schon längst Summen im vierstelligen Bereich für Momos Untersuchungen und Behandlungen ausgegeben, sind aber nach wie vor am Ausgangspunkt.
      Ja, mit Apoquel ist das wirklich so eine Sache - obwohl wir zwischenzeitlich wirklich sehr verzweifelt sind und ich immer wieder, wenn es ganz besonders schlimm ist, stark versucht bin, habe ich mich da bis heute quer gestellt. Alleine die Logik sagt mir, dass ein Medikament, das Teile des Immunsystems ausschaltet, auf Dauer nicht gut sein kann, denn jede Funktion des Immunsystems - auch die, die Juckreiz verursacht - hat ja irgendwo ihren Zweck zu erfüllen. Über eine Studie von Apoquel im Zusammenhang mit vermehrten Krebsfällen habe ich noch nichts gehört, aber wundern würde es mich ehrlich gesagt nicht. Wobei Krebsentwicklung bei 70% aller Hunde jetzt auch nicht viel aussagen muss, denn das ist vermutlich auch die Krebsrate bei Hunden ohne Apoquel. :(
      Ich danke dir herzlich für deine Tipps - jedoch hat Momo keine Probleme mit Grasmilben. Zum Glück, wenigstens etwas, womit wir nicht zu kämpfen haben. Das Einreiben mit Kokosöl habe ich lange versucht (schon alleine als Zeckenabweghr) und auch Schwarzkümmelöl, beides hat bei uns leider keine Besserung gebracht, wobei Schwarzkümmelöl auch nicht regelmäßig gegeben werden soll, weil es im Verdacht steht der Leber schaden zu können.
      Inzwischen habe ich auch das Cortisonspray aufgegeben - Ich dachte lange es würde helfen, mann muss es nur mehrere Tage hintereinander geben (obwohl es laut Tierarzt ja sofort wirken soll), inzwischen merke ich aber, dass es nicht im Spray liegt, sondern, dass, wenn wir die ganz schlimmen Anfälle auch ohne Cortisonspray aussitzen, es auch so wieder besser wird. Momo hat auch Mal bei einer starken allergischen Reaktion, deren Ursache wir nicht kennen (Ihr ganzes Gesicht ist zugeschwollen) 2 Cortisonspritzen in der Notfallabteilung bekommen. Die behandelnde Ärztin sagte uns, sie würde sich dann für den Rest des Tages sicher nicht kratzen - Hat sie aber leider trotzdem. Ich fürchte, bei uns wirkt nicht Mal Cortison, oder aber, Momo kratzt sich schon aus Gewohnheit.
      Ich wünsch euch ganz viel Erfolg auf eurem Weg und mit eurer Tierheilpraktikerin. Wir waren mit Momo schon bei zwei Tierheilpraktikern und keine konnte uns helfen. Leider habe ich die Erfahrung gemacht dass da (und auch bei Tierärzten), sehr oft auch "nach Schema F" behandelt wird. Immer heißt es, der Hund muss ganzheitlich gesehen werden, jede Behandlung individuell auf den Hund abgestimmt werden" und dann gibt es doch immer wieder Pauschalbhenadlungen, die vermutlich im Lehrbuch als Beispiel auf Seite YX stehen.

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