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Montag, 6. März 2017

Warum ich meinen Hund hochnehme


Heute möchte ich über ein Thema schreiben, dass mir schon recht lange auf der Seele liegt. Da ich aber immer ungerne "kritische" Themen auf unserem Blog auffasse und lieber von unserem Alltag berichte, habe ich es bisher aufgeschoben und irgendwann wollte ich dieses Thema auch ganz unter den Tisch fallen lassen. Vor einiger Zeit sah ich mich dem Thema aber wieder - mit all seinen Vorurteilen - konfrontiert und möchte nun doch meine Sichtweise und unsere persönlichen Erfahrungen damit wiedergeben: Soll man einen Hund hochnehmen, wenn er Angst hat? Das kann in vielen Situationen zutreffen, der Klassiker ist aber natürlich die Hundebegegnung.

Das Hochnehmen des eigenen Hundes ist mit unglaublich hartnäckigen Vorurteilen behaftet. Vorurteilen, die einem immer und immer wieder eingeprägt werden, so dass ich Genki in den ersten Jahren bewusst in solchen Situationen nie hochgenommen habe. Rückblickend frage ich mich heute nur noch "Wie blöd warst du eigentlich?". Wie sehr habe ich mir lange einreden lassen, dass man bestimmte Dinge bei der Hundeerziehung aus diesem oder jenen Grund nicht machen soll und uns das Leben damit unnötig schwer gemacht!


Aber fangen wir von vorne an: Wer unseren Blog schon lange verfolgt, der wird wissen, dass wir mit Genki große Probleme mit anderen Hunden haben, bzw. hatten. Er selbst wurde bereits gebissen und hat selbst gebissen. In unserer schlimmsten Zeit, an der wir nur selten an einem Hund vorbeilaufen konnten, ohne dass Genki förmlich explodierte, haben wir auch die Hilfe von Hundetrainern in Anspruch genommen und an diese Problemen gearbeitet. Wir hatten Einezlstunden, Gruppenstunden, haben an Social Walks teilgenommen. Von all dem habe ich hier in der Vergangenheit auch schon berichtet. Mit der Zeit wurde das Problem zwar etwas besser und die Ausraster seltener, so wirklich in den Griff bekommen haben wir es aber nicht. Wenn Genki einen anderen Hund sieht, bleibt er stehen, spannt sich am ganzen Körper an, der Kamm wird aufgestellt, er fängt an am ganzen Körper zu zittern, das Herz klopft in den Himmel. Kommt der andere Hund dann näher, ist Genkis Verhalten ein russisches Roulette. Manchmal passiert nichts, manchmal explodiert er von einer Sekunde auf die andere und möchte dem anderen Hund an die Kehle springen. Besonders problematisch ist das natürlich, wenn der andere Hund nicht angeleint ist und an Genki heran kommt. Oft wird behauptet, Hunde würden merken, wenn der Gegenüber keinen Kontakt wünscht und man sollte meinen, ein vernünftiger Hund könnte die Zeichen deuten und würde von Genki fern bleiben. Ich habe aber nur viel zu oft die Erfahrung gemacht, dass das nicht immer der Fall ist.

Lange habe ich erfolglos versucht diese Situationen irgendwie zu meistern. An manchen Tagen - vor allem bevor wir ein Auto hatten und auf abgelegenere Spazierstrecken ausweichen konnten -  glich ein Spaziergang mit Genki oft einem einzigen Alptraum. Ich fühlte mich völlig überfordert und hatte die Situation in keiner Weise im Griff. Auf die Idee, Genki hochzunehmen, bin ich nicht gekommen. Schließlich wird es einem immer und immer wieder eingeredet: A) Nimmt man den Hund hoch, bekräftigt man ihm in seiner Annahme, dass es etwas gibt, wovor er Angst haben müsste und verstärkt so sein Verhalten. B) Nimmt man den Hund in solch einer Situation hoch, wertet er sich auf, fühlt sich stärker und wieder wird sein Verhalten verstärkt. Das Selbe wird auch gerne über einige andere Verhaltensweisen gesagt, wie zum Beispiel das beruhigend Einreden,  das beschützend zum Hund hinuntersenken oder das Streicheln in solch einer Situation.

Der erste augenöffnende Moment waren für mich die Worte eines Hundetrainers. Ich kann sie heute leider nur noch sinngemäß wiedergeben: Warum gehen wir Menschen eigentlich davon aus, dass unsere Hunde aus jeder unserer Verhaltensweisen und all den möglichen Dingen, die sie daraus lernen könnten, ausgerechnet die schlimmstmögliche Option wählt? Warum können wir nicht in Betracht ziehen, dass unsere Hunde solch ein Verhalten nicht als genau das verstehen können, was es ist, nämlich als Geste, die sagt: Ich beschütze dich. Ich passe auf dich auf. Und warum sollen wir unseren Hunden diesen Schutz verwehren, weil irgendwo irgendjemand der Meinung ist, es sei nicht richtig?

Und dann fing ich an Genki hochzunehmen. Ich habe ihn hochgenommen, wenn freilaufende Hunde uns zu nahe kamen. Ich habe ihn hochgenommen, wenn er beim Vorbeilaufen an einem anderen Hund explodiert ist. Wenn der Hund uns nicht zu nahe kam, habe ich angefangen neben Genki in die Hocke zu gehen, den Arm um ihn zu legen und beruhigend auf ihn einzureden, bis der andere Hund vorbeigelaufen war. Heute kann ich sagen, damit anzufangen war einer der besten Dinge, die ich je für Genki und auch für uns getan habe.

In dem Augenblick, in dem ich Genki hochnehme, verwandelt sich die eben noch vor Anspannung zitternde Fellnase von einem auf den anderen Moment in einen vollkommen entspannten Hund. Kein Zittern, kein Herzklopfen, kein aufgestellter Kamm. Um genau zu sein hängt Genki nahezu entspannt wie ein Sack Kartoffen in meinen Armen und schaut neugierig zum anderen Hund hinunter.


Natürlich bekommt man, wenn man seinen Hund hochnimmt, ständig Sprüche anderer Hundebesitzer zu hören und "Kann der nicht selber laufen?" gehört da noch zu den harmlosen Sachen, über die ich schmunzeln kann. Leider ist das negative Stigma des Hochnehmens so fest in den Köpfen der Hundebesitzer verankert, dass viele nicht einmal mehr unvoreingenommen wahrnehmen können, was sie vor ihren Augen sehen. Ich erinnere mich hier ganz konkret an eine Situation: Wir wollten im Wald spazieren gehen. Am Waldparkplatz stand ein Hund mit seinem Besitzer. Wir sind aus unserem Auto ausgestiegen, wollten vorbeilaufen, doch Genki war an diesem Tag Mal wieder nach Explosion und er warf sich kläffend und knurrend in die Leine. Ich habe ihn hochgenommen und sofort hörte das Bellen auf. Genki hing völlig teilnahmslos in meiner Armbeuge, während wir entspannt am anderen Hund vorbei liefen. Das ganze wurde vom anderen Hundebesitzer mit "Jaja, jetzt fühlt er sich natürlich ganz besonders stark" kommentiert. Ich frage mich bis heute, was der andere Hundebesitzer da wahrgenommen hat, denn mit Sicherheit nicht das Selbe wie ich. Manche Leute gehen sogar noch weiter. Ich habe für diesen Blogeintrag versucht zu recherchieren, ob es eine wissenschaftliche Herangehensweise an dieses Thema gib und ob sich zum Beispiel Verhaltensvorscher intensiv damit auseinandergesetzt haben, was sich so ein Hund denn tatsächlich denkt, wenn er in solch einer Situation hochgenommen wird (gibt es nicht) und dabei zahlreiche Diskussionen zu dem Thema gefunden, bei denen es sogar Leute gab, die die Meinung vertraten, Hundebesitzern, die ihre Hunde bei Hundebegegnungen hochnehmen, solle man die Hunde wegnehmen (Aber sonst geht's noch gut?).

Aber das Hochnehmen hat für uns bei weitem nicht nur die vorher kritischen Situationen entschärft. Es hat sich für uns nicht einfach als "einfache Notlösung" entpuppt, sondern als die bisher effektivste Lernmethode im Umgang mit anderen Hunden, die wir je mit Genki hatten. Wo alle gängigen Ratschläge gescheitert sind, hat es sich für uns als die Methode herausgestellt, mit der wir endlich Fortschritte machen. Seit wir Genki in solchen Situationen hochnehmen, wird sein Umgang mit Hunden immer besser und besser. Inzwischen wird das Hochnehmen selbst immer seltene nötig und wir erleben Dinge mit Genki, die ich vor noch einem Jahr nicht für möglich gehalten habe. Erst am vergangenen Wochenende kam ein freilaufender Hund zu uns gerannt. Einen Meter von uns blieb er stehen und schaute und schaute und schaute. Genki schaute eine Weile zurück, dann wurde ihm das zu wohl unspektakulär. Er drehte sich zu mir um und bekam prompt einen Keks. Und da steht mein Hund, dreht einem fremden Hund den Allerwertesten zu und lässt sich von mir mit Keksen vollstopfen! Für andere mag das vielleicht nicht besonders außergewöhnlich klingen, für uns ist das eine unglaubliche Leistung, ja, sogar etwas, das ich nie für möglich gehalten habe! Gleich am nächsten Tag hatte mein Mann Genkis maximale Wohlfühlentfernungsdistanz unterschätzt und Genki frei laufen lassen, obwohl ein fremder Hund in unserer ferneren Umgebung war. Genki lief zum anderen Hund, blieb etwas vor ihm stehen. Wir riefen, ein kurzes Zögern und Genki drehte um und kam zu uns zurück gerannt. Ich hätte vor Freude weinen können.
Genki ist weit davon entfernt "geheilt" zu sein, aber sein Umgang mit fremden Hunden wird immer besser. Ich bin fest davon überzeugt, dass Genki durch das Hochnehmen gelernt hat "Wenn es brenzlig wird, dann greifen meine Menschen ein und beschützen mich". Er hat sich in keinen größenwahnsinnigen Hund verwandelt, der sich selbst ins Unendliche aufwertet.

Damit will ich auf keinen Fall sagen, dass das Hochnehmen eine für alle Hunde gleichermaßen geeignete Methode ist. Das Parade-Gegenbeispiel habe ich hier. Ich habe Momo ein Mal versucht bei einer Hundebegegnungen, bei der sie von einem anderen Hund bedrängt wurde, hochzunehmen und es ist alles eingetreten, wovor immer gewarnt wird. Die kleine Giftkröte verwandelte sich in eine große, auf meinem Arm zappelnde und kreischende Giftkröte. Momo ist jemand, bei dem diese "Sicherheit" dazu führt, dass sie sich so groß und stark fühlt, dass sie andere Hunde angreifen möchte. Auch wenn Genki einem fremden Hund zu nahe kommt, muss man bei ihr aufpassen, denn alleine Genkis Nähe gibt ihr eine Selbstsicherheit, die sie alleine nicht hat und die dazu führt, dass sie in den Angriffsmodus übergeht. Es ist also durchaus etwas dran, an den Vorurteilen des Hochnehmens. Aber das Hochnehmen ist für uns auf keinen Fall eine pauschal abzulehnende Methode, mit der man sich alle Hunde verdirbt. Jeder Hund, der im Umgang mit anderen Hunden problematisch ist, hat seine ganz eigenen Gründe, weshalb er so handelt wie er handelt. Genki hat in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht, in denen wir es nicht geschafft haben richtig zu handeln und ihn zu beschützen. Ich denke, dass es genau das ist, was er wieder lernen musste. Dass wir für ihn da sind und dass wir ihn vor solchen Situationen schützen können.


Ich bin mir ganz sicher, dass diese Methode nicht für jeden Hund die richtige ist. Vielleicht ist sie sogar für die meisten Hunde nicht die richtige Methode. Ich weiss nur, dass es für uns das richtige ist, dass es für uns und Genki am besten funktioniert und dass es bei uns die besten Erfolge zeigt und ich wünsche mir sehr, dass das Hochnehmen nicht so rigoros pauschal zu unrecht verurteilt werden würde. Auch ein paar Gedanken zu diesem Thema hat sich schon vor längerer Zeit der Blog Maulkorbfrei hier gemacht. Der Beitrag spricht mir aus der Seele und auch wenn die Autorin mit der Methode des Hochhebens keine langfristige Verbesserung erzielt, so stellt sie ebenfalls fest, dass ihr Hund durch das Hochnehmen entspannt, statt dem Größenwahnsinn zu verfallen.

Ich möchte mit diesem Beitrag das Hochnehmen der Hunde nicht als gängige Trainingsmaßnahme etablieren, sondern vielleicht zu einem Umdenken anregen und mit Vorurteilen aufräumen: Ein Hund, der in solch einer Situation hochgenommen wird, fühlt sich nicht zwangsweise, wie immer wieder behauptet, überlegen, sondern oft auch einfach nur beschützt. Und daran ist nichts verkehrt.

Kommentare:

  1. Liebe Monika,

    ich freue mich, dass Du einen für euch guten Weg gefunden hast Genki zu helfen ... und ich finde es nicht schlim, wenn es durch das Hochheben passiert. Ich kann Dich sogar gut verstehen. Cara ist ja sehr ängstlich und bei manchen Hundebegegnungen kaschiert sie das durch extrem explodierendes Auftreten - ich kann Sie zwar auch durch Halten und Ähnliches manchmal beruhigen - aber wenn ich könnte, ich hätte Sie sicher auch schon angehoben.
    Einmal habe ich sie mir um den Hals gelegt - da war Sie aber wirklich noch viel kleiner und leichter ... undich hatte sie gerade unter einem etwas 50kg schweren Hund herausgezogen. Die Panik hat dann geholfen. Sie wurde aber auch schlagartig ruhiger und entspannte.

    Lösungen müssen nicht für jeden funktionieren - wichtig ist, dass sie für euch funktionieren. Und dann ist es auch egal, wie blöde manche Kommentare dazu sind. Als Hundehalter legt man sich mit der Zeit ja auch ein dickeres Fell zu ;)

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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  2. Ihr habt für Euch eine gute Lösung gefunden. Super! Sicher nicht für jedermann das Richtige - eh klar - aber wenn es funktioniert - umso besser. :-) Lg Claudia&Lady

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  3. Ich freue mich das ihr über dieses schwierige Thema geschrieben habt, ich halte überhaupt nichts davon den Hund hochzunehmen. Es ist eine Lösung keine Frage, sollte jedoch kein Dauerzustand sein. Wir geben unseren Hunde die Bestätigung das richtig ist was sie grade tun- haben Sie also stress mit einem Hund bestätigen wir unsere Hunde. Haben sie Angst, bestätigen wir damit die Angst und sagen mit der hochnehm aktion, in Hundesprache - du hast völlig recht habe Angst, haben so viel angst wie nur geht. Ich nehm dich hoch damit ich dir zeigen kann die gefährlich das da "unten" ist.
    wäre ein solches verhalten wirklich grundlegend "gut" oder "total erfolgreich" müsste man ja seinen Hund nicht immer und immer und immer wieder hochnehmen ..oder? Wenn es wirklich "gut" wäre würde sich der Hund doch irgendwann angeblich sicherer fühlen doch das ist nun mal nicht der Fall.
    außerdem mobben wir zusätzlich den zum Beispiel unten gebliebenen Hund gleich zusammen mit unserem Hund mit. Das hochnehmen zeigt die Überlegenheit des hochgenommen und die Hunde die unten stehen, können meist noch energischer werden...
    Ich kann mir denken das manche Hunde entspannter werden, wenn Sie dauerhaft und immer wieder hochgenommen werden aber warum? weil sie wissen egal was mir passiert ob ich als Hund jetzt pöbel oder selber der Hund bin der Stress macht, "rettet" mich mein halter. Nach dem Motto ich kann machen was ich will- gleich mobben wir dich sogar zusammen weil ich hochgenommen werden, mit passiert sowie nicht. Natürlich entsteht da eine Art Beziehung. Nur in meinen Augen aus den falschen Ansätzen.
    Aus meiner Sicht gibt es nicht schlimmeres als fehlverhalten zu bestätigen oder seine Unsicherheit in den Hund zu spielen und damit wird dieses Verhalten verstärkt. Natürlich gibt es mal Situationen wo man es vor Schreck tut, wenn man Angst hat. Ich denke jedoch, dass hier das Hund Mensch Team an seinem verhalten arbeiten sollte um diese Situationen zusammen so sicher zu meistern das ein hochnehmen keine Option mehr ist.

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  4. Ich freue mich, dass es bei euch wieder besser läuft. Da Joy ja damals selbst immer Bissopfer war und wir danach Probleme hatten, weiss ich das man sich über KLeinigkeiten freut.
    Über das Thema nochnehmen habe ich mir nie gedanken gemacht. Aber es kommt auch bei unserer Hundegröße eher nicht gut. Ich verurteile auch Leute nicht die das machen. Ich hab allerdings machmal das Gefühl das grad Neuhundebesitzer ihre kleinen Hunde gern Panisch hochreißen wenn nur ein anderer Hund kommt. Oft konnte ich dann beobachten das der verspielte ankommende Hund hochspringt um an den anderen Hund zu kommen. Diese Situationen begleitet von Panischem Gekreische betrachte ich tatsächlich Kritisch und Voreilig. Das ist für mich kein gezieltes Hochnehmen wie bei euch. Ihr habt es ja quasi bei Genki auch ein wenig ankonditioniert. Und wenn es toll klappt. Warum auch nicht. Das ist eben euer Weg und da sind doofe Kommentare fehl am PLatz von Fremden, die eure Hunde eben nicht kennen.
    lg Becki

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  5. Ich finde es gut, wenn Ihr eine Lösung für Euch gefunden habt. Auch wenn ich mit Socke einen ganz anderen Hund an meiner Seite habe, kann ich mir vorstellen, wie es ist, einen Hund an der Leine zu haben, der bei Hundebegegnungen nicht leicht zu händeln ist. Das kann schon eine echte Not werden. Und wenn Ihr Euch beide in den Situationen entspannt, ist das sicher auch gut.
    Ich kann nicht beurteilen, ob es langfristig gut oder schlecht, wenn Du Genki hochnimmst, daher kann und möchte ich das nicht bewerten.
    Ich denke, dass Du eine sehr verantwortungsvolle und engagierte Hundehalterin bist und nicht leichtfertig diesen Weg gehst und schon Vieles probiert hast. Daher mach es so, wie Du meinst und rechtfertige Dich nicht…..

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke, die Socke auch immer noch ins Sitz bringt, wenn uns Fahrradfahrer und Kinder in großen Gruppen und mit lautem Getöse entgegenkommen

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  6. Wuff, ist doch einfach wichtig dass ihr einen Weg gefunden habt - bei entsprechenden Kommentaren einfach die Ohren auf Durchzug stellen meint mein Frauchen. Die sowiso auf Kriegsfuss steht mit so allegemeinen, fast in Stein gemeisselten Regel. Du glaubst es nicht, aber ihr hat ein Trainer in der Hndeschule doch echt gesagt sie soll mich bei schwierigen Situationen einfach auf den Arm nehmen - ich wog damals bereits 12 Kg und mein Frauchen ist nun echt nicht die Stärkste und wenn du dir vorstellst dass ich heute 32 Kg wiege - zum Glück hat sie da für uns eine andere machbare Lösung gefunden.
    Die gerne eigenständige Ayka

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  7. Für das Hochnehmen explizit fällt mir zwar keine Studie ein, aber letztes Jahr las ich eine wonach bei Gewitter bestätigt wurde, dass der Hund durch aus mit streicheln und gut zureden eine Hilfe findet.
    Schön, dass ihr eine individuelle Lösung gefunden habt und es DIR somit wahrscheinlich auch wesentlich besser geht bei Hundebegegnungen, denn die eigenen Angespanntheit finde ich persönlich auch schlimm.
    Heutzutage haben viele Menschen einen Hund und leider sehr wenige sind so erzogen oder bringen die nötige Sozialkompetenz mit, um unbedenkliche Hundebegegnungen zuzulassen.
    Wir haben hier alle zwei Monate mal einen Zwischenfall wo ich körperlich einschreiten muss um Watson unbeschadet aus der Situation zu ziehen (meist mit Hunden vom Kaliber "Schutzhund" und ich könnte auf gut deutsch jedesmal kotzen über die Arroganz der Besitzer)glaub mir...ich würde Watson sehr, sehr gerne auf den Arm nehmen um ihn davor zu beschützen diese Erfahrung immer und immer wieder zu machen.
    Es muss sich für dich gut anfühlen und wenn es dann auch noch Genki hilft anstatt ihn zu stressen...so what!
    LG Danni

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  8. Ich stimme dir vollkommen zu. Jeder Hund ist einzigartig und für manchen Hund ist es eine gute Sache, ihn hochzunehmen, für manche eben nicht. Charly reagiert wie Momo. Auf dem Arm fühlt er sich so sicher, dass er erst recht randaliert. Ich habe aber auch schon bei anderen Hunden gesehen, dass das Hochheben hilft.

    Man sollte viel öfters auf sein Bauchgefühl hören ...

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly

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  9. Da kann ich den anderen nur zustimmen, wenn es bei euch funktioniert, ist es das richtige für euch! Ganz egal was andere sagen, ihr habt gute Erfahrungen damit gemacht und es macht euer Leben ein Stück leichter, mehr muss man dazu ja wohl nicht sagen.
    Liebe Grüße
    Jasmin mit Nora, Rico und Sam

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  10. Ich kann das voll gut nachvollziehen, dass die unpassenden Kommentare anderer Hundebesitzer oder Leute nerven... ob Rosi bei kaltem Wetter ihren Mantel trägt oder eine Bekannte ihren jungen Sheltie die Treppe hochträgt: irgendwas kommt immer.
    Bei euch ist die Situation natürlich eine etwas andere, aber so wie schon alle geschrieben haben: wenn es in dem Moment für DEINEN Hund das Richtige ist, dann ist es das Richtige!
    Und wenn jetzt sogar manche Hundebegegnungen besser werden, dann kann man das ja auch als kleinen Erfolg werten!
    Wir wünschen euch ganz viel Glück, dass es weiterhin bergauf geht!
    Nina & Rosi

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  11. Ich lebe seit jetzt ca. 50 Jahren mit Hunden. Und ich lann nur vermuten: irgend etwas ist bei euch in der Erziehung des Hundes schief gelaufen. Es ist wohl ein Rassehund, daher also eventuell bereits beim Züchter, der Zucht an sich oder ab den ersten Tag danach.
    Ich schütze selbstverständlich auch alle Hunde, die bei mir sind - es waren in der Vergangenheit auch sehr oft TÄGLICH WECHSELNDE Pflegehunde, oft bis zu 10 am Tag - doch solch ein Verhalten brauchte ich nie!
    Und meine klare Meinung: LAss den Scheiß, erkenne was deine Fehler sind und hilf damit deinem Hund!
    Marc Fuhrmann, Wierschem

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  12. Liebe Monika! Mir gefällt, dass du so offen über dieses Thema berichtest und es freut mich sehr, dass ihr endlich den Weg, der für euch stimmig ist, gemeinsam geht. Dieser Hundetrainer, den du in deinem Bericht erwähnst, dürfte anscheinend in der Lage sein, Empathie zu empfinden. Ein großes Lob an ihn/sie. Nicht jeder Organismus ist dazu in der Lage. Am Anfang jeglichen Verhaltens stehen Emotionen (sie dienen dem Überleben und dem Anpassen an die Umwelt) und daraus folgen Bedürfnisse. Ob und wie ein Bedürfnis befriedigt wird, entscheidet über weitere Verhaltensweisen. Hierbei ist das Wechselspiel von präfrontalem Cortex und Amygdala ausschlaggebend. Hunde handeln also wie sie fühlen - ob wie wollen oder nicht, denn Verhalten ist eine Aktion und keine Eigenschaft. Und du hast es geschafft, durch das Hochnehmen von Genki, seine Emotionen in dieser Situation zu verändern (angenehmer werden zu lassen). Deshalb habe ich eine Bitte an dich: verwandle jegliches unangenehme Empfinden deines Hundes in ein Angenehmes! LG eine auf euch stolze Ösi

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  13. Ich habe unseren Hund in brenzligen Situationen schon immer auf den Arm genommen und die Menschen quatschen lassen.Hatte schon immer das Gefühl das er sich dann sehr sicher fühlte.Habe nicht gewußt das man darüber überhaupt diskutieren muß.Wieder was gelernt.

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  14. Klasse, dein Kommentar.

    Noch bis letztes Jahr hatte ich eine Aussiehündin. Sie ist mit 16 gestorben. Bis dahin glaubte ich A) und B) auch - dass man einen Hund bestätigt oder dass er sich beim Hochnehmen stark fühlt, weil er von oben herabschaut auf den anderen Hund.

    Gut, Aussies nimmt man nicht auf den Arm, aber seit Januar habe ich einen kleinen Hund, ein Windspiel-Mix.

    Erst habe ich ihn nicht hochgenommen, wenn er unsicher gebellt hat, egal, ob es Autos, Spaziergänger Gegenstände oder Hunde waren. Dann fing ich an, ihn hochzunehmen und ihm zu sagen, dass ich ihn beschütze. Und er ist ruhig auf dem Arm! Es wird auch immer weniger, dass ich ihn hochnehmen muss. Ich kann dich nur bestätigen!!!

    Danke, dass du meinen Eindruck bestätigst!

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Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar. ♡