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Mittwoch, 16. August 2017

Monatspfoto August: Auf die Plätze, fertig, los!


Es geht in eine weitere Runde des Monatspfotos von miDoggy und das Thema für den August lautet "Auf die Plätze, fertig los!" und eigentlich ist das genau unser Thema. Tatsächlich hatten wir sogar vor über 2 Jahren einen Blogeintrag mit genau diesem Titel auf unserem Blog, denn wer uns schon eine Weile folgt, weiss vielleicht noch dass wir früher mit Genki regelmäßig an Hunderennen teilgenommen haben und darin auch garnicht so schlecht waren. Vor über einem Jahr haben wir dann Genkis Rennkarriere ruhen lassen, nachdem er auf einem Rennen einen wirklich schlechten Tag hatte und sich nur über alle anderen Hunde aufgeregt hat. Schließlich soll so eine Veranstaltung ja vor allem den Hunden Freude bereiten, sonst macht es für mich wenig Sinn. Seit dem wird hier nur noch hobbymäßig und im Alleingang gerannt. Und obwohl wir so einige Bilder von Genki auf der Rennbahn haben, die zum Monatspfotothema passen würden wie die Faust auf's Auge, mag ich es nicht alte und hier schon gezeigte Bilder für diese Aktion hervorzuholen. Deshalb gibt es etwas ganz anderes, dass dennoch gut passt. 

Dass ich auf unseren Spaziergängen gerne und viele Fotos mache, ist regelmäßigen Lesern sicherlich nicht entgangen. Dabei lasse ich Genki und Momo meistens einfach machen, wonach ihnen eben ist und versuche sie dabei zu fotografieren. Aber manchmal komme ich von einem Spaziergang zurück und stelle fest, dass ich vor allem lauter verwackelte Hundepopos erwischt habe. Da meine Fotoausrüstung nicht wenig wiegt und damit ich sie nicht umsonst mitgeschleppt habe, habe ich mir angewöhnt Genki und Momo bei solchen Gelegenheiten einmal gemeinsam Sitz machen zu lassen und sie so zu fotografieren.

Aber wer jetzt denkt, dass Genki und Momo gerne oder bereitwillig für ein Foto still sitzen, der täuscht sich leider. Die beiden haben immer Hummeln im Popo und das Stillsitzen auf einem Spaziergang fällt ihnen unheimlich schwer. Und so sitzen die beiden da und machen nichts anderes als ganz sehnlich darauf zu warten, dass ich das Kommanto "Sitz" wieder auflöse. Das funktioniert bei uns mit dem Kommando "Los!" (Wobei Genki und Momo hier nicht wählerisch sind und meistens ein "OK", "fertig" oder "super" den selben Zweck erfüllt). Und sobald das Kommando fällt, preschen die beiden los, als gäbe es wieder in Hunderennen zu gewinnen. Ich versuche gerne genau diesen Moment beim Fotografieren noch einzufangen, aber oft gelingt es mir nicht, weil die beiden wirklich schnell sind. Aber ab und zu, da klappt es doch und deshalb ist so ein Moment unser Monatspfoto zum Thema "Auf die Plätze, fertig, los!" geworden:

Montag, 14. August 2017

Die Sommerstrecke im Mühlbachtal


Heute zeigen wir euch ein bisschen, was wir den Großteil dieses Sommers so gemacht haben. Ich weiss, dass es vor allen in der nördlicheren Hälfte Deutschlands wohl nicht immer so sommerlich war und viel geregnet hat, aber hier in Baden-Württemberg konnten wir uns über mangelnden Sommer eigentlich nicht beklagen. Es gab natürlich auch einige graue Regentage, aber den Großteil des Sommers hatten wir Temperetauren um 30°C und dazu Sonnenschein. Zum Nachteil wird uns hier, dass sich zwischen Neckar und Odenwald die Hitze staut und es bei uns in der Gegend leider oft sehr unangenehm schwül wird. So sehr ich den Sommer liebe, für Genki und Momo ist das leider nicht das ideale Wetter, da ihnen die Hitze schnell zusetzt und wir nicht viel laufen können. Im letzten Jahr hat es uns fast täglich an den Neckar verschlagen, aber dazu mussten wir oft weiter fahren und diese Ausflüge waren auch nicht mit dem Laufen größerer Strecken verbunden, sondern eher mit einem längeren Aufenthalt am Wasser. Dieses Jahr haben wir eine alte, ehemals eher unliebsame, Strecke für uns wieder entdeckt, die wir hier fast täglich zurücklegen. Über einen Waldspaziergang am odenwäldischen Mühlbach haben wir euch auf unserem Blog vor über zwei Jahren schon einmal hier mitgenommen.


Das war einer von insgesamt zwei Spaziergängen, die wir bis zu diesem Jahr dort zurück gelegt hatten und keiner ist mir als ausnahmslos positiv in Erinnerung geblieben. Die Strecke ist eigentlich eine hervorragende Sommerstrecke, denn zum einen ist es im Odenwald immer etwas kühler, nicht nur weil es dort schattig ist, sondern weil der Odenwald ja auch etwas höher liegt. Zum anderen verläuft entlang des Weges der Mühlbach. Dieser ist recht klein und auch nur an einigen wenigen Stellen zugänglich, aber das reicht für uns schon, denn wenn Genki und Momo sich auch nur kurz abkühlen können, haben sie wieder Energie getankt um eine weitere Strecke ohne Schwierigkeiten laufen zu können und wenn die Energie sich zu Ende neigt, erreichen wir auch bald die nächste Wasserstelle zum Aufladen. So sind auch im Hochsommer bei 30°C zur Nachmittagszeit Spaziergänge von einer Stunde oder länger möglich.


Warum wir diese Strecke bisher gemieden haben, liegt daran, dass sie für den Odenwald unglaublich frequentiert ist - Es fährt für Besucher sogar ein Buss bis an den großen Waldparkplatz. Am Beginn der Strecke befindet sich ein großer Wasserspielplatz für Kinder, aber viele Familien verbinden den Besuch dort auch gerne mit einem Waldspaziergang. Eigentlich stören uns ja Kinder in keiner Weise. Genki und Momo haben mit Kindern, auch wenn sie laut sind, toben und rennen, keine Probleme und nicht viel Interesse an ihnen. Andersherum haben auch Kinder und ihre Eltern selten Probleme mit unseren Hunden. Bei unserem Bully-Gruppenspaziergang dort haben wir es aber leider auch Mal anders erlebt. Als unsere Hunde an eine der wenigen zugänglichen Stellen am Bach wollten, wurden wir von einer Mutter, deren Kinder am Bach spielten, beschimpft. Wir wurden auch nicht etwa freundlich darum gebeten ihr das Alleinrecht am Bach zu überlassen, sondern wirklich beschimpft, als wäre es ein Unding, dass wir es wagen unsere Hunde im Hochsommer bei 30° zur Abkühlung an einen Bach im Wald zu lassen. Dafür hatte ich nicht so viel Verständnis, denn immerhin hätte sie ja, wenn Hunde in der Nähe sie stören, mit ihren Kindern nur einige hundert Meter weiter einen riesigen kostenlosen Wasserspielplatz gehabt, auf dem Hundeverbot herrscht (ganz abgesehen von den zahlreichen Schwimmbädern und Badeseen). Wir haben es hier in der Gegend dagegen sehr schwer mit unseren Hunden am Sommer Wasserstellen zu finden, an die sie dürfen. Allerdings habe ich auch wenig Geduld für solche unfreundlichen Menschen und keine Lust auf Diskussionen mit jemanden, der statt mit einer Bitte gleich mit einer Beschimpfung loslegt, so dass wir damals auch frustriert weitergezogen sind. Bei unserem zweiten Besuch waren wir ebenfalls mit Hundefreunden unterwegs, damals mit Sophie und Pastora. Uns begegneten auf diesen Spaziergang jedoch so viele freilaufende Hunde, die uns Probleme bereiteten und bei denen die Besitzer auch nicht eingriffen, als sie sahen, in welche Panik Sophie geriet, dass wir den Spaziergang damals sogar nach vielleicht 10 Minuten mit 4 völlig aufgelösten Hunden (Sophie hatte in ihrer Panik um sich geschnappt und Pastora in den Allerwertesten gebissen, was eine Massenhysterie unter allen auslöste) abgebrochen hatten. Von da an war das Thema Mühlbach eigentlich für uns erledigt.


Dieses Jahr haben wir die Strecke nun für uns wieder entdeckt, denn ich will behaupten, dass sich bei uns einiges geändert hat. Gegen eigensinnige Mütter haben wir immernoch kein Patent, aber zum Glück seit dem auch keine mehr getroffen, die den Bach für sich alleine beanspruchen wollten. Mit Hundebegegnungen und vor allem mit freilaufenden Hunden, kommen wir inzwischen viel besser zurecht. Zum einen sind Ausraster bei Blickkontakt bei Genki inzwischen zur seltenen Ausnahme geworden, zum anderen sind auch Begegngungen mit freilaufenden Hunden viel entspannter, seit ich Genki in brenzligen Situationen einfach hochnehme. Egal wie sehr diese Methode noch immer bei einigen verpönt ist, für uns erweist sie sich immer wieder als Segen. Natürlich gibt es manchmal seltsame Blicke oder auch Mal einen dummen Spruch, aber das kann ich inzwischen gekonnt ignorieren. Das Hochnehmen ist aber in den seltensten Fällen überhaupt nötig. Meistens schaffe ich es schon mich einfach schnell mit Genki an dem Hunden vorbeizumogeln, während er damit beschäftigt ist Momo zu beschnuppern und bis er fertig ist, sind wir schon längst weg.


Nachdem wir diese Strecke fast täglich zur etwa selben Zeit zurücklegen, kennen wir auch inzwischen schon viele der Hunde, denen wir dort immer wieder begegnen und wissen schon bei Sichtung, wie wir diese Situation am besten regeln. Auch einige der anderen Hundehalter kennen uns schon und manche nehmen inzwischen extra Rücksicht auf uns, indem sie zum Beispiel ihre Hunde zu sich rufen, so dass wir ohne Probleme vorbei laufen können. Natürlich muss Genki die gesamte Strecke über an der Leine bleiben, denn sie ist zu unübersichtlich und hundefrequentiert. Ein kleiner Wermutstropfen, aber es lässt sich nicht ändern. 


Jetzt, wo der Sommer sich bald dem Ende neigt, bin ich ganz froh, dass es wieder etwas kühler werden wird und wir wieder auf andere Strecken ausweichen können, denn auch wenn die Strecke für den Odenwald zumindest zum Teil sogar grün und somit recht schön ist und die strategisch gut platzierten Bademöglichkeiten ein Segen für uns sind, fange ich mich schnell an zu langweilen, wenn wir über Wochen nur den selben Weg laufen. Bald können wir dieser Strecke ganz den Rücken zukehren und erst im nächsten Sommer wieder neu für uns entdecken.

Freitag, 11. August 2017

Nie genug vom Leuchtturm, oder: Der Schwimmtest


Wir sind euch noch eine Auflösung schuldig, ob Genki und Momo inzwischen ihre Tiefwasserphobie so weit überwunden haben, dass sie tatsächlich schwimmen, denn nach unserem ersten Besuch am Neckar nach unserem Urlaub am Meer, haben sich die beiden so weit in's Wasser getraut wie noch nie. Sie waren dabei so weit im Neckar, dass wir vom Ufer aus nicht erkennen konnten, ob sie noch im Wasser standen oder bereits schwammen. Wir haben euch hier davon erzählt und die passenden Bilder dazu gezeigt. Also haben wir bei unserem nächsten Ausflug an den Neckar unsere Badesachen mit eingepackt um dem auf den Grund zu gehen.


Mit dabei war auch unser kleiner Todschläger-Leuchtturm, von dem ich wusste, dass er Genki auf jeden Fall zum Holen aus tieferem Wasser motivieren würde. Dieses Mal wollte Momo partout den Leuchtturm nicht geworfen bekommen, sondern bestand auf ihren Ball. Den hat sie sich sogar selbst aus meinem Rucksack geholt. Deshalb gibt es heute auch nur Fotos von Genki, denn Momo kann den kleinen Ball nicht aus dem Wasser aufnehmen, sondern stößt ihn bei dem Versuch nach ihm zu schnappen nur immer wieder mit ihrer Schnauze weiter von sich fort. Da das auch für sie sehr frustrierend ist, haben wir ihr den Ball nur am Neckarstrand entlang geworfen.


Genki war an diesem Tag auch hochmotiviert und hat unermüdlich immer wieder seinen Leuchtturm aus dem Wasser gerettet. Ich möchte euch auch garnicht länger auf die Folter spannen. Genki und  Momo schwimmen nach wie vor beharrlich nicht. Das Wasser darf inzwischen tief sein und ihnen bis zum Kinn reichen, aber fester Boden unter den Füßen muss noch immer sein. Ein Mal zu Beginn ist Genki dem Herrchen des Hauses eifrig im Neckar hinterhergelaufen und hat plötzlich doch den Boden unter den Füßen verloren. Da ist er sofort zurück gepaddelt und hat sich seit dem auch nicht mehr dazu bewegen lassen weiter zu laufen.


Genki und Momo bleiben also beharrlich Nichtschwimmerhunde und das ist auch in Ordnung so. Bei allem Blödsinn, denn die beiden sich bei uns manchmal über sich ergehen lassen müssen, werden sie dennoch zu nichts gezwungen.


Da wir die Schwimmfrage nun geklärt haben, möchte ich noch ein wenig von Genkis Leuchtturmobsession erzählen. Es gibt nicht viel Spielzeug, dass Genki wirklich so sehr begeistert. Er kennt für gewöhnlich seine Grenzen, apportiert einige Male und dann ist es für ihn auch irgendwann genug. Bisher kenne ich nur ein Spielzeug, von dem er nie genug bekommen kann und das ist immernoch der heißgeliebte Jolly Pets Bounce-N Play Ball. Weil Genki bei ihm oft seine Grenzen vergisst und vor allem weil der Ball auch zu groß ist um ihn irgendwann wegzupacken, nehmen wir ihn eher selten auf unsere Spaziergänge mit. Mit seinem Leuchtturm scheint es sich bei Genki ähnlich zu verhalten. Immer wieder hat er ihn aus dem Wasser geholt und wenn wir nicht mehr geworfen haben, hat er angefangen uns anzubellen...

Kann bitte jemand den Leuchtturm werfen?
Hallo? Werfen, bitte!
Warum wirft denn keiner?
 
Genki war so eifrig bei der Sache, dass an diesem Tag auch unendlich viele Bilder vom Leuchtturm-apportierenden Genki entstanden sind. Viel zu viele für einen Beitrag, so dass ich euch den Rest vielleicht ein anderes Mal zeigen werde. Leider ist sein Übereifer nicht ohne Spuren an ihm vorbei gegangen. Die nächsten 2 Tage hatte er Probleme mit dem Laufen, so wie es auch nach unserem ersten Einsatz des Jolly Balls gewesen war. Dieses Mal hat er zwar keine Anzeichen gezeigt Schmerzen zu haben, wie es damals war, hat aber sämtliche Spaziergänge nur noch im Schneckentempo absolviert. So sehr ich es unter anderen Umständen genossen hätte zum ersten Mal in meinem Leben einen nicht permanent an der Leine ziehenden Hund zu haben, so war das unter diesen Umständen nicht so erfreulich. Am dritten Tag haben wir zu unseren Notfall-Schmerztabletten gegriffen, die wir von unserem Tierarzt seit unserem Jolly-Ball-Vorfall für genau solche Fälle haben und ab da ging es dann zum Glück wieder Bergauf. An Tag 4 war Genki auch ohne Schmerzmittel wieder komplett hergestellt und zog wieder mit seinem üblichen Eifer an der Leine.


Wir verabschieden uns für heute mit einem Bild von unserer Liegedecke. Wir hätten es uns eigentlich sparen können, diese an den Neckar mitzunehmen, denn nachdem Genki sie immer wieder als Basis zum Zurückbringen des Leuchtturmes missbraucht hat, war sie als Liegedecke nicht mehr geeignet.

Mittwoch, 9. August 2017

Zwischen den Kamillen


Den Frühling über hat es bei uns ja leider mit den Blümchenfotos nicht so gut funktioniert und hauptsächlich lag das schlichtweg am Mangel an selbiger. Auf den Feldern wurden die Acker frisch gepflügt und zeichneten sich hauptsächlich durch gähnende Leere aus. Der Boden des Odenwald befindet sich bei uns dagegen fast ganzjährig im mit totem Laub übersäten herbstlichen Dauerzustand. Im Sommer sind wir sehr selten auf den Feldern, da es dort ohne Badegelegenheiten zu heiß für ausgedehnte Spaziergänge ist. Als wir es aber eines etwas weniger heißen Sommertages doch Mal dort hin schafften, habe ich nicht schlecht über die Blumenpracht an Kamillen dort gestaunt:


Wie das immer so ist, hatte  ich ausgerechnet da keine Kamera dabei, also mussten wir am nächsten Tag noch einmal dort hin um Fotos zu machen. Blümchenfotos gehören eindeutig nicht zu meinen Stärken. Es fällt mir schwer Genki und Momo so zu positionieren, dass sie nicht von Blumen verdeckt werden, die Blumen aber dennoch im Vordergrund zu erkennen sind. Deswegen sind trotz aller Bemühungen auch nicht all zu viele Bilder entstanden und leider auch nicht wirklich schöne Bilder, auf denen beide zu sehen sind, denn immer einer war entweder verdeckt oder nicht im Fokus.


Gerne hätte ich mir auch mehr Zeit genommen und "das perfekte" Bild von beiden zu machen, aber an diesem Tag war es doch wieder sehr warm und Genki und Momo waren nicht motiviert. Es gibt Tage, an denen funktioniert das Fotografieren der beiden gut. Sie sind geduldig, folgsam und halten still. Und dann gibt es Tage wie diese, an denen haben sie einfach keine Lust, es ist ihnen zu warm und sie haben keine Geduld.


So habe ich das fotografieren irgendwann aufgegeben und musste auf mein schönes Gruppenbild verzichten und mich mit Einzelbildern der beiden zufrieden geben. Als wir es das nächste Mal in die Felder schafften, waren die Kamillen bereits zum größten Teil verblüht und ein zweiter Versuch wird wohl bis zum nächsten Jahr warten müssen.

Montag, 7. August 2017

Hundeparadis Texel mit unverträglichem Hund, geht das?


Heute haben wir noch ein paar letzte Bilder von unserem Texelurlaub für euch und wollen zeitgleich ein kleines Résumé ziehen und uns mit der Frage beschäftigen, wie gut ein Texelurlaub mit einem mit anderen Hunden unverträglichem Genki für uns funktioniert hat. Die Bilder in diesem Beitrag entstanden an Paal 15 am Tag unserer Abreise. Nachdem wir die Schlüssel zu unserer Ferienunterkunft abgegeben hatten, wollten wir vor der langen Fahrt noch ein letztes Mal an den Strand und dort auch im Strandpavillions frühstücken. An diesem letzten Morgen war uns keine Sonne vergönnt, dennoch mag ich die hier entstandenen Bilder sehr gerne. Genki und Momo durften ein letztes Mal über den Strand rennen. Hier war Momo mit ihrem Spielzeug wieder vollkommen in ihrem Element, während Genki eher im Beobachtungsmodus war, denn, auch wenn es auf den Bildern vielleicht sehr idyllisch aussieht, waren wir nicht die einzigen, die es schon so früh an den Strand getrieben hat.


Ich stand unserem Texelurlaub zu Beginn sehr gespalten entgegen. Zum einen hatte ich mich natürlich sehr gefreut, zum anderen habe ich mir aber große Sorgen gemacht, ob das ganze mit Genki ohne größere Schwierigkeiten funktionieren würde. Auf Texel gibt es nicht einfach nur "viele Hunde" es gibt unzählige Hunde und an sehr vielen Orten inklusive der Innenstädte und den Nichtbadestränden dürfen diese den Freilauf genießen. Manchmal hat man fast den Eindruck, auf Texel gibt es ebenso viele urlaubende Hunde wie Schafe. Mit Genki ist es leider so, dass er fremde Hunde nicht nur oft einfach "nicht mag", sondern diese schlichtweg töten möchte. Hier braucht man auch nichts beschönigen, denn es ist wie es ist: Ohne Provokation an den Hals springen, zubeißen, nicht mehr loslassen. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, ist er bei seiner Auswahl willkürlich, denn neben den Hunden, die er töten möchte, gibt es auch Hunde, die er mag, oder die ihm gleichgültig sind. Bis heute habe ich kein festes Muster erkennen können. Mal sind es Hündinnen, Mal Rüden, Mal kleine Hunde, Mal große Hunde. Nur eine Tendenz gibt es: Welpen und sehr kleinen Hunden gegenüber ist er meistens wohlgesonnen gestimmt, aber auch bei den kleinen Hunden gibt es immer Mal Ausnahmen und somit keine Garantie. Und um das ganze noch komplexer zu machen, teilt Genki uns leider auch im Vorfeld meistens nicht mit, wie er einen anderen Hund findet.  Nur sehr selten fängt er schon bei Sichtung an zu Bellen oder zu Knurren. In der Regel reagierter eigentlich bei nahezu jeder Hundesichtung zunächst mit Verhalten wie Anspannung, Fixieren, Verharren oder Anschleichen, Zittern, Kamm aufstellen. Ob er den Hund dann aber mag oder nicht, das scheint er selbst erst nach der Geruchskontrolle feststellen zu können und wenn ein Hund erst Mal so nah an Genki herankommt, dass er ihn beschnuppern kann, ist er leider auch schon nah genug für den Sprung an den Hals.


Inzwischen haben wir uns mit dieser Situation ganz gut arrangiert. Genki wird von anderen Hunden so gut es geht ferngehalten und im Notfall auch hochgenommen und so mögliche brenzlige Szenarien umgangen. Der Nachteil ist, dass wir so natürlich auch allen potentiellen Hundefreunden entgehen.
Nun war ich mir im Vorfeld nicht sicher, wie weit wir mit dieser Taktik auf Texel kommen würden. Wie sehr würden wir von fremden freilaufenden Hunden bedrängt werden und würde ich Genki durch den ganzen Urlaub tragen müssen? Wäre alles ein reiner Spießrutenlauf und würde ich ihn überhaupt irgendwo frei rennen lassen können? Würde ihm der Urlaub Freude bereiten, oder wäre er die ganze Zeit nur angespannt damit beschäftigt andere Hunde zu beobachten? Würden uns die anderen Hundehalter womöglich für verrückt oder verantwortungslos halten, weil wir mit so einem Hund in eine so hundefrequentierte Gegend gereist sind? Das waren alles Fragen, die mir vor unserem Urlaub auf Texel durch den Kopf gingen.


Ich kann definitiv sagen: Mit einem verträglichen Hund wäre natürlich alles ein wenig angenehmer und entspannter gewesen. Trotzdem denke ich ihm Nachhinein, dass sich die Situation ganz gut bewältigen lies. Schon auf der Überfahrt mit der Fähre begegneten wir den ersten zwei Hunden, die sich beim Anblick von Genki und Momo bellend in die Leinen warfen. Wir waren also definitiv nicht die einzigen, die es gewagt hatten mit in ihrem Verhalten optimierungsbedürftigen Hunden nach Texel zu fahren. Auch im Laufe der Woche sind uns immer Mal wieder ähnliche Hunde begegnet, auch wenn es dennoch eher die Ausnahme war.


Auch auf Texel gab es viele Orte, an denen man den Massen an Hunden gut umgehen und freilaufende Hunde ganz vermeiden konnte. So besteht in den ganzen Naturschutzgebieten wie De Bollekamer, De Slufter oder De Muy Leinenpflicht. Die Gebiete sind zudem so groß, dass man nicht all zu oft auf andere Spaziergänger mit Hund trifft. Anders sieht es schon an den Stränden aus. Hier mussten wir unsere Umgebung wachsam im Auge behalten. Genki haben wir nur von der Leine gelassen, wenn keine anderen Hunde in der Nähe waren. Waren Hunde in der Umgebung, haben wir das Spiel unterbrochen und ihn an die Leine genommen. Trotzdem liegt hier in der größten Schwäche von Texel für unverträgliche Hunde auch die größte Stärke: Es gibt dort so viele Hunde, gerade weil sie ausnahmslos überall auch zur Hauptsaison mit an den Strand dürfen und das an vielen Strecken auch ohne Leine. Aber gerade deshalb konzentrieren sich die Hunde nicht wie an anderen Orten auf einen überschaubaren Hundestrand, sondern sind überall auf der Insel verteilt. Gerade auf den sehr weiten Stränden wie beim Leuchtturm verläuft es sich so sehr, dass wir Genki dort vielleicht 3 oder 4 Mal kurz an die Leine nehmen mussten. Ansonsten konnte er nach Herzenslust herumtoben.


Ein bisschen schwieriger ist es in den kleinen Innenstädten und Restaurants, Biergärten und Strandpavillions. Gerade in den Strandpavillions war eigentlich immer mindestens ein Hund in der Nähe und auch wenn diese bei ihren Besitzern am Tisch saßen, kamen Genki und Momo hier leider oft nicht so sehr zur Ruhe, wie ich es gerne gehabt hätte, solange sie andere Hunde im Blick hatten. Darauf in eines der vielen Restaurants in eine der Innenstädte zu gehen, haben wir während unserem Texelaufenthalt komplett verzichtet. An einen Hund, der irgendwo in der anderen Ecke liegt, können sich Genki und Momo mit der Zeit auch gewöhnen, aber die vielen ständig vorbei laufenden Hunde in der Innenstadt hätten sie vermutlich im Minutentakt aus der Ruhe gebracht. Es gibt allerdings auch auf Texel viele außerhalb der Städte liegenden Essmöglichkeiten. Bei unserem Besuch im Catharinahoeve gab es zum Beispiel keine anderen Hunde um die wir uns Sorgen machen mussten.


Für uns hat sich Texel mit unverträglichem Hund ganze gut bewerkstelligen lassen. Ich würde nicht sagen, dass Texel für alle Arten von unverträglichen Hunden die richtige Wahl ist. Mit einem Hund, der sich jedes Mal, wenn er einen fremden Hund sieht, in die Leine hängt und ausrastet, hätte ich meinen Urlaub dort mit Sicherheit nicht verbringen wollen, denn es wäre unter solchen Umständen dort vermutlich ein Dauerzustand gewesen. Da unser Problem "nur" darin lag, dass wir Genki fremde Hunde vom Leib halten mussten, war es jedoch machbar. Es gab einige wenige Situationen, in denen ich zu unserer Notlösung greifen und Genki hochnehmen musste, weil andere Hundebesitzer auf meine Warnung nicht hören wollten, aber solchen Menschen begegnen wir ebenso auf unseren täglichen Spaziergängen.

Es gab auch einige wenige Situationen an denen sich der Hundekontakt doch nicht völlig vermeiden lies, wie an einem Tag in Den Burg, als wir für einen Moment in der Menschenmenge stehen blieben, weil vor uns eine größere Gruppe an Hunden war, an der wir in der engen Straße nicht mit genügend Abstand hätten vorbeilaufen können. Genau diesen Moment nutzte ein kleiner Terrier hinter uns um Genki Mal "Hallo zu sagen". Ich war so auf die Hundegruppe vor uns konzentriert, dass ich ihn erst bemerkte, als er schon direkt vor Genki am Schnüffeln stand. Zum Glück fiel dieser Hund in Genkis "Ist mir egal"-Kategorie und wir konnten ohne Zwischenfall weiterlaufen, ebenso wie bei den anderen flüchtigen Begegnungen (Wobei nicht alle ganz so flüchtig waren. Genki hatte einen kleinen Urlaubsflirt, als er sich in eine kleine Mischlingshündin verliebt hat. Leider gibt es davon aber keine Bilder). Aber auch das hätte sich wohl mit etwas mehr Vorsicht vermeiden lassen.

Würde ich noch Mal mit Genki nach Texel fahren? Ich glaube, ja. Trotz der vielen Hunde, gibt es dort eben auch viele Ausweichmöglichkeiten. Viel schlimmer wäre es für uns bei einem Urlaub am Meer auf einen kleinen Hundestrand angewiesen zu sein.  Ich weiss nicht, ob und wann es uns wieder nach Texel verschlagen wird, denn sicher gibt es auf der Welt noch andere schöne Urlaubsorte, die zu unseren Bedürfnissen passen, aber eine Rückkehr ist definitiv nicht ausgeschlossen.

Freitag, 4. August 2017

So weit wie noch nie zuvor


Wir sind mit dem Bloggen Mal wieder akut im Rückstand und müssen uns so langsam Mal ein wenig beeilen, wenn wir euch nicht noch im Winter Sommerbilder zeigen möchten. Und auch wenn es sicher auch seinen Reiz haben kann bei den kalten Temperaturen an den warmen Sommer zurückzudenken, bin ich doch froh, dass der Sommer noch nicht vorbei und unser heutiger Beitrag somit noch passend ist, auch wenn die Bilder schon eine ganze Weile zurückliegen. Sie entstanden nämlich direkt nach unserem Texelurlaub, als wir hier nach der Rückkehr zum ersten Mal wieder zum Spazieren und Planschen an den Neckar gefahren sind.


Achtung, jetzt folgt wieder phänomenal wenig Text zu phänomenal vielen Bildern, denn ich weiß garnicht, wie ich diese Bilderflut sonst verpacken soll. Wir hatten unsere kleine texelanische Schildkröte dabei und zunächst sah alles nach einem ganz gewöhnlichen Neckarausflug aus. Genki versuchte irgendwo verzweifelt Steine aus dem Neckar zu retten und Momo jagte mit großem Eifer der Schildkröte hinterher. Also eigentlich alles so wie immer.

Momo mit ihrer texelanischen Schildkröte.
Momo, die nicht so recht zu wissen scheint, was sie immer Wasser soll.
Noch einmal eine verwirrt wirkende Momo.
Genki hält nach dem nächsten Stein in Rettungsnot Ausschau.
Genki auf dem Weg zu einem Stein in Rettungsnot.
Momo hat sich wieder daran erinnert, dass sie zwecks Schildkrötenjagd im Wasser ist.
Momo bei der Erfolgreichen Schildkrötenjagd.
Aber dann war doch plötzlich alles anders als sonst. Zunächst ist Genki eingefallen, dass er sich doch lieber an der Schildkrötenjagt beteiligen möchte. So weit eigentlich nicht weiter ungewöhnlich. Das Herrchen des Hauses warf nun also die Schildkröte in die Fluten und war dabei überoptimistisch. Das grüne Tierchen flog viel zu weit, wurde von der Flur ergriffen und trieb eilig flussabwärts vor sich hin, weit über Genki und Momos übliche Komfortzone hinaus. Innerlich habe ich mich schon auf den erneuten Verlust eines Wassergefährten eingestellt, da stürzten sich Herr und Frau Knautschnase wagemutig in die Fluten und brachten gemeinsam die texelanischen Schildkröte wieder sicher an Land.

Geht ihr noch, oder schwimmt ihr schon?

Da habe ich nicht schlecht gestaunt. Das Herrchen des Hauses dagegen fühlte sich nun in seinen Weitwurfversuchen bekräftige und holte zu einem nicht minder weiten Wurf aus. Es wiederholte sich das selbe Spiel: Schildkröte fliegt weit, Schildkröte wird von Flut erfasst, Schildkröte treibt in kritischem Tempo immer weiter davon.

Schildkröte, wir retten dich!
Wir sind zwei tapfere Schildkrötenrettungshunde.

Wieder wurde die Schildkröte wagemutig zurückgebracht und sich so weit in den Neckar getraut wie noch nie zuvor. Sollten meine Hunde etwa am Meer ihre Scheue vor tieferem Wasser verloren haben?

Juhuu, wir sind von unserer Tiefwasserphobie geheilt!

Egal wie oft das Herrchen des Hauses versucht hat die scheinbar unliebsame - denn anders kann ich es mir nicht erklären - Schildkröte loszuwerden, dank Genki und Momo fand sie immer wieder ihren Weg zu uns zurück. Beim nächsten Neckarbesuch wollten wir unsere Schwimmsachen mitnehmen und mit hinaus auf den Neckar gehen um den Geheimnis auf den Grund zu gehen, ob Genki und Momo da hinten noch im Wasser stehen können, oder ob sie womöglich tatsächlich schwimmen. Aber davon erzählen wir euch ein anderes Mal.