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Montag, 30. Januar 2017

Die lieben Hormone


Heute geht es auf unserem Blog um ein unliebsames Thema: Genkis Hormone. Schon Anfang des Jahres habe ich in unserem Jahresrückblick in Zahlen geschrieben, dass Genkis Kastrationschip nach ganzen 17 Monaten aufgehört hat zu wirken. Wer sich an unseren jetzt schon sehr lange zurückliegenden Erfahrungsbericht zum Kastrationschip erinnert, weiss vielleicht noch, dass das Einsetzen des Chips bei Genki absolut keine Verhaltensveränderung herbeigeführt hat. Auch andere Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Gewichtszunahme oder Fellveränderung, die mit der Wirkung einer Kastration einhergehen können, gab es bei uns nicht. Es war so, als hätte er den Chip niemals bekommen. Lediglich an der deutlichen Verkleinerung seiner Hoden konnte man sehen, dass der Chip eine Wirkung hatte. Wir sind daher auch davon ausgegangen, dass das Ende der Wirkung des Chips genau so ohne jegliche Veränderungen verlaufen würde und Genki eben "wie vorher" sein würde, was bei uns gleichbedeutend war mit "eben wie immer". Leider ist das aber ganz und garnicht so. Seit der Chip Ende letzten Jahres aufgehört hat zu wirken, verhält sich Genki nicht wie zuvor, sondern wie ein kleiner, pubertierender Junghund, wie er es mit etwa 6 Monaten war. Das alles liegt noch vor unserer Zeit des Bloggens zurück, so dass ich hier niemals davon berichtet habe. Mit einigen Monaten, als Genki zum ersten Mal mit seinen Hormonen konfrontiert war, war er ganz schön anstrengend. Nicht etwa, weil er wie so einige Hunde in der Pubertät plötzlich aufgehört hat auf uns zu hören, im Gegenteil, denn Genki war zu dieser Zeit was das Befolgen von Befehlen betraf ein Musterhund in der Hundeschule, sondern weil er ein unausstehlicher, permanenter Rammler war. Seine (unerwiderte) Liebe galt vor allem einer Pointerdame in der Hundeschule, aber eigentlich war nahezu kein Hund vor ihm sicher. Das war eine Zeit lang so schlimm, dass an eigentlich von normalem Spielen mit anderen Hunden nicht reden konnte, da Genki die ganze Zeit mit nichts anderem beschäftigt war.


Zu diesem Zeitpunkt habe ich auch das erste Mal eine Kastration für Genki in Betracht gezogen und auch mit unserer damaligen Tierärztin darüber gesprochen. Zum Glück vertrat sie die vernünftige Ansicht, dass ein Hund nicht vor mindestens dem ersten Lebensjahr kastriert werden sollte, so dass das Thema erst Mal wieder vom Tisch war. Das war im Endeffekt auch wirklich gut, denn so triebgesteuert Genki zu Beginn auch war, das Problem hat sich bei uns innerhalb weniger Monate von alleine gelöst. Irgendwann wurde das Rammeln völlig uninteressant und Genki hat nicht weiter versucht die hündische Damenwelt zu beglücken. Selbst die Begegnungen mit läufigen Hündinnen waren bei uns unproblematisch und Genkis Interesse hielt sich erstaunlich stark in Grenzen. Das war auch der Genki, wie wir ihn vor Einsetzen des Kastrationschips kannten. Bis eben Ende des Jahres, als dieser aufhörte zu wirken. Genki sieht sich plötzlich wieder wie in seinen ersten Lebensmonaten mit seinen Hormonen konfrontiert und reagiert auch leider wieder genau so. Leidtragende ist natürlich in aller erster Linie Momo. Zum Glück ist er nicht ununterbrochen damit beschäftigt sie anrammeln zu wollen, aber er hat immer wieder Phasen, in denen er kaum von ihr ablassen will. Sind wir Zuhause, interpretiert sie das scheinbar als Spiel, lässt sich zur Seite fallen und zwickt ihn in die Beine. Draußen passiert das vor allem, wenn sie dabei ist ihr Spielzeug zu apportieren. Genki zeigt wenig Interesse an diesem Spiel, bis er ihr plötzlich hinterherrennt und sie anspringt. Davon ist sie sichtlich genervt, weil er sie am Spielen hindert, wehrt sich aber trotzdem nicht wirklich. Seine Hundefreunde Sophie und Kiwi, die leider auch zu seinen neuen Opfern zählen, währen sich dagegen ganz entschieden und schnappen nach ihm. Pastora und Cathy wurden dagegen bisher in Ruhe gelassen.

Hund, Hormone, kastrationschip, Verhalten, Französische Bulldogge, Bully, Hundeblog

Das Rammeln ist nicht das einzige wieder entdeckte Verhalten. Ganz besonders hoch im Kurs steht jetzt wieder stundenlanges Schnüffeln, vor allem die Markierungen anderer Hunde kann Genki gefühlt stundenlang beschnüffeln und wenn er wieder Mal ganz besonders eckelig sein will, auch hingebungsvoll aufschlecken - wenn er überhaupt so lange wartet und nicht gleich seinen Kopf unter Momo hält, während sie Pipi macht. Das ewige Schnüffeln würde mich an sich nicht so stören, denn ich finde, das gehört zu ganz normalem Hundeverhalten und einem Spaziergang dazu, aber gerade jetzt im Winter, wo es so kalt ist, erlebe ich es oft, dass Momo weiterlaufen möchte, es beim langen Stehen wirklich kalt wird und Genki und Momo mich versuchen zu zerreißen, wenn Momo in eine Richtung weiter zieht und Genki stur an seiner Schnüffelstelle verharrt. Schnüffeln ist gerade so interessant, dass Genki auch noch kaum auf dem Spaziergang mit Momo spielen möchte. Das hatte ich ja bereits das eine oder andere Mal angesprochen. Auch Genkis Sabberfaden ist zur Zeit ein fast permanentes Accessoire. Normalerweise fängt Genki nur an zu sabbern, wenn er etwas ganz besonders aufregend findet, vor allem wenn wir in einer neuen Umgebung sind. Jetzt wird eigentlich wieder auf jedem Spaziergang gesabbert.


Dazu gibt es noch ein paar andere Verhaltensveränderungen, bei denen ich mir aber nicht sicher bin, ob sie überhaupt in einem Zusammenhang mit den Hormonen stehen, da Genki sie in seiner Pubertät so nicht gezeigt hat. Zum einen ist Genki gerade unglaublich Keksverfresse. Es gab eine Zeit, da haben Leckerchen ihn auf dem Spaziergang nicht Mal interessiert. Wenn er jetzt nicht gerade damit beschäftigt ist den Boden durch die Nase zu saugen, klebt er geradezu mit zu mir erhobenem Blick an mir und Bettelt nach Keksen. Zum anderen beschäftigt er sich zur Zeit auch sehr gerne mit obsessivem Schlecken. Egal ob das Momos Ohren sind, mein Ellbogen, mein Bein - Genki sucht sich eine Stelle aus, die er minutenlang bearbeitet. Manchmal liege ich mit ihm auf dem Sofa und habe irgendwann vom Schlecken völlig durchnässte Flecken auf meiner Kleidung. Ich weiss nicht, ob es hier einen Zusammenhang gibt, aber so extrem hat er das früher nicht gemacht.

Außer dem ständigen Rammeln ist nichts davon ein wirkliches Problem für uns. Hier tut mir aber Momo leid, die ja nicht permanent von ihm belästigt werden soll. Momentan habe ich die Hoffnung, dass sich das ganze hormongesteuerte Verhalten mit der Zeit wieder von alleine legen wird, so wie es das auch in Genkis Pubertät getan hat. Wenn es in ein paar Monaten aber nicht besser wird, müssen wir über andere Maßnahmen nachdenken. Ich drohe ihm immer an "Genki, lass das, sonst wirst du kastriert", aber bisher zeigt er sich davon sehr unbeeindruckt...

Kommentare:

  1. Ich bin sehr gespannt, wie es bei euch weitergeht und hoffe, Genkis Hormone beruhigen sich wieder. Ich kann verstehen, dass Momo teilweise genervt ist. Du wirst es sicher genau beobachten und vielleicht legt sich alles ja wirklich in einiger Zeit. Ist denn ein weiterer Chip bei euch auch ein Thema oder tendiert ihr sonst zur Kastration?
    Bei uns ist ja Damon kastriert - allerdings war es bei ihm ganz anders. Er hat während der Läufigkeit von Lady bzw. später Laika einfach aufgehört zu essen und zu trinken - nach einigen Notfallbehandlungen mit Infusionen blieb damals nur die Kastration.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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    1. Momentan hoffen wir, dass weder Kastration noch Kastrationschip eine Option sein muss, so dass ich mir da noch keine großen Gedanken gemacht habe. Ich glaube aber, wenn es wirklich als Dauerlösung gedacht sein sollte, würde ich vermutlich eher zur Kastration tendieren.
      Am liebsten hätte ich ja beiden die Kastration erspart, aber eine räumliche Trennung während der Läufigkeit ist hier einfach nicht möglich, so dass leider einer von beiden dran glauben musste.
      Ich habe schon oft gehört, dass Rüden bei läufigen Hündinnen so extrem reagieren, aber das war bei uns tatsächlich nie ein Problem.

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  2. Oh my word! You better stop that BOL
    Lily & Edward

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  3. Ich finde das Rammeln eigentlich bei einem unkastrierten Hund normal. Linus, der Hund aus der Betreuung ist auch unkastriert und nimmt sich dazu seinen Eisbären Igor. Die kastrierten Mädels aus der Betreuung lässt er in Ruhe. Auch draußen ist er selbst bei läufigen Hündinnen abrufbar. Ihn stressten immer Tibitreffen, wenn so viele Rüden und Hündinnen vor Ort waren. Dann suchte er sich schon mal eine Dame aus. ich denke aber, dass das auch der Druck der anderen Rüden war.

    Daher stört das Rammeln nicht, er zieht sich - meist - zurück und geht seinem Trieb nach.

    Nicht schön ist es natürlich, wenn Momo keine Ruhe mehr findet und auch Genki nicht mehr zur Ruhe kommt.

    Leider kann ich Dir keinen Rat oder Tipp geben, da ich hier ein kastriertes Mädel sitzen habe.

    Ich hoffe aber sehr mit Euch, dass diese Verhalten wieder nachlässt und ihr zur Ruhe kommt.

    Schön, die alten Bilder aus der Hundeschule zu sehen und wenn ich mich nicht täusche, entdecke ich dort doch einen Tibet Terrier, oder?

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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    1. Für mich war das Rammeln eigentlich nicht normal, weil ich es von Genki eben, bis auf die Zeit in seiner Pubertät, garnicht kenne. Es passierte höchstens Mal ganz kurz beim Spielen, aber eher als Übersprungshandlung. Auch Gegenstände wie Plüschtire oder gar Menschen, hat er nie angerammelt und darüber bin ich eigentlich auch ganz froh. Wenn bei mir ein Hund so stark das Bedürfnis hätte seinen Trieben nachzugehen, es aber eben nicht kann, wäre für mich das schon ein Grund eine Kastration ernsthaft in Erwägung zu ziehen, weil ich denke, dass dieser Zustand auch für den Hund nicht angenehm ist. Deshalb hoffe ich, dass sich das ganze wieder legt.

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  4. hallo :)
    Mal abgesehen von dem hauptsächlichen Thema wollte ich mal fragen, ob du mir verraten könntest woher der wunderschöne Stoff ist, den du in Genkis-Geschirr vernäht hast. Der Stoff gefällt mir so sehr, dass ich ihn gerne bei dem angedachten Geschirr für meinen kleinen Schatz auch verwenden würde.
    Liebe Grüße Mona :)

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    1. Danke, das ist ein Webband, ich habe es hier bei DaWanda gekauft: https://de.dawanda.com/shop/cap-a-pie Allerdings ist das schon lange her und inzwischen gibt es dort nur noch die lila Version davon.
      LG

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