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Freitag, 31. März 2017

Rezept: Quark-Pansen Waffeln für Hunde

Rezept: Quark-pansen Waffeln für Hunde backen
  
Da ich immer noch eine Großpackung Pansenmehl zu Hause habe und dieses eigentlich nur zum Backen gekauft habe, müssen nun noch ein paar Rezepte damit her. Ich habe damit bereits Pansen-Parmesan Cupcakes und Pansen-Frischkäse Kekse für Genki und Momo gebacken und mich so langsam auch an den Geruch gewöhnt. Dieses Mal habe ich mich an einem einfachen Rezept für Quark-Pansen Waffeln für Hunde versucht.

Rezept: Quark-pansen Waffeln für Hunde backen

Einfacher könnte es kaum sein: Das Pansenmehl und Dinkelmehl werden miteinander vermischt. Bei Gelegenheit möchte ich ausprobieren, ob ich das Dinkelmehl komplett weglassen kann und immernoch ein brauchbares Ergebnis habe. Dann kommen die feuchten Zutaten Quark und Ei hinzu. Das Ganze wird verrührt und in eine Waffelform gefüllt.


Sicherlich könnte man die Waffeln auch in einem herkömmlichen Waffeleisen backen, aber mir würde es widerstreben den doch sehr geruchsintensiven Pansen in einem Gerät zu backen, dass ich danach nicht komplett in die Spülmaschine stecken kann. So habe ich die Waffeln in einer Silikonwaffelform bei 180° für 25 Minuten im Ofen gebacken. Da ich solche Sachen gerne in überschaubaren Mengen backe, die ich an Genki und Momo in ein oder zwei Tagen verfüttern kann, hat eine Form dafür auch gereicht und das Ergebnis hat offenbar gemundet.
Hundeblog  Rezept: Quark-pansen Waffeln für Hunde backen

Mittwoch, 29. März 2017

Die kopflose Stockente


Vor kurzem durfte einmal wieder ein neues Spielzeug bei uns einziehen, die Zinngers Stockente von All for Paws. Wir haben bereits eine wirklich umfassende Auswahl an Wurfspielzeug. Bälle, Frisbees und Sticks in allen Formen, Farben und Größen, aber etwas derartiges hatten wir noch nicht. Die Zinngers Wurfspielsachen für Hunde gibt es in allen möglichen Ausführungen und ich finde eines niedlicher als das andere und konnte mich kaum entscheiden, welches ich kaufen soll.


Die Idee hinter diesem Spielzeug ist eine eingebaute Wurfschleuder in der Ente. im Inneren des Spielzeugs gibt es eine elastische Schnur, die einmal in Form einer Schlaufe aus dem Schnabel schaut und hinten als Schnur herauskommt. Man hält die Schlaufe vorne fest und zieht am hinteren Ende. Wenn man loslässt, fliegt die Stockente dann einige Meter weit. Zugegeben, von den versprochenen "bis zu 30 Metern" sind wir weit von entfernt, aber vielleicht haben wir auch nicht die richtige Technik gefunden.


Ob es nun 30 Meter sind, oder doch vielleicht nur 10 - Genki liebt diese Ente. Ich habe eigentlich gedacht, dass Momo und Genki sie gleichermaßen mögen und sich darum streiten würden und auch ein wenig um das Wohl der Ente gebangt, denn das Material aus Stoff sah für mich nicht all zu stabil aus. Allerdings hält sich Momos Begeisterung für die Ente in Grenzen. Ab und an ist sie ihr auch hinterhergerannt und ein paar zaghafte Zerrversuche gab es ebenfalls, aber Momo hat und dann doch viel lieber ihr übliches Wurfspielzeug gebracht und die Ente Genki überlassen.


Genki und Momo haben bei Hundespielzeug ganz klar ihre jeweils unterschiedlichen Interessen: Momo bevorzugt hartes Spielzeug in Form von Bällen oder Frisbees. Genki dagegen liebt weiches Plüschspielzeug und bringt mir gefühlt 100 Mal am Tag eines seiner Plüschtiere. Wenn es dann auch noch, wie die Stockente, einen eingebauten Quietscher hat, ist er doppelt glücklich.


Ich habe Genki draußen schon lange nicht mehr so begeistert gesehen. Unermüdlich hat er die Ente wieder gebracht, oder sich einfach mit ihr im Maul ins Gras gelegt und auf ihr herunmgequietscht. Glückliche Hunde machen mich glücklich und ich habe mir in Gedanken schon selbst auf die Schulter gekopft, mir zu diesem guten Kauf gratuliert und angefangen zu überlegen, welches Spielzeug aus der Serie ich ihm denn nun als nächstes kaufe...


... und dann wurden aus einer Stockente plötzlich zwei Stockenten. 😧
Ja, da habe ich mich wohl zu früh gefreut. Jetzt liegt die Vermutung nahe, dass die Ente einem erbitterten Kampf zwischen Genki und Momo erlegen ist und beim Zerren in zwei Teile geteilt wurden. Das hätte mich zwar auch traurig gemacht, aber so sehr gewundert hätte es mich nicht, denn Genki und Momo können wirklich sehr hartnäckig beide an jeweils einem Ende eines Spielzeuges zupacken und in die entgegengesetzte Richtung ziehen. Bei diesem Kraftaufwand wundert es mich manchmal sogar, dass es bei uns überhaupt Spielzeug gibt, dass dem schon lange standhält.


Aber so war es garnicht. Genki und Momo haben sich um die Ente nicht gestritten, sondern der eigene Schleudermechanismus ist ihr zum Verhängnis geworden. Das Gummiband im Kopf der Ente ist durch einen Plastikring gesteckt, hinter dem das Band ein Mal verknotet ist, damit es nicht herausrutscht, wenn man zum Schleudern daran zieht. Leider hat der einfache Knoten nicht dafür gereicht und ist beim Ziehen doch durch den Ring geschlüpft und die Ente war somit kopflos. Nachdem ich mich noch Minuten davor so sehr über die Ente und Genkis Begeisterung daran gefreut hatte, war die Enttäuschung bei mir natürlich riesengroß - weniger bei Genki und Momo. Die haben sich darüber gefreut plötzlich gleich zwei statt einem Spielzeug zu haben. In einer Notoperation haben wir versucht die Ente wieder zu reparieren. Leider ließ sich die Gummischnur beim besten Willen nicht wieder in den Kopf drücken und so musste der Kopf aufgetrennt, der Knoten gelöst, wieder durch den Ring gesteckt, dieses Mal mit einem doppelten Knoten gesichert und das ganze wieder zusammengenäht werden.


Ich habe nur darauf gewartet, dass die Schnur am anderen Ende im Körper, wo sie vermutlich auf die selbe Weise befestigt ist, ebenfalls aus ihrer Halterung rutscht. Aber so weit ist es erst garnicht gekommen, denn schon beim nächsten Mal klaffte nach nur kurzem Spielen ein riesiges Loch in der Seite der Ente. Das war wohl nichts.

Montag, 27. März 2017

Pfälzer Mandelblüten


Dieses Jahr hat der Frühling bei uns bisher etwas Startschwierigkeiten gehabt. Nicht nur das Wetter ist sehr durchwachsen, auch die blühenden Bäume und Blümchen muss man bei uns noch suchen. Aber, wenn der Frühling nicht zu einem kommt, muss man eben zum Frühling kommen uns so haben wir uns an einem der bisher seltenen halb-sonnigen Tagen zu einem Ausflug in die Pfalz begeben. Unser Ziel war der "Pfälzer Mandelpfad". Ganz touristenmäßig hatte ich mir sogar einen Fleyer bestellt, der eine Karte enthielt. Auf dem war nicht nur der sogenannte Mandelpfad eingezeichnet, sondern auch einzelne "Mandelhaine". Die Gesamtstrecke von 77km wollten wir natürlich keinesfalls ablaufen oder -fahren. So ambitioniert sind wir nicht. Wir haben uns eine kleine Strecke zwischen Kirchheim und Forst an der Weinstaße ausgesucht. Diese war für uns nicht nur am nächsten, sondern es waren auch gleich vier Mandelhaine auf der Karte vermerkt.


Aber wie das so oft ist, lief auch dieser Ausflug nicht so einfach wie erwartet. Die Haine auf der Karte waren sehr vage mit überdimensionalen Blüten gekennzeichnet, so dass man eher raten musste, wo im jeweiligen Ort diese sich wohl befinden könnten. Wir fuhren umher und suchten und suchten und irgendwann dämmerte es uns: Der sogenannte Pfälzer Mandelpfad ist überhaupt kein "Pfad", sondern eher die Pfälzer Mandelbundesstraße und mit den in der Karte vermerkten Mandelhainen sind die genau an der Bundesstraße entlang gepflanzten Mandelbäume gemeint. Entweder das, oder wir waren nicht in der Lage sie zu finden. Jetzt weiss ich nicht, wie andere Leute das sehen, aber zumindest ich kann mich für einen Spaziergang entlang einer stark befahrenen Bundesstraße wenig begeistern.
Zumindest eine Gruppierung an Mandelbäumen, die sich zwar immernoch recht nahe, aber zumindest nicht direkt an der Straße befand, haben wir gefunden und diese für ein paar Fotos genutzt.


Auch hier hat natürlich alles in meinem Kopf einfacher funktioniert, als es letztendlich war. Genki und Momo sind beide so klein, dass es schwierig ist sie mit den Blüten sichtbar im Hintergrund zu fotografieren. Selbst auf dem Boden liegend hatte ich oft nur eher kahle Baumstämme im Hintergrund, so dass ich versuchen musste durch das Gras hindurch möglichst nach oben zu fotografieren. Das hat wieder dem Autofokus meiner Kamera zu schaffen gemacht, der immer lieber einzelne Grashalme als Hunde fokussieren wollte, so dass vor allem jede Menge unscharfe Bilder entstanden ist. Ich weiss nicht, wie andere Leute das mit dem manuellen Fokussieren hinbekommen, aber wenn ich das versuche, haben Genki und Momo zehn Mal den Kopf gedreht, erhoben, gesenkt, oder sind ganz aus dem Bild gelaufen, bis ich es geschafft habe den Fokus manuell einzustellen, so dass ich gerade wieder von Vorne beginnen kann. Dafür braucht man entweder bessere Fotokünste, oder geduldigere Hunde.


Zudem hat Genki an diesem Tag ständig die Augen zusammengekniffen, so dass er auf den wenigen scharfen Bildern meistens die Augen geschlossen hat. Leider hat er sich schon wieder eine Schramme auf der Hornhaut zugezogen und hatte am nächsten Tag auch prompt wieder ein trübes Auge. An diesem Tag war das Auge aber noch klar und die kleine Verletzung für mich nicht sichtbar. Ich glaube aber, man sieht auch auf den wenigen brauchbaren Bildern hier, dass er sein linkes Auge immer etwas weiter zukneift und auch nicht all zu glücklich aussieht.


Auch wenn die Fotoausbeute nicht so gut war, wie ich es mir erhofft hatte, war unser Ausflug in die Pfalz trotzdem schön und nicht umsonst. Nachdem wir festgestellt haben, dass das mit dem Spazierengehen entlang traumhaft blühender Mandelbäume nicht wird, haben wir uns statt dessen eine schöne Strecke in den Pfälzer Weinbergen zum Spazieren gesucht. Diese sind momentan noch kahl und nicht so schön anzusehen und deshalb habe ich dort auch kaum Fotos gemacht, wir hatten aber dafür einen schönen Ausblick auf die Mandelbäume entlang der Bundesstraße. Außerdem haben wir keinen einzigen Hund getroffen und auch Genki wurde im Laufe des Spazierganges immer munterer. Zudem haben wir in der Ferne eine Burg entdeckt, die wir, wenn die Weinberge anfangen etwas bewachsener zu sein, gerne erkunden wollen. Das Projekt Mandelblüten ist für uns jetzt erst einmal minder erfolgreich abgeschlossen, in die Pfalz werden wir aber sicher noch für den einen oder anderen Ausflug zurückkehren.

Freitag, 24. März 2017

Mykotherapie gegen Momos Allergien?


Dieser Blogeintrag geistert schon seit einer ganzen Weile halbfertig in meinen Entwürfen herum und immer wieder habe ich darüber nachgedacht ihn ganz zu verwerfen, denn ich kann euch das Ergebnis des ganzen gleich verraten: Es hat leider nicht geholfen. Zum anderen bin ich inzwischen zögerlich, wenn es darum geht über Momos Allergien und den dadurch verursachten Juckreiz zu schreiben. Das mag sich jetzt vielleicht undankbar anhören, aber ich bekomme nach jedem solchen Beitrag immer einige E-Mails mit Ratschlägen. Ich weiss, dass diese Ratschläge gut gemeint sind und einerseits bin ich auch ganz gerührt von der großen Anteilnahme, oft von Leuten, die ich garnicht kenne und von denen ich nicht wusste, dass sie unseren Blog überhaupt lesen. Zum einen sind die meisten Ratschläge aber etwas, das wir schon längst ausprobiert haben und das bei uns nicht geholfen hat, zum anderen sind es aber auch oft Ratschläge, die bei einem Hund vielleicht gut geholfen haben, bei uns aber garnichts bringen können, weil die Ursache für Momos Juckreiz eine ganz andere ist. So kann eine Ernährungsumstellung bei einem Hund mit Futtermittelunverträglichiet helfen, wird uns aber bei Momo mit ihrer Hausstaubmilbenallergie nichts bringen. Einem Hund, der Probleme mit Grasmilben hat, wird es vielleicht helfen, die Füße mit Essig einzureiben, aber auch das ist nicht unser Problem und hilft uns nicht. Zudem mag man vielleicht meinen "Aber es schadet doch nicht, es zumindest auszuprobieren" und das bekomme ich auch oft zu hören, aber dem ist leider nichts so, denn für jedes Experiment muss ich mit der Gabe unseres Cortisonsprays aussetzen, um beurteilen zu können, ob es wirkt und die Folgen davon könnt ihr am Schluss dieses Beitrages sehen. Deshalb widerstrebt es mir mit Dingen herum zu experimentieren, von denen ich von Anfang an überzeugt bin, dass sie in unserem Fall nicht helfen können. Jeder solcher Versuch ist eine oftmals unnötige Qual für Momo und ich habe oft die Befürchtung, dass es sehr unhöflich erscheint, wenn ich viele Ratschläge ablehne, auch wenn ich immer darum bemüht bin dies zu begründen.


Die Mykotherapie gehört zu den vielen Dingen, die wir versucht haben und auch wenn es uns leider nicht helfen konnte, möchte ich dennoch zumindest darüber berichten. Bezüglich Momos Allergien greifen wir hier langsam nach dem letzten Strohhalm. Nachdem alle anderen Therapieansätze, angefangen von Ausschlussdiäten, Kräutern, Salben, Shampoos, Ölen, Akupunktur, MSM, Homöopathie oder Bioresonanz bis hin zur Hyposensibilisierung bisher leider nicht wirklich eine Besserung bringen wollten, haben wir der Mykotherapie eine Chance gegeben. Das wollte ich bereits zuvor versuchen, allerdings nicht zeitgleich mit der Hyposensibilisierung, denn im Falle einer Besserung hätte ich nicht gewusst, was diese nun hervorgebracht hat. Die Hyposensibilisierung machen wir zwar noch immer (unsere neue Lösung ist ganz knapp 3 Tage bevor wir sie gebraucht haben doch noch angekommen), aber nach 10 Monaten ohne jegliche Besserung musste ich nicht nur annehmen, dass auch in Zukunft kein Erfolg mehr eintreten würde, sondern war auch der Meinung dass Momos Zustand so nicht mehr tragbar war. Es musste etwas geschehen und bevor wir zur letzten Notlösung - Momos Beschwerden dauerhaft mit Medikamenten wie Apoquel oder Cortison zu lindern - greifen, versuchten wir den einzigen Therapieansatz, den wir bisher noch nicht verfolgt hatten.

Bei der Mykotherapie handelt es sich um die Anwendung von Pilzen oder Pilzextrakten als Therapie. Leider handelt es sich dabei, wie auch bei der Homöopathie, um keine wissenschaftlich anerkannte Heilmethode. Man darf also skeptisch sein und ich als Oberskeptiker bin es sowieso. Aber ich möchte für Momo nichts unversucht lassen und wenn ich selbst der Homöopathie, die ich für einen einzigen großen Witz halte, eine Chance gegeben habe, so muss ich es bei den sogenannten Vitalpilzen auch machen. Und während Vitalpilze in der traditionellen chinesischen Medizin schon seit langem verwendet werden, sind sie im Westen noch nicht so lange auf dem Radar. Das bedeutet, dass es bisher noch nicht all zu viele umfassende Studien gibt, die sich bemühen ihre Wirksamkeit zu belegen oder zu widerlegen. Es gab aber durchaus Studien, die unter anderem Hinweise auf Veränderungen im Immunsystem im Zusammenhang mit Vitalpilzen feststellen konnten, auch wenn das bisher nicht als eindeutiger wissenschaftlicher Beweis zu reichen scheint. Der größte Unterschied liegt aber darin, dass Pilze, im Gegensatz zu Homöopathie, nachweisbare Inhaltsstoffe haben. Die Frage war natürlich, ob das reichen würde.

Momo hat Reishi- und Enoki-Extrakt für Momo bekommen. Enoki soll entzündungshemmend sein, sowie IgE-Antikörper hemmen. Enokitake war übrigens garnicht so einfach zu bekommen, denn es gibt nur einen einzigen Hersteller, der diese Pilze in Extraktform in Deutschland vertreibt. Reishi soll ebenfalls entzündungshemmend sein und einen histaminunterdrückenden Effekt haben und daher besonders bei der Anwendung bei Juckreiz der Haut geeignet sein. Ich setzte hier meine Hoffnung weniger auf Reishi da wir ja bereits Antihistaminika wie Cetirizin oder Histacalmine bei Momo angewendet hatten und auch das zu keiner Besserung geführt hat. Das Unterdrücken von Histamin scheint bei Momo also keine erfolgversprechende Methode zu sein.

Französische Bulldogge Hund Juckreiz Allergie Mykotherapie

Wir haben erst einmal  mit einer Minidosis begonnen und haben diese Tag für Tag gesteigert, bis wir nach einer Woche bei der letztendlichen Dosis angekommen sind. Auch dieses Mal hatte ich wenig Hoffnung, dass das ganze etwas bringen würde. Nach so vielen ergebnislosen Therapieversuchen hätte ein Erfolg für mich fast an ein Wunder gegrenzt und das Wunder ist leider ausgeblieben. Die Pilzpulver habe ich ihr über Monate gegeben, ohne eine Wirkung zu sehen. Irgendwann habe ich auch begonnen die Dosis zu erhöhen, denn Momo liegt mit ihren 10kg genau zwischen den üblichen Dosierempfehlungen aller Medikamente und auch der Pilzpulver. Auch das hat nichts gebracht. Das schlimmste ist aber, dass ich den großen Fehler gemacht habe ihr Cortisonspray auszusetzen, denn wie sonst soll ich wirklich beurteilen können, ob die Mykotherapie etwas bringt. Ich kann ja nicht wirklich gut beurteilen, ob ihr Juckreiz nachlässt, wenn er durch die Gabe des Cortisons unterdrückt wird. Nach einer Weile sah Momo so schlimm aus, wie selten zuvor.

Französische Bulldogge Hund Juckreiz Allergie Mykotherapie

Momentan habe ich nicht vor weitere Experimente zu wagen. Ich habe auch so langsam jede mir bekannte Methode ausprobiert, die bei Momos Allergien helfen könnte. Ich hoffe weiter, inzwischen ganz verzweifelt, dass die Hyposensiblisierung, die wir nun bereits seit fast 14 Monaten machen, vielleicht doch irgendwann eine Wirkung zeigen wird.

Mittwoch, 22. März 2017

Frankreich. Da, wo es immer regnet


Es scheint, wir lernen wohl nie dazu. Nach unserem vollkommen verregneten Urlaub in Frankreich im letzten Jahr, haben wir es wieder gewagt. Nein, wir haben (zum Glück) nicht wieder Urlaub in Frankreich gemacht, aber immerhin einen Tagesausflug nach Wissenbourg an der französischen Grenze gewagt. Als wir hier los fuhren sah das Wetter und auch der Wetterbericht dazu noch vielversprechend aus. Zwar gab es keinen Sonnenschein, aber regnen sollte es eigentlich auch nicht. Aber, wir und Frankreich, das soll scheinbar einfach nicht sein. Wir hatten kaum die französische Grenze passiert, da war er wieder: Der Regen.


Darauf waren wir, ganz naiv, nicht vorbereitet und hatten weder Regenschirme noch Regenmäntel für Genki und Momo dabei. Aber was soll man schon machen, wenn man die weite Strecke gefahren ist, als das ganze dennoch durchzuziehen? Und so sind wir nicht von unserem ursprünglichen Plan abgekommen. Wir wollten erst mit den beiden auf den Feldern außerhalb von Wissenbourg spazieren gehen und danach noch einen kurzen Stadtbummel machen.


Zu Beginn haben wir noch gehofft, dass es sich nur um einen kurzen Regenschauer handeln würde und die grauen Wolken wieder wegziehen würden. Genki und Momo hatten auch trotz des Regens Freude daran die für sie unbekannte Gegend auszuschnüffeln, obwohl sie sonst keine Freunde vom Regen sind.

 
Gerne hätten wir die Gegend auch noch weiter erkundet, denn es sah nach einer vielversprechenden Strecke, die gut übersichtlich und vollkommen menschenleer war, aus, aber irgendwann war leider abzusehen, dass der Regen eher stärker als schwächer wurde und dass das ganze, zumindest ohne richtiger Regenausstattung, wenig Sinn hatte.


So sind wir viel früher als geplant wieder umgedreht und sind in Richtung Stadt gefahren. So hatten wir uns den Spaziergang nicht vorgestellt. Zum Schluss haben wir noch ein paar frühe Frühlingsboten gefunden, auch wenn das das einzige war, was wir vom Frühling an diesem Tag zu Gesicht bekommen haben.


Also ging es weiter nach Wissenbourg. Unsere erste Idee war es gewesen und ein Café zu suchen und abzuwarten, bis der Regen nachließ. Leider hatten sich die grauen Wolken aber inzwischen in eine einzige graue Suppe verwandelt, die nicht aussah, als würde sie irgendwann weichen und das Warten auf besseres Wetter schien für diesen Tag aussichtslos. So haben wir eine kleine Runde durch die Innenstadt gedreht, aber so recht Spaß daran hatte keiner von uns. Momo versuchte an jedem Eingang zu einem Gebäude hineinzulaufen. Ob sie Schutz vor dem Regen gesucht hat, oder einfach nur die Stadt doof fand, kann ich nicht einmal sagen. Eigentlich sind sowohl Genki als auch Momo stadterprobt, da sie ein Mal in der Woche einen Bürotag mit dem Herrchen des Hauses haben und seine Arbeitsstädte mitten in der Heidelberger Innenstadt liegt.


Auf unserer kleinen Runde durch die Innenstadt haben wir eine kleine, erhöhte parkähnliche Anlage gefunden. Wenn der Regen nicht gewesen wäre, hätte ich das richtig schön gefunden. Dort haben wir auch eine andere Französische Bulldogge getroffen, aber leider war schnell klar, dass da von keiner Seite große Liebe herrscht. Dass Genki, seit sein Kastrationschip aufgehört hat zu wirken, wieder vermehrt sabbert, hatte ich ja bereits erzählt. Je aufregender die Umgebung ist, desto mehr sabbert er. So kann es schon Mal passieren, dass man nach dem Schütteln plötzlich den eigenen Sabber auf dem Kopf hat:


Oder, dass man versucht den Weltrekord für den längsten Hundesabberfaden der Welt aufzustellen:


Ich finde, die Sabberfäden sind schon sehr beeindruckend. Mich stört es übrigens nicht, auch wenn es nicht so angenehm ist, dass der Sabber auch ständig auf meiner Kleidung landet. Ich bin es aber schon gewohnt, dass bei mir, wenn ich mit Genki und Momo unterwegs bin, selten die Kleidung sauber bleibt - schon alleine, weil ich mich zum Fotografieren auch auf den Boden lege oder zumindest setze - und laufe mit den beiden nur in meiner von vornherein schmuddeligen Gassigehgarderobe spazieren, so dass der bisschen Sabber auch keinen Unterschied mehr für mich macht. Die Leute denken bei meinem Anblick vermutlich auch ohne Sabber schon, dass ich unter einer Brücke wohne.


Das Herrchen des Hauses findet Genkis Sabberfäden dafür "total ekelhaft" und bleibt etwa alle 100 Meter stehen, um Genki den Sabber mit einem feuchten Tuch abzuwischen. Genki hat also nicht nur persönliche Popo-, sondern auch Schnutenabwischer. Das Abwischen ist, meiner Meinung nach, ein ziemlich aussichtsloses Unterfangen, denn Genki gibt sich stets große Mühe seinen Sabberfaden schnell neu zu kultivieren.


Unser Frankreichausflug war leider nicht so, wie wir es erhofft haben. Immerhin sind wir am Schluss mit leckerem Cidre und Käse ausgestattet nach Hause zurückgekehrt. Ob wir uns so bald wieder nach Frankreich wagen, bleibt abzuwarten.