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Freitag, 24. März 2017

Mykotherapie gegen Momos Allergien?


Dieser Blogeintrag geistert schon seit einer ganzen Weile halbfertig in meinen Entwürfen herum und immer wieder habe ich darüber nachgedacht ihn ganz zu verwerfen, denn ich kann euch das Ergebnis des ganzen gleich verraten: Es hat leider nicht geholfen. Zum anderen bin ich inzwischen zögerlich, wenn es darum geht über Momos Allergien und den dadurch verursachten Juckreiz zu schreiben. Das mag sich jetzt vielleicht undankbar anhören, aber ich bekomme nach jedem solchen Beitrag immer einige E-Mails mit Ratschlägen. Ich weiss, dass diese Ratschläge gut gemeint sind und einerseits bin ich auch ganz gerührt von der großen Anteilnahme, oft von Leuten, die ich garnicht kenne und von denen ich nicht wusste, dass sie unseren Blog überhaupt lesen. Zum einen sind die meisten Ratschläge aber etwas, das wir schon längst ausprobiert haben und das bei uns nicht geholfen hat, zum anderen sind es aber auch oft Ratschläge, die bei einem Hund vielleicht gut geholfen haben, bei uns aber garnichts bringen können, weil die Ursache für Momos Juckreiz eine ganz andere ist. So kann eine Ernährungsumstellung bei einem Hund mit Futtermittelunverträglichiet helfen, wird uns aber bei Momo mit ihrer Hausstaubmilbenallergie nichts bringen. Einem Hund, der Probleme mit Grasmilben hat, wird es vielleicht helfen, die Füße mit Essig einzureiben, aber auch das ist nicht unser Problem und hilft uns nicht. Zudem mag man vielleicht meinen "Aber es schadet doch nicht, es zumindest auszuprobieren" und das bekomme ich auch oft zu hören, aber dem ist leider nichts so, denn für jedes Experiment muss ich mit der Gabe unseres Cortisonsprays aussetzen, um beurteilen zu können, ob es wirkt und die Folgen davon könnt ihr am Schluss dieses Beitrages sehen. Deshalb widerstrebt es mir mit Dingen herum zu experimentieren, von denen ich von Anfang an überzeugt bin, dass sie in unserem Fall nicht helfen können. Jeder solcher Versuch ist eine oftmals unnötige Qual für Momo und ich habe oft die Befürchtung, dass es sehr unhöflich erscheint, wenn ich viele Ratschläge ablehne, auch wenn ich immer darum bemüht bin dies zu begründen.


Die Mykotherapie gehört zu den vielen Dingen, die wir versucht haben und auch wenn es uns leider nicht helfen konnte, möchte ich dennoch zumindest darüber berichten. Bezüglich Momos Allergien greifen wir hier langsam nach dem letzten Strohhalm. Nachdem alle anderen Therapieansätze, angefangen von Ausschlussdiäten, Kräutern, Salben, Shampoos, Ölen, Akupunktur, MSM, Homöopathie oder Bioresonanz bis hin zur Hyposensibilisierung bisher leider nicht wirklich eine Besserung bringen wollten, haben wir der Mykotherapie eine Chance gegeben. Das wollte ich bereits zuvor versuchen, allerdings nicht zeitgleich mit der Hyposensibilisierung, denn im Falle einer Besserung hätte ich nicht gewusst, was diese nun hervorgebracht hat. Die Hyposensibilisierung machen wir zwar noch immer (unsere neue Lösung ist ganz knapp 3 Tage bevor wir sie gebraucht haben doch noch angekommen), aber nach 10 Monaten ohne jegliche Besserung musste ich nicht nur annehmen, dass auch in Zukunft kein Erfolg mehr eintreten würde, sondern war auch der Meinung dass Momos Zustand so nicht mehr tragbar war. Es musste etwas geschehen und bevor wir zur letzten Notlösung - Momos Beschwerden dauerhaft mit Medikamenten wie Apoquel oder Cortison zu lindern - greifen, versuchten wir den einzigen Therapieansatz, den wir bisher noch nicht verfolgt hatten.

Bei der Mykotherapie handelt es sich um die Anwendung von Pilzen oder Pilzextrakten als Therapie. Leider handelt es sich dabei, wie auch bei der Homöopathie, um keine wissenschaftlich anerkannte Heilmethode. Man darf also skeptisch sein und ich als Oberskeptiker bin es sowieso. Aber ich möchte für Momo nichts unversucht lassen und wenn ich selbst der Homöopathie, die ich für einen einzigen großen Witz halte, eine Chance gegeben habe, so muss ich es bei den sogenannten Vitalpilzen auch machen. Und während Vitalpilze in der traditionellen chinesischen Medizin schon seit langem verwendet werden, sind sie im Westen noch nicht so lange auf dem Radar. Das bedeutet, dass es bisher noch nicht all zu viele umfassende Studien gibt, die sich bemühen ihre Wirksamkeit zu belegen oder zu widerlegen. Es gab aber durchaus Studien, die unter anderem Hinweise auf Veränderungen im Immunsystem im Zusammenhang mit Vitalpilzen feststellen konnten, auch wenn das bisher nicht als eindeutiger wissenschaftlicher Beweis zu reichen scheint. Der größte Unterschied liegt aber darin, dass Pilze, im Gegensatz zu Homöopathie, nachweisbare Inhaltsstoffe haben. Die Frage war natürlich, ob das reichen würde.

Momo hat Reishi- und Enoki-Extrakt für Momo bekommen. Enoki soll entzündungshemmend sein, sowie IgE-Antikörper hemmen. Enokitake war übrigens garnicht so einfach zu bekommen, denn es gibt nur einen einzigen Hersteller, der diese Pilze in Extraktform in Deutschland vertreibt. Reishi soll ebenfalls entzündungshemmend sein und einen histaminunterdrückenden Effekt haben und daher besonders bei der Anwendung bei Juckreiz der Haut geeignet sein. Ich setzte hier meine Hoffnung weniger auf Reishi da wir ja bereits Antihistaminika wie Cetirizin oder Histacalmine bei Momo angewendet hatten und auch das zu keiner Besserung geführt hat. Das Unterdrücken von Histamin scheint bei Momo also keine erfolgversprechende Methode zu sein.

Französische Bulldogge Hund Juckreiz Allergie Mykotherapie

Wir haben erst einmal  mit einer Minidosis begonnen und haben diese Tag für Tag gesteigert, bis wir nach einer Woche bei der letztendlichen Dosis angekommen sind. Auch dieses Mal hatte ich wenig Hoffnung, dass das ganze etwas bringen würde. Nach so vielen ergebnislosen Therapieversuchen hätte ein Erfolg für mich fast an ein Wunder gegrenzt und das Wunder ist leider ausgeblieben. Die Pilzpulver habe ich ihr über Monate gegeben, ohne eine Wirkung zu sehen. Irgendwann habe ich auch begonnen die Dosis zu erhöhen, denn Momo liegt mit ihren 10kg genau zwischen den üblichen Dosierempfehlungen aller Medikamente und auch der Pilzpulver. Auch das hat nichts gebracht. Das schlimmste ist aber, dass ich den großen Fehler gemacht habe ihr Cortisonspray auszusetzen, denn wie sonst soll ich wirklich beurteilen können, ob die Mykotherapie etwas bringt. Ich kann ja nicht wirklich gut beurteilen, ob ihr Juckreiz nachlässt, wenn er durch die Gabe des Cortisons unterdrückt wird. Nach einer Weile sah Momo so schlimm aus, wie selten zuvor.

Französische Bulldogge Hund Juckreiz Allergie Mykotherapie

Momentan habe ich nicht vor weitere Experimente zu wagen. Ich habe auch so langsam jede mir bekannte Methode ausprobiert, die bei Momos Allergien helfen könnte. Ich hoffe weiter, inzwischen ganz verzweifelt, dass die Hyposensiblisierung, die wir nun bereits seit fast 14 Monaten machen, vielleicht doch irgendwann eine Wirkung zeigen wird.

Kommentare:

  1. Liebe Monika,

    ich kann Deine in der Einleitung geschilderten Probleme gut verstehen. Viele gut gemeinte Ratschläge sind bei Dir gelandet ... aber Du musst Dir doch keine Gedanken darüber machen, wenn Du diese nicht befolgst oder Dich damit nicht weiter befasst. Der Schreiber hat es zwar mit Sicherheit gut gemeint, aber er kennt eure Situation nur aus Deinen Berichten hier auf dem Blog - also nur Teile davon.

    Mir ging es sehr ähnlich, als Laika ihre Arthrose bekam – ich bekam so viele Tipps, dass ich nicht mehr alles sortieren konnte. Dann habe ich mich auf das besonnen, was wichtig ist – ich und meine Hunde. Den Schreibern habe ich höflich gedankt ohne mich darüber auszulassen, ob ich es probiere oder nicht – und ohne den Ansatz einer weiteren Erklärung oder gar Rechtfertigung.

    Ich finde es toll, dass ihr schon so viel probiert habt und versucht Momo so gut es geht zu helfen. Ich wünsche euch sehr, dass ihr einen für euch alle gangbaren Weg findet.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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  2. Ratschläge sind die schlimmsten Schläge ...
    aber ganz ehrlich...bei Tibi fielen schon Sätze wie:"Wollen sie die Kleine nicht gehen lassen?"
    Dabei war noch nicht mal alles an den Medikamenten ausgereizt...dass die Dosis noch erhöht werden konnte.
    Aber 2 Hinweise hab ich bekommen und ich bin so unwahrscheinlich glücklich darüber.
    Weil es so viel besser wurde.
    Ganz liebe Grüße
    Sylvia und Tibi

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    1. Jetzt hab ich vergessen zu schreiben, dass ich dich verstehe ... du siehst Sorgen machen einen ganz verrückt. So hoffe ich , dass es besser wird bei euch.
      Sylvia

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  3. Oh je, ihr habt schon so viel ausprobiert und du gibst dir solche Mühe! Und dann immer nur Rückschläge.
    Wir hoffen trotzdem weiter, dass es mit der Allergie bald besser wird.

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly

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  4. Liebe Monika,

    zunächst einmal muss ich Dir sagen, dass ich Deinen unermüdlichen Einsatz rund um Momos Erkrankung einfach wunderbar finde. Ohne Pause und immer auf der Suche nach Hilfe.

    Generell finde ich es toll, wenn man Dir Tipps gibt. Mich erreichen solchen nicht. aber ich kann auch gut verstehen, dass man genervt ist, wenn man diese nicht umsetzt. Ich bin bei Socke auch immer sehr zögerlich und vertraue lieber den Tierärzten, der Tierheilpraktikerin und auch meinem Bauchgefühl. Wir alle kennen Socke besser.

    Ich glaube durchaus an alternative Heilpraktiken. Der Socke-nhalter hat sich neben der Schulmedizin auch von einem Heilpraktiker behandeln lassen und die erste Operation ist erfolgreich gewesen. Nun wissen wir nicht woran es lag, aber es hat nicht geschadet. Beim zweiten Knie die selbe Prozedur, aber es dauert noch, bis wir ein Ergebnis bekommen. Wir hoffen. Und auch Socke hat schon gute Ergebnisse mit Naturheilverfahren gehabt.

    Ich finde es aber überhaupt nicht tragisch, dass Du eine ablehnende Meinung hast und dem nicht traust. Ich bin bei mir auch lieber beim Facharzt, was aber eher mit dem Wunsch nach schneller Heilung zu tun hat. ich bin schrecklich ungeduldig.

    Es tut mir so leid, dass auch dieser Versuch bei Momo gescheitert ist. Ich sehe es bei Socke auch so. Es gibt viele Alternativen, aber solange Socke das Cortison bekommt, bringen versuche nichts. Ohne Cortison hat Socke sehr starke Schmerzen und ich finde es nicht fair an Socke auf ihre Kosten zu experimentieren. Und we sagt mir, dass Socke dann wirklich länger lebt und vor allem ein schmerzfreieres Leben hat.

    Ich würde mir so sehr wünschen, dass Ihr etwas findet. Helfen kann ich Euch aber leider nicht. och nicht. denn sollte ich mal etwas hören, was interesaant sein könnte, schreibe ich Dir auch eine E-Mail. ;o)

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke



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  5. Wir wünschen euch einfach - dass ihr einen gangbaren Weg findet und die Belastung ertragbar ist.
    Ayka mit Frauchen

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Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar. ♡