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Mittwoch, 30. November 2016

Rezept: Pansen-Frischkäse Kekse für Hunde

Rezept: Pansen-Frischkäse Kekse für Hunde

Meistens sind unsere selbstgebackenen Hundekekse ja fleischfrei, denn Genki und Momo mögen sie so nicht nur sehr gerne, sondern bekommen ohnehin schon fast zu viel Fleisch in ihren Mahlzeiten. Als ich letztens aber im Hunekauartikelshop unseres Vertrauens auf sogenanntes "Pansenmehl" gestoßen bin, wollte ich gleich ausprobieren, ob ich damit Hundekekse backen kann.

Rezept: Pansen-Frischkäse Hundekekse selbst backen

"Pansenmehl" ist nichts anderes als fein gemahlener Pansen. Inzwischen gibt es dieses Produkt sogar in recht vielen Läden zu kaufen. Da Pansen - vermutlich vor allem aufgrund seines für Menschen recht unangenehmen Geruchs - von den meisten Hunden sehr gerne gegessen wird, wird es als Pulver verkauft, das man bei mäckeligen Essern über das Futter streuen kann. Ich habe schon ein Mal Hundekekse gebacken, für die ich selbst getrocknete Lunge in einem Zerkleinerer gemahlen habe. Das hat sehr gut funktioniert, aber nur, weil Lunge an sich schon sehr bröselig und fettarm ist. Anderes Trockenfleisch habe ich nie fein gemahlen bekommen, so dass mir der fertig gemahlene Pansen gerade recht kam.

Für unsere Pansen-Frischkäse Hundekekse vermischt ihr erst das Ei mit  dem Frischkäse. Dazu nehmt ihr am besten einen Schneebesen.


Dann fügt ihr das Pansenmehl hinzu und verrührt alles. Ja, das sieht unlecker aus. Am Schluss nur noch das Mehl unterrühren und alles zu einem Teig verkneten. Dann könnt ihr den Teig auch schon ausrollen und eure Hundekekse ausstechen.

Rezept: Pansen-Frischkäse Hundekekse selbst backen

Die Kekse werden bei 180°C für 20-25 Minuten gebacken. Und jetzt die Frage, die sich vermutlich alle stellen, die schon Mal versucht haben Pansen zu erhitzen: Wie schlimm stinkt es? Ziemlich schlimm. Ich musste danach durchaus Küche und Ofen einmal ordentlich auslüften, aber das hat zum Glück gereicht um den Gestank wieder zu beseitigen und auch die fertigen Kekse riechen nach dem Abkühlen nicht mehr unausstehlich. Schmecken tun sie offenbar.
Rezept: Pansen-Frischkäse Hundekekse selbst backen
Rezept: Pansen-Frischkäse Hundekekse selbst backen

Montag, 28. November 2016

Monatspfoto November: Beste Freunde

 

...oder: Ich habe dieses Mal leider kein Monatspfoto für dich.


Ja, so sieht es aus. Wir haben diesen Monat kein wirkliches Monatspfoto, denn wir haben uns zu viel vorgenommen. Man sollte meinen, das Monatspfoto-Thema "Beste Freunde" wäre wie geschaffen für uns. Meine Festplatte ist voll von sicher tausenden Fotos von Genki und Momo beim gemeinsamen Spielen oder Kuscheln. Und genau da lag mein Problem: Es ist zu einfach. Solche Bilder bekommt man auf unserem Blog eigentlich jede Woche zu sehen und mir fehlte die Herausforderung, die das Monatspfoto sonst jedes Mal für uns bedeutet. Sich über ein Motiv den Kopf zerbrechen und das ganze dann umsetzen ist für mich fast der größte Spaß an dieser Fotoaktion. Also wollte ich mir auch für dieses Thema etwas Besonderes einfallen lassen und wollte Genki und Momo beibringen sich zu umarmen. Ich habe schon zu Beginn des Monats befürchtet, dass wir das in diesem Zeitraum (oder überhaupt jemals) nicht gelernt bekommen und so ist es nun auch: Wir stecken immernoch in den "Kinderschuhen" dieses Tricks, ganz am Anfang bei Schritt "Sachen mit der Pfote anfassen" und "Männchen machen", beides Grundlagen für diesen Trick. Und selbst diese beiden Sachen funktionieren bei uns noch nicht. Sachen anfassen sind kein Problem, solange ich die Sachen in der Hand halte, oder sie direkt vor mir stehen, sonst schauen Genki und Momo mich verwirrt an. Genki macht inzwischen ein perfektes Männchen - Allerdings nur mit meinem Arm als Stütze in seiner Alt-Opa-Zeitlupen-Version. Von der Umarmung sind wir also noch Lichtjahre entfernt. Wenn ich dran bleibe, können wir euch diesen Trick vielleicht in einem Jahr auf unserem Blog präsentieren. Aber jetzt, für unser Monatspfoto, leider nicht. Also habe ich, als es absehbar war, dass es nichts wird, versucht ein wenig zu mogeln und Genkis Arm einfach für ein Foto über Momo gelegt. Und weil das Foto, das dabei herauskam, leider alles andere als "Beste Freunde", ausdrückt, ist es auch nur ein Fast-Monatspfoto.

Freitag, 25. November 2016

Das Zahnmonster


Heute lüften wir ein kleines Geheimnis uns sprechen über Momos Zähne. Ja, ich weiss, keine Frau möchte ihren Schönheitsfehler so offen dargelegt bekommen, aber Momo scheint sich ihres Makels garnicht bewusst zu sein. Da sitzt sie und schaut mich an und versteht nicht, weshalb ich sie auslache.
Keine Sorge, Momo ist noch im Besitzt all ihrer Zähne - die mittleren Schneidezähne wachsen nur in zweiter Reihe. Hier geht es um ihren liebreizenden Überbiss. Zum Glück ist dieser nicht besonders ausgeprägt. Meistens fällt er garnicht auf und Probleme hat sie dadurch auch keine. Aber ab und an passiert es ihr, dass sich ihr Unterkiefer beim Mund schließen nach vorne schiebt und ihre Zähne draußen bleiben. Dann läuft sie unbekümmert eine Weile so herum, bis sie eben wieder einen Grund hat um ihren Mund zu öffnen.
Leider sind Bulldoggen, wie die meisten kurzschnauzigen Hunderassen, generell nicht dafür bekannt, die schönsten Zähne zu haben. Ihre Schnauzen sind kürzer und dafür etwas breiter und oft wachsen die Zähne  mehr oder weniger krumm in alle Richtungen. Genki und Momo gehören hier leider zu keiner Ausnahme. Es gibt sicher schlimmere Fälle, bei denen die Zahnfehlstellung den Hunden sogar Probleme bei der Nahrungsaufnahme bereitet oder wiederholt zu Entzündungen führt. Davon sind wir zum Glück verschont und bei uns ist es ein rein "kosmetisches Problem". Wenn wir beim Tierarzt sind und Genki und Momo eine Allgemeinuntersuchung bekommen, werden die Zähne immer mit "Naja, bulldoggentypisch" kommentiert.

Etwas fällt dagegen immer positiv auf: Ihre weißen Beißerchen. Wenn schon nicht gerade, dann wenigstens weiß! Als wir das erste Mal zu unserem aktuellen Tierarzt wechselten, sagte er nach der Untersuchung zu Genki: "Na, da bekommt wohl jemand die Zähne geputzt." Ich würde euch jetzt gerne das Geheimnis weißer Hundezähne verraten, ich kenne es aber leider nicht. Genki und Momo bekommen nicht ihre Zähne geputzt weder Trockenfutter, stückiges Fleisch noch Knochen. Also all die Dinge, die Zähne angeblich mechanisch reinigen sollen. Hier gibt es gewolftes oder so klein geschnittenes Fleisch, dass es am Stück geschluckt werden kann und statt frischer Knochen Knochenmehl. Auch große Stücke an Dörrfleisch, an dem sie etwa länger kauen könnten, gibt es hier nicht, weil die beiden versuchen, sobald es durch das Ansabbern weicher wird, alles am Stück runterzuschlingen, so dass es hier nur "leicht kaubare" Kauartikel wie trockene Lunge oder Mägen gibt und diese sind dementsprechend in unter einer Minute verschlungen.
Zum Knabbern gibt es bei uns ausschließlich Kaffebaumwurzeln und Kalbshufe. Das scheint zu reichen, oder aber Genki und Momo haben einfach beide eine gute Veranlagung und neigen einfach nicht zu Zahnstein. Was auch immer der Grund ist, ich bin dankbar dafür, dass es so ist, wie es ist. Da nimmt man auch gerne ein paar krumme Zähne in kauf.

Mittwoch, 23. November 2016

8 Tage


Für 8 Tage was das Herrchen des Hauses weg. Das bedeutete für Genki und Momo 8 Tage ohne Freilauf, denn ich bin nicht genkimobilberechtigt und kann nirgendwo hin fahren, wo ich insbesondere Genki frei laufen lassen kann. Hier ist es viel zu hunde-/fahrrad-/auto-frequentiert und Genki hört bekanntlich nicht immer so gut, wie ich es gerne hätte, bzw. nicht so gut, dass ich ihn unter diesen Bedingungen von der Leine lassen könnte.


Ich habe mich wirklich bemüht den beiden einen Ausgleich zu verschaffen. Die Spaziergänge an der Leine waren häufig und ausgiebig. Selbst bei Regenwetter haben wir sie oft tapfer durchgezogen. Wir haben viel in der Wohnung gespielt und ich wir haben jeden Tag fleißig (aber mit mäßigem Erfolg) an unseren Tricks geübt.


Ich weiss nicht, was Genki und Momo gefehlt hat: Der Freilauf, oder das Herrchen. In diesen 8 Tagen mussten 4 Plüschtiere notoperiert werden, das neue Hundeliegekissen ist unerklärlicherweise explodiert, die Nächte sind neuerdings nicht zum Schlafen, sondern zum Party machen da, unseren seelenfriedlichen Kater Kronos fand Genki mehrfach doof, unser Teppich sieht scheinbar besser aus, wenn er verkehrt herum auf dem Boden liegt und Esszimmerstühle machen sich im Flur offenbar auch besser. Gegen Ende der Woche hatten wir sogar die totale Laufverweigerung. Ziehen kenne ich von Genki eigentlich nur nach vorne, aber plötzlich war Spazierengehen ganz doof und er hat sich mit aller Kraft nach hinten gegen die Leine gestemmt.


Genki und Momo lassen sich ja gerne irgendwelchen Blödsinn einfallen und in kleinen Dosen kann ich den für gewöhnlich gut ertragen, ja, finde ihn sogar manchmal lustig. Aber so hochdosiert war diese Woche schon sehr anstrengend. Ich bin wirklich froh, wenn sich bei uns in nächster Zeit wieder etwas mehr Normalität einfindet.

Montag, 21. November 2016

Glücksmoment


Ich habe eine Weile überlegt, ob ich diesen Beitrag überhaupt schreiben soll, denn für mich gehören Fotos genau so zu einem Blogbeitrag wie Text und wenn ich zu einem Ereignis keine brauchbaren Bilder habe, schreibe ich oft einfach nicht darüber. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob es für Außenstehende überhaupt nachvollziehbar ist, wie viel mir so ein kleiner, für die meisten Hundebesitzer vielleicht selbstverständlicher, Moment bedeutet hat. Trotzdem sind ein paar Fotos entstanden - sehr spontan, denn die Kamera befand sich aufgrund des schlechten Dämmerlichst eigentlich auseinandergeschraubt im Rucksack und wurde hastig hervorgekramt. Auf die Kameraeinstellungen habe ich in diesem Moment auch nicht mehr geachtet und so richtig schöne Momente konnte ich in der Eile leider auch nicht einfangen. Trotzdem möchte ich darüber berichten, denn eigentlich war es für mich einer der schönsten Hundemomente, die ich seit langem hatte.

Wir waren wie meistens auf unseren heimischen Feldern unterwegs. Es war schon recht spät, die Sonne am untergehen, da sahen wir in der Ferne ein Menschenpaar und einen kleinen Punkt am Boden. Normalerweise ist das bei uns kein Grund zur Freude, da Hundebegegnungen bei uns ja eher problematisch sind. Der kleine Punkt lief frei über die Felder, so dass wir, wie es wir in diesen Situationen immer machen, Momo frei laufen gelassen und Genki angeleint haben. Je näher wir dem Punkt kamen, desto mehr dämmerte es uns: Entweder führt da jemand einen Hasen spazieren, oder das ist ein Bully! Für alle, die schon Schwierigkeiten haben Genki und Momo auseinanderzuhalten, kommt hier sicherheitshalber der Hinweis, dass es sich bei dem Hund auf den Fotos weder um Genki noch Momo handelt.  😉


Die Begegnung lief zunächst ab, wie immer. Genki stockte und spannte sich an, Momo lief zögerlich und in ihrem ganzen Repertoire vor sich hin jammernd voraus. Es gab ein kurzes Beschnuppern zwischen ihr und dem Fremdbully und dann begann die kleine Hundedame freudig um uns herum zu flitzen. Kreuz und quer, links und rechts, Hakend schlagend wirbelte sie um uns herum und forderte zum Rennen auf. Tatsächlich hat Momo auch ein paar Ansätze gewagt ihr etwas hinterherzurennen. Nur ist das bei Momo leider nicht unbedingt ein Jagd-Spiel, sondern eher ein Vertreib-Spiel und ihre einzige Freude liegt daran, dass sie sich stolz einbildet den fremden Hund vertreiben zu können. Denn leider hat sich Momos Verhalten fremden Hunden gegenüber schon seit der ersten Welpenstunde nicht geändert. Fremde Hunde findet sie eigentlich ziemlich doof. Wenn es größere oder selbstbewußte Hunde sind, hat sie eher Angst. Sind die Hunde noch kleiner als sie, Welpen, oder eben Hunde, die vor ihr wegrennen, wird sie dagegen größenwahnsinnig. Das ist alles alleine nicht so problematisch. Klar hätte ich es lieber, sie würde fremden Hunden freudig begegnen, aber so ist es nun Mal nicht und solange sie ihnen nicht wie Genki an die Kehle springen und sie töten will, kann ich damit gut leben.

Jetzt flitze die kleine Bullydame, Ella war ihr Name, dabei immer wieder gefährlich nahe an Genki vorbei. Man konnte dabei aber regelrecht sehen, wie alle Anspannung von ihm abfiel und jedes Mal, wenn sie nahe an ihm vorbei kam, warf er sich in die Leine und versuchte ihr hinterherzurennen. Also haben wir etwas gemacht, dass bei uns nur alle Jubeljahre passiert: Wir haben Genki abgeleint. Ich weiss nicht einmal, wie lange es zurückliegt, dass wir das gemacht haben, es sind sicherlich Jahre! Klar haben wir Genki auch seit dem Mal immer wieder einen neuen Hund vorstellen müssen oder dürfen, aber da sind wir immer erst eine Weile zuvor gemeinsam an der Leine gelaufen um Genki eine Eingewönunsgzeit zu geben und selbst diese Gelegenheiten waren extrem selten:  Unser Besuch von Linda dieses Jahr und unsere Zusammenführung mit Pastora, die schon über zwei Jahre zurückliegt, sind gerade die einzigen Gelegenheiten, die mir hier einfallen (Und natürlich auch die Vorstellung von Momo oder Cathy, aber bei Welpen hat Genki noch nie Probleme gemacht). Ich kann mir den Luxus, Genki auf fremde Hunde loszulasse selten erlauben, weil man bei ihm nie so recht weiss, wie er reagieren wird und leider immer die Möglichkeit besteht, dass er sich mit voller Tödungsabsicht zähnefletschend auf den fremden Hund stürzt. Und so haben wir selten die Gelegenheit überhaupt herauszufinden, ob Genki den Hund etwa mögen könnte, da wir bei Begegnungen, bei denen ein Hund an uns herankommt oder an uns vorbeiläuft, in der Rege nie über die angespannte Phase hinauskommen, bei der Genki mit aufgestelltem Kamm, oft sogar vor Anspannung zitternd, dasteht. Manchmal wirft er sich auch gleich bellend und knurrend gegen die Leine. Dann weiss ich sofort, dass das keine große Liebe wird, aber diese Anzeichen sind leider nicht immer vorher da. Ich hatte auch schon Hundebegegnungen, bei dem fremde Hunde an (den natürlich angeleinten) Genki rankamen, er wie gewohnt stocksteif da stand und erst dann, als der Hund schon direkt vor seiner Nase stand, spontan beschloss zu explodieren. Genki ist bei fremden Hunden wie ein Russisch Roulette. Den Luxus neue Hundefreunde zu finden, haben wir daher leider nicht.

Und deshalb war für mich dieser so seltene Moment etwas ganz besonderes. Ich hätte fast vor Freude weinen können, als ich Genki mit der kleinen Ella freudig über die Felder habe flitzen sehen. So war Genki in den ersten 2 Lebensjahren immer und ich wünsche mir so oft, dass es wieder so sein könnte. Wenn er in seinem Verhalten mit anderen Hunden nicht so unvorhersehbar wäre, könnte er so viele Hundefreunde haben. So kann ich diese an einer Hand abzählen.


Einen kleinen Wermutstropfen gab es trotzdem: Während Genki mit Ella um die Wette gerannt ist, mussten wir Momo hoch nehmen, denn sie wird dabei zur Furie. Bei ihr spielt hier zum einen pure Eifersucht eine große Rolle, zum anderen natürlich die Tatsache, dass sie fremde Hunde einfach Mal doof findet und, wenn Genki dabei ist, sich Sachen traut, die sie alleine nie wagen würde. Ich kann dann nicht garantieren, dass sie den fremden Hund nicht tatsächlich angreifen würde, also hing sie keifend und sich wie ein Aal windend im Arm, während Genki seinen Spaß hatte. Irgendwann ging Genki leider dazu über Ella anrammeln zu wollen - Er ist kein penetranter Rammler und bei ihm hat das auch wenig mit Dominieren oder Paarungsverhalten zu tun, sondern ist einfach Teil des Spielverhaltens, das auftritt, wenn er ganz besonders aufgeregt ist. Trotzdem weiss ich natürlich, dass einige Hündinnenbesitzer da extrem empfindlich reagieren (Ein Mal, als Genki noch mit allen Hunden verträglich war und mit einer Hündin gespielt hat und dann irgendwann aufsteigen wollte, hat der Besitzer seine Hündin lieber an der Leine am Halsband in die Luft hochgezogen und halb stranguliert, als das zuzulassen. Ich fand das Verhalten damals schon übertrieben und, jetzt wo ich selbst Hündinnenbesiter bin, finde ich es immernoch übertrieben) und habe Genki zu mir gerufen und wir sind weiter gelaufen. Genki schaute noch ein wenig wehmütig Ella hinterher und hatte dabei Hundesabber auf dem Kopf und den Ohren. Ob es sein eigener, oder Ellas war, weiss ich nicht.

Freitag, 18. November 2016

Frust beim Dermatologen


Eigentlich wollte ich nach unserem letzten Besuch beim Hundedermatologen wieder ein Update über Momos aktuellen Gesundheitszustand schreiben. Da es hier aber nicht wirklich etwas neues zu berichten gibt, fällt das aus. Dafür staut sich bei mir so langsam mit jedem weiteren Besuch der Frust an und schreit mittlerweile nach einem Ventil, für das nun mein Blog herhalten muss.

Es war einmal...

Alles begann Ende letzten Jahres, als unser Tierarzt bezüglich Momos Juckreiz mit seinem Latein am Ende war und uns zwecks eines Hautallergietests zu einem Spezialisten weiterempfohlen hat - Eine Hundedermatologin, die sich schon seit über 20 Jahren mit diesem Spezialgebiet befasst und laut unserem Tierarzt eine der besten auf diesem Gebiet sein soll. Da es in ganz Deutschland leider nur etwas über ein Dutzend Hundedermatologen gibt und die Auswahl somit eher gering ist, ist das, so denke ich inzwischen, vermutlich nicht all zu schwer.

Bei unserer Dermatologin hat man die Möglichkeit Termine online zu vereinbaren und kann dabei auch explizit angeben, dass man einen Hautallergietest wünscht. Dazu gibt es einen mehrseitigen Annahmebogen, in dem man den bisherigen Krankheitsverlauf des Hundes schildern soll. Wir machten uns also Anfang des Jahres mit unserem detailliert ausgefüllten Bogen und frühzeitig auf den Weg zu unserem ersten Termin. Wir waren gerade erst losgefahren, als ich einen Anruf auf mein Mobiltelefon bekam - "Frau Baumbach, ja, wo bleiben Sie denn!?" - wurde ich - ich kann es garnicht anders ausdrücken - ziemlich unfreundlich angeschnauzt. "Uhm, Entschuldigung, aber mein Termin ist erst in einer Stunde", habe ich ziemlich baff zurückgestammelt. Kurzes Schweigen, dann eine Entschuldigung. Ja, da wäre wohl ein Fehler im System, ich hätte natürlich recht und bis bald. Als wir schließlich pünktlich ankamen, mussten wir dennoch gut eine halbe Stunde warten, bis wir ins Behandlungszimmer gerufen wurden. Dort schilderten wir Momos Beschwerden, sowie was wir bereits alles versucht hatten - Der mitgebrachte Annahmebogen wurde dabei völlig ignoriert. Anschließend wurde Momo untersucht - Alle Untersuchungen nach möglichen Pilzen, Infektionen, Milben, Flöhen oder anderen äußerlichen Ursachen, die alle schon mehrfach bei unserem Tierarzt gemacht wurden, wurden erneut gemacht. Momo und Genki bekamen ein paar Leckerchen zu Essen und wir wurden wieder ins Wartezimmer geschickt, während Momos Hautgeschabsel im Labor untersucht wurden. 

Die Wunderwaffe Apoquel

Als wir wieder ins Behandlungszimmer gerufen wurden, wurde zunächst bestätigt, was ich bereits wusste, nämlich dass Momo eine sogenannte Atopische Dermatitis hat - eine nicht näher spezifizierte allergiebedingte Hauterkrankung. Und während ich denke "So schlau waren wir vorher schon, machen wir jetzt endlich den Allergietest?", greift unsere Dermatologin in ihre Schublade und sagt "Es gibt da dieses neue Medikament auf dem Markt...". Ich wusste schon, was jetzt kam, denn, wer sich schon lange mit dem Thema Juckreiz beim Hund auseinandergesetzt hat, stößt natürlich früher oder später auf die "Wunderwaffe" Apoquel. Zur kurzen Verständniserklärung: Bei Apoquel handelt es sich um ein Medikament mit dem Wirkstoff Oclacitinib. Oclacitinib ist ein Immunmodulator, der die Funktion einer Vielzahl von Zytokinen hemmen und so den Juckreiz unterbindet. Ich hatte mich schon vor dem Besuch sehr lange und ausgiebig mit dem Thema beschäftigt und den Apoquel Beipackzettel rauf und runter gelesen. Abgesehen davon, dass das Medikament die Erkrankung des Hundes nicht heilen kann, sondern nur während der Anwendung das Auftreten der Sympotome unterbindet, lässt der ganz unauffällig unter "Sonstiges" aufgeführte Satz "Jedoch kann Oclacitinib auch Auswirkungen auf andere (z.B. die bei der Immunabwehr oder der Hämatopoese beteiligten) Zytokine haben und dadurch unerwünschte Wirkungen auslösen." im Beipackzettel bei mir alle Alarmglocken schlagen. Das liest sich für mich in etwa wie "Hey, ich bin dafür da den Juckreiz deines Hundes zu unterbinden, indem ich in seinem Immunsystem rumpfusche. Wenn ich schon Mal da bin, mach ich eventuell auch anderen Blödsinn mit dem Immunsystem." Im Beipackzettel werden ansonsten nur harmlos erscheinende Nebenwirkungen wie Durchfall erwähnt, dabei ist die ganze Funktionsweise des Medikaments eine einzige Nebenwirkung. Es ist laut der European Medicines Agency zum Beispiel bekannt, dass Apoquel die Infektanfälligkeit, sowie neoplastische Zustände des Hundes bekräftigen kann. Jetzt sehe ich die Notwendigkeit einer Apoquelgabe in vielen Fällen durchaus ein.Wenn alle anderen Maßnahmen erfolglos geblieben sind und der Hund aufgrund seines ständigen Juckreizes stark an Lebensqualität einbüßt, kann das die letzte Rettung sein. Ich selbst halte mir auch noch die Option offen, irgendwann Apoquel anzuwenden, wenn sonst nichts hilft und Momos Zustand anders nicht verantwortbar ist. Dass uns dieses Medikament als erste und einzige Maßnahme angeboten wurde, hat mich aber doch etwas verärgert, zumal ich solche Medikamente, ebenso wie die Hautuntersuchungen, von jedem Tierarzt bekommen kann. Dafür hätte ich nicht den Weg auf mich nehmen müssen um eine "Spezialistin" aufzusuchen. Nun habe ich mir nach mehreren eher negativen Erfahrungen inzwischen langsam den Mut angeeignet, einem Arzt auch zu widersprechen und zu sagen "Das möchte ich nicht" und da ich mich mit dem Thema auch auseinandergesetzt habe, auch erklären können, warum ich Momo das Medikament nicht geben möchte. Meine Bedenken wurden mit einem "Wenn es einen Beipackzettel zu Schokolade gäbe, da stände da auch drin, dass man davon Diabetis bekommt" abgetan und als ich erklärte, dass wir eigentlich doch hier her gekommen seien um einen Hautallergietest zu machen und die Ursache zu bekämpfen, statt nur Syptome zu lindern und dass ich das auch so bei meiner Terminvereinbarung angegeben habe, wurde ich verdutzt angeschaut. Nein, ein Allergietest sei jetzt nicht mehr möglich, denn Momo müsste dafür wegen der Anästhesie nüchtern sein und hat doch gerade erst Leckerchen (von ihr!) bekommen. Also haben wir erneut einen Termin vereinbart und sind zähneknirschend ohne Ergebnis nach Hause gefahren. Fairerweise muss ich anmerken, dass uns - da wir ja bei der Terminvereinbarung ausdrücklich den Hautallergietest als Besuchsgrund angegeben haben - als Entschädigung nur Momos Allgemeinuntersuchungen in Rechnung gestellt und die Laboruntersuchungen von der Rechnung gestrichen wurden. Immerhin etwas, dennoch war für uns dieser erste Besuch eine reine Zeit- und Geldverschwendung.

 

Versuch Nr. 2

Wir haben noch für die selbe Woche einen Termin bekommen und beim zweiten Anlauf hat auch alles reibungslos funktioniert. Momo hat ihren Hautallergietest bekommen, die Ergebnisse und das weitere Vorgehen bezüglich der Hyposensibilisierungstherapie wurden ausführlich mit uns besprochen, so dass ich das Chaos und die schlechte Organisation des ersten Termins für eine einmalige Angelegenheit abgetan habe. Deshalb hatte ich auch bisher nicht in diesem Umfang darüber berichtet. Schließlich macht jeder Mal Fehler. Das ist zwar ärgerlich, aber eben auch menschlich und man hatte ja den Fehler auch eingesehen und war uns entgegen gekommen. Wir bekamen zusätzlich zu einigen Merkblättern einen genauen Plan für Momos Hyposensibibilisierung (und eine 605€-Rechnung, falls es jemanden interessiert, was der ganze Spaß nur bis dahin gekostet hat), auf dem nicht nur die Zeitabstände zwischen den einzelnen Injektionen angegeben waren, sondern auch wann wir wieder einen Termin bei der Dermatologin vereinbaren sollen.

Warum sind wir eigentlich hier?

Über unseren ersten Termin "nach Plan" hatte ich grob hier berichtet. Zur Erinnerung: Laut dem Infomaterial, das wir erhalten haben, zeigen die meisten Tiere nach 3-4 Monaten der Therapie einen Erfolg. Bei einigen kann es 9 Monate oder länger dauern. Der erste Termin wurde nach Anweisung genau vor Ablauf der ersten 3 Monate vereinbart, also zu einem Zeitpunkt, zu dem selbst im besten Fall nicht mit einer Verbesserung von Momos Zustand zu rechnen war. Schon damals habe ich mich daher gefragt, warum wir eigentlich überhaupt schon so früh wieder dort hin sollten. Scheinbar war ich nicht die einzige, die sich das gefragt hat, denn auch unsere Dermatologin gab mir nicht das Gefühl so recht zu wissen, warum wir wieder vor ihr sitzen. Das ganze lief in etwa so ab:
"Was kann ich für Sie tun?"
- "Wir machen mit unserem Hund seit fast 3 Monaten die Hyposensibilisierung".
Schweigen
- "Auf dem Infoblatt von Ihnen stand, wir sollen einen Termin vereinbaren."
Schweigen
- "Deshalb sind wir hier."
Schweigen
"Bis jetzt hat sich leider noch nichts gebessert."
Jetzt wäre eigentlich ein guter Zeitpunkt gewesen uns zu sagen, weshalb wir diesen Termin machen sollten, statt dessen bekam ich ein verwundertes "Ja, sie machen das doch erst seit 3 Monaten! Da können Sie doch noch keine Ergebnisse erwarten!" Nein, habe ich auch nicht. Ich sitze ein wenig perplex da und weiss nicht so recht, was ich sagen soll. Und weil sie scheinbar auch nicht weiss, was sie sonst machen soll, werden Momo einfach zum inzwischen 4. Mal Hauptgeschabsel entnommen und untersucht. Natürlich ergebnislos. Keine Überraschung meinerseits. Für den besonderen Wow-Effekt greift sie wieder in ihre Schublade und sagt "Es gibt da dieses neue Medikament auf dem Markt...".Moment, das ganze hatten wir schon mal. Nein, wir wollen immer noch kein Apoquel. Danke der Nachfrage. Hauptsächlich um nicht völlig umsonst da gewesen zu sein, lasse ich mich für ein Cortison-Spray erweichen. Da Cortison in meiner Gunst auch nicht viel besser steht als Apoquel, landet es erst Mal für den absoluten Notfall in der hintersten Ecke des Schrankes. Wir verabschieden uns mit den Hinweis, dass der nächste Termin erst in einem halben Jahr angesetzt ist und dass, wenn sich bis dahin keine Besserung zeigt, wir Mal darüber nachdenken sollten, ob es nicht sinvoll wäre die Injektionsintervalle zu verkürzen. Eine 100€ Rechnung bekommen wir auch noch mit auf den Weg.


Ein halbes Jahr später

Ein halbes Jahr später ist es so weit. Es steht wieder ein Termin bei unserer Dermatologin an. Was hat sich in der Zwischenzeit getan? Mit Momos zustand nicht viel. An manchen Tagen scheint es besser zu sein, an manchen Tagen schlimmer. Zwischenzeitlich war es wieder so schlimm, dass sie keine zwei Meter laufen konnte ohne stehen zu bleiben um sich zu kratzen. Da das kein ertragbarer Zustand mehr war, haben wir zum Cortisonspray gegriffen und es laut Beipackzettel 5 Tage angewendet - Danach war es über einen Zeitraum von sicher 2 oder 3 Wochen deutlich besser. Zum ersten mal hatte Momo sogar kein einzige wundgekratzte Stelle mehr. Leider hielt das ganze nicht länger an und zum Zeitpunkt unseres Termins war ihr Zustand wieder exakt wie auch schon vor Beginn der Hyposensibilisierungstherapie. Bei der Anfahrt standen wir im Stau und bevor wieder ein böser Anruf kommt, habe ich sicherheitshalber angerufen und Bescheid gesagt, dass wir wohl etwa 15 Minuten später ankommen.

Déjà vu & Wer braucht schon Beipackzettel?

In der Praxis angekommen fand unser Gespräch von unserem vorherigen Besuch in exakt der selben Form wieder statt. Ja, sogar wieder mit "Sie machen das doch erst seit 3 Monaten! Da können Sie doch noch keine Ergebnisse erwarten!" Nein, wir machen das ganze nun doch etwas länger als 3 Monate. Aber offenbar kann man, selbst wenn man 15 Minuten länger Zeit dafür hat, nicht Mal kurz auf den Bildschirm vor der Nase (denn in dieser Praxis sitzt man an einem Tisch, gegenüber der Dermatologin, die einen Computer vor sich hat) schauen und sich im Vorfeld über seine Patienten informieren. Wieder frage ich mich "Warum sind wir eigentlich hier?" Wieder werden Momo Hautgeschabsel entnommen, wieder sind alle Untersuchungsergbnisse, wie zu erwarten war, negativ. Und nein, Momo hat auch keine Flöhe, aber nett das Sie nachschauen. Wir berichten ihr, dass wir nach der Anwendung des Cortisonsprays für einen längeren Zeitraum eine Verbesserung hatten und uns wird erklärt, dass das vermutlich daran liegt, dass Momo durch ihr ständiges Kratzen und durch die dadurch entstehenden Wunden alleine schon - unabhängig von ihren Allergien - Juckreiz hat. Ein blöder Kreislauf. So etwas in der Art hatte ich mir schon gedacht. Uns wird empfohlen das Cortisonspray weiter anzuwenden und nein, wir müssen uns auch nicht an die Angaben im Beipackzettel halten und können das ruhig länger anwenden. Das sei völlig harmlos und der Hersteller schreibt diese Angaben "einfach so" rein um "sicher zu gehen". Von Beipackzetteln scheint die gute Frau generell nicht viel zu halten. Die gibt es scheinbar nur aus Spaß an der Freude. Und bevor jemand entsetzt aufschreit: Keine Sorge, ich nehme Angaben in Beipackzetteln durchaus ernst und halte Cortisonspray ganz sicher nicht für harmlos. Für uns bleibt es eine absolute Ausnahmesituation-Notlösung.
Nebenbei werden wir noch gefragt, ob wir noch genug Apoquel zuhause hätten. Nein, haben wir nicht, wollen wir auch nicht. Als Alternative bekommen wir Histacalmine, ein Medikament, von dem ich nicht weiss, was ich davon halten soll, weil es nur in Frankreich erhältlich ist und deutsche Informationen darüber spärlich sind.
Wieder hatte ich nicht das Gefühl, dass unser Besuch einen wirklichen Sinn hatte. Weiter geholfen hat er uns auf jeden Fall wieder nicht. Auf meine Frage, wie es denn mit der Hyposensibilisierung weiter gehen soll (wir erinnern uns: beim letzten Besuch wurde eine Änderung der Injektionsintervalle angesprochen, falls eine Wirkung weiterhin ausbleiben sollte), wurde uns gesagt, wir sollten das noch "mindestens 2 Jahre" weitermachen. Also heißt es jetzt 2 Jahre weiter auf Besserung hoffen. Immerhin ist der Plan mit Momos Injektionsintervallen und Terminvereinbarungen inzwischen abgelaufen, denn weiter als 10 Monate reichte er nicht. Das heißt für uns nun vorerst Mal, dass wir keine weiteren sinnfreien Termine vereinbaren müssen.

Der Fehler im System

Aber das war es noch nicht so ganz mit den Ärgernissen, denn wir standen, bzw. stehen aktuell, noch vor einem anderen Problem: Wir haben keine Hyposensibilisierungslösung mehr und bräuchten sie schon nächste Woche wieder. So etwas kommt natürlich nicht von heute auf morgen, denn die Lösung wird millilitergenau abgemessen und  verabreicht. Ich wusste also schon zum Zeitpunkt unseres letzten Arztbesuches, dass unsere Lösung nur noch für eine weitere Anwendung reichen würde und habe das auch angemerkt. Aber nein, man kann nicht einfach sagen "Hallo, wir brauchen neue Lösung, bitte bestellen Sie welche für uns". Das wäre ja viel zu einfach. Nein, dort in der Praxis hat man ein ausgeklügeltes Computersystem. Ein System, das scheinbar ähnlich gut funktioniert wie das System zur Terminvergabe oder das System zur Anmeldung für den Hautallergietest. Dieses System weiss, dass sich unsere Lösung zu Ende neigt und gibt in der Praxis bescheid. Daraufhin wird uns - auf dem Postweg - eine Benachrichtigung zugeschickt, die uns mitteilt, was wir bereits wissen. Erst wenn wir diese Benachrichtigung erhalten, können wir uns bei der Praxis melden und unsere Zustimmung zur Bestellung neuer Hyposensibilisierungslösung geben. Diese wird dann aber nicht etwa gleich bestellt, sondern erst wird eine Rechnung an uns geschickt. Ist diese Rechnung beglichen, wird die Lösung bestellt. Ist diese fertig, wird sie an die Praxis geschickt, wo sie mit Spritzen umverpackt wird und erst dann weiter an uns geschickt wird. In unserem Benachrichtigungsschreiben wird extra darauf hingewiesen, dass wir uns möglichst zeitnah melden sollen, da die Herstellung der Lösung 3-4 Wochen dauert. Nur gut, dass das schlaue System sich erst genau 4 Wochen meldet, bevor die neue Lösung gebraucht wird. Wenn das auch noch an einem Freitag geschieht und man, wie in unserem Fall, über das Wochenende auf einer Hochzeit war und somit keine Post empfangen konnte und  auch noch ein Feiertag dem Wochenende folgt und somit alleine zwischen Benachrichtigung, Antwort auf die Benachrichtigung, Zusendung der Rechnung und tatsächlicher Überweisung des Geldes 5 weitere Tage vergehen, haut das mit den 4 Wochen schon Mal nicht hin. Wäre es so schwer gewesen die Lösung einfach 2 Wochen davor zu bestellen, als wir vor Ort darum gebeten haben?


Ich bin einfach nur noch frustriert. Ich fühle mich dort nicht wirklich gut aufgehoben. Ich wenn man versucht oberflächlich Symptome zu unterdrücken, statt Ursachen zu suchen und zu bekämpfen. Ich mag es nicht, wenn mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten herunterspielt und Sorgen nicht ernst genommen werden. Ich mag es nicht, das Gefühl zu haben, dass man bei einem Besuch schon keine Ahnung mehr haben, was beim letzten Besuch untersucht oder gesagt wurde, vor allem in Zeiten der modernen Technik, in der man einen Computer mit Patientendaten vor der Nase hat. Ich bin frustriert über sinnlose Terminvergaben und undurchdachte Computersysteme. Ich bin frustriert, weil wir nicht wirklich Alternativen haben. Wenigstens bleiben uns erst Mal weitere Besuche erspart. Hoffen wir, dass unsere Hyposensibilisierungslösung in der nächsten Woche noch rechtzeitig ankommt und das das ganze doch letztendlich alles nicht vollkommen umsonst gewesen war.

Mittwoch, 16. November 2016

Rezept: Bananen-Joghurt Kekse für Hunde


Eigentlich habe ich gerade mehr als genug Hundekekse, denn am Wochenende war ich Mal wieder auf der TIERisch gut Hundemesse in Karlsruhe und habe mich großzügig eingedeckt. Aber meistens backe ich nicht, weil hier so ein großer Keksbedarf besteht, sondern weil es mir einfach Spaß macht. Dieses Mal habe ich mich an Bananen-Joghurt Keksen für Genki und Momo versucht.

Rezept: Bananen-Joghurt Kekse für Hunde

Die Zubereitung ist dieses Mal sehr einfach: Erst wird die Banane mit einer Gabel fein zermatscht und dann nach und nach mit allen feuchten Zutaten, also Ei, Joghurt und Kokosöl vermischt. Dann kommt nur noch das Mehl hinzu und alles kann zu einem glatten Teig verarbeitet werden. Ich hatte eine wirklich sehr große Banane, die ohne Schale knapp 100g wog, es kann also sein, dass bei einer kleineren Banane etwas weniger Mehl notwendig ist. Passt auf, wenn ihr ein anderes Mehl verwenden wollt - Buchweizenmehl ist glutenfrei und bindet Flüssigkeit etwas anders als glutenhaltige Mehlsorten. Es kann also sein, dass auch dann die Mehlmenge angepasst werden muss. Am besten schüttet ihr nach und nach etwas Mehl in eure Mischung und knetet zwischen drin durch, bis ihr die gewünschte Konsistenz habt.

Rezept: Bananen-Joghurt Kekse Hundekekse selbst backen

Wenn ihr einen gut verarbeitbaren Teig habt, müsst ihr ihn nur noch ausrollen und eure Kekse mit Förmchen ausstechen. Ich habe dieses Mal sehr kleine Kekse gebacken, da wir gerade versuchen ein paar Tricks zu lernen und unser Keksverbrauch überdurchschnittlich hoch ist. Somit war die Backzeit mit 20 Minuten bei etwa 170°C recht kurz und verlängert sich natürlich bei größeren Keksen entsprechend. 
Rezept: Bananen-Joghurt Kekse Hundekekse selbst backen
Rezept: Bananen-Joghurt Kekse Hundekekse selbst backen

Montag, 14. November 2016

Her Ratte entdeckt den Wald


Nun ist es schon eine ganze Weile Herbst und bald sogar Winter, aber davon hat man auf unserem Blog bisher noch nicht all zu viel mitbekommen. Vom "goldenen Herbst" war hier vor Ort leider auch nicht viel zu sehen. Die meisten Tage waren einfach nur ungemütlich grau und viel zu oft regnerisch. Bei uns gab es mehr Pfützen und Matsch als bunte Blätter und ohne Sonne sah alles Herbstlaub im ohnehin schon viel zu düsteren Odenwald eher deprimierend als farbenfroh aus. So kenne ich den Herbst meistens nur, weshalb ich auch kein Freund dieser Jahreszeit bin. Nur an einem einzigen Tag ist es mir gelungen die schöne Seite des Herbstes in Bildern einzufangen und diese möchte ich euch heute gerne zeigen.

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An diesem seltenen sonnigen Tag waren wir nicht die einzigen, die es in den Odenwald gezogen hat. Ganze Völkerwanderungen waren an diesem Tag scheinbar im Wald unterwegs. Fast permanent hatten wir im Abstand von 20-30 Metern Menschengruppen vor und/oder hinter uns, meistens auch noch begleitet von Hunden. Wir haben auf diesem Spaziergang wirklich die schönen, breiten Wanderwege ausgelassen und sind enge und steile Pfade, die zum Teil kaum noch als solche zu erkennen waren, ausgesucht, aber eine Hund-Mensch-Gruppe folgte und besonders hartnäckig, egal wo wir entlang liefen. Zwischenzeitlich kam bei mir sogar die Sorge auf, dass sie womöglich auf ein Playdate unserer Hunde hofften und uns deshalb so unermüdlich folgten. Erst durch ein fast fluchtartiges Manöver mitten durch das Unterholz konnten wir sie letztendlich abhängen.

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Und dann hatten wir zwischenzeitlich doch tatsächlich ein kleines Stückchen Odenwald für uns alleine gefunden. Hier haben wir Herr Ratte ausgepackt um ihm Mal den Odenwald zu zeigen und Mal wieder etwas Abwechslung in unser Spielzeugrepertoire zu bringen. Genki zeigte sich von Herr Rattes Anwesenheit unbeeindruckt, aber Momo apportierte ihn mit ihrer üblichen Begeisterung.


Nach einer Spielrunde machten wir uns wieder auf den Rückweg zum Genkimobil. Die steilen Trampelpfade wieder hoch zu laufen erwies sich als anstrengender als sie runter zu laufen. Momo trug Herr Ratte den ganzen weg unermüdlich vor sich hin. Auch auf den Rückweg kamen uns wieder die Menschen- und Hundescharren entgegen und eine Hundebesitzerin fragte uns leicht besorgt "Die ist aber nicht echt, oder?".

Freitag, 11. November 2016

Herr und Fräulein Schmutzig


Da sitzen sie und schauen mich aus großen Augen an, als wüssten sie genau, dass ihnen nun Zuhause die Badewanne blüht: Herr und Fräulein Schmutzig, Herr Dreck und Fräulein Dreckiger, auch bekannt als Genki und Momo. Wir haben mit ihren Fellfarben Glück - Praktischerweise sind sie schlammfarben, so dass man Dreck im Fell oft garnicht so recht sieht. Anders sieht es da schon auf ihren Schnauzen aus. Die sind oft ein guter Indikator dafür, wie viel Schmutz sich in ihrem Fell wohl gerade tarnt. Wenn es draußen trocken ist, fällt der Dreck bis wir von unserem Spaziergang wieder Zuhause sind von alleine wieder ab. Meistens sind die beiden sozusagen selbstreinigend. Gebadet wird hier oft nur alle 2-3 Monate. Aber manchmal, so wie an diesem Tag, führt kein Weg daran vorbei.

Mittwoch, 9. November 2016

Weinberge, so weit das Auge reicht


Wenn wir vor der Wahl unseres täglichen Spazierortes in unserer Umgebung stehen, haben wir meistens zwei Optionen: Nach Süden auf die Felder, oder nach Osten in den Odenwald. Dabei gibt es aber bei uns noch eine dritte, stark vernachlässigte, Option: Nach Norden in die Weinberge. Am Rand des Odenwaldes erstrecken sie sich von Dossnheim bis nach Schriesheim. Weinberge, so weit das Auge reicht.


Das ist vermutlich eine der schönsten, aber dafür auch eindeutig die am meisten von Spaziergängern und anderen Hundebesitzern frequentierte Option. Noch nie waren wir dort spazieren, ohne andere Hunde zu treffen, was auch der Grund ist, weshalb es uns sehr selten an diesen schönen Ort verschlägt. Eines sonnigen Wochenendes, als der frühe Herbst sich ausnahmsweise von seiner schönen Seite zeigte, war uns aber wieder nach etwas Abwechslung. Momo genießt dort Freilauf, während Genki leider meistens an der Schleppleine bleiben muss. Natürlich darf die Kamera bei diesem Ambiente nicht fehlen. Zu Beginn zeigt sich Momo wenig motiviert und schneidet lieber Grimassen. Genki kann nicht einmal dazu bequemt werden für ein Bild still zu sitzen. Viel zu spannend ist die ungewohnte Umgebung.


Aber nach anfänglichen Startschwierigkeiten klappt es, wenn schon nicht mit dem "Sitz", wenigstens mit einem gemeinsamen Foto.


Auf still Sitzen haben die beiden an diesem Tag wirklich so gar keine Lust. Da wird lieber an einer strategisch gut überschaubaren Stelle, an der Genki auch Mal von der Leine darf, getobt, sich gejagt und mit dem kleinen Ball, der sich in meine Tasche gemogelt hat, gespielt.


Momo ist bei der Wahl des Spielzeuges anspruchslos, aber für Genki muss es schon eine gewisse Abwechslung geben. Nehmen wir zu oft hintereinander das selbe Spielzeug mit, fängt er es an es zu ignorieren. Ist dafür Mal was anderes dabei, ist auch Genki wieder hochmotiviert.


Nach einer kleinen Spieleinlage geht es weiter mit unserem Spaziergang.


Schön ist es in unseren Weinbergen, aber das idyllische Bild der Fotos trügt. Oft mussten wir stehen bleiben und Spaziergänger vorbeiziehen lassen um nicht überall fremde Personen auf unseren Fotos zu haben. Unsere Weinberge werden wir wohl auch in Zukunft lieber nur in homöopathischen Dosen genießen.