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Montag, 14. August 2017

Die Sommerstrecke im Mühlbachtal


Heute zeigen wir euch ein bisschen, was wir den Großteil dieses Sommers so gemacht haben. Ich weiss, dass es vor allen in der nördlicheren Hälfte Deutschlands wohl nicht immer so sommerlich war und viel geregnet hat, aber hier in Baden-Württemberg konnten wir uns über mangelnden Sommer eigentlich nicht beklagen. Es gab natürlich auch einige graue Regentage, aber den Großteil des Sommers hatten wir Temperetauren um 30°C und dazu Sonnenschein. Zum Nachteil wird uns hier, dass sich zwischen Neckar und Odenwald die Hitze staut und es bei uns in der Gegend leider oft sehr unangenehm schwül wird. So sehr ich den Sommer liebe, für Genki und Momo ist das leider nicht das ideale Wetter, da ihnen die Hitze schnell zusetzt und wir nicht viel laufen können. Im letzten Jahr hat es uns fast täglich an den Neckar verschlagen, aber dazu mussten wir oft weiter fahren und diese Ausflüge waren auch nicht mit dem Laufen größerer Strecken verbunden, sondern eher mit einem längeren Aufenthalt am Wasser. Dieses Jahr haben wir eine alte, ehemals eher unliebsame, Strecke für uns wieder entdeckt, die wir hier fast täglich zurücklegen. Über einen Waldspaziergang am odenwäldischen Mühlbach haben wir euch auf unserem Blog vor über zwei Jahren schon einmal hier mitgenommen.


Das war einer von insgesamt zwei Spaziergängen, die wir bis zu diesem Jahr dort zurück gelegt hatten und keiner ist mir als ausnahmslos positiv in Erinnerung geblieben. Die Strecke ist eigentlich eine hervorragende Sommerstrecke, denn zum einen ist es im Odenwald immer etwas kühler, nicht nur weil es dort schattig ist, sondern weil der Odenwald ja auch etwas höher liegt. Zum anderen verläuft entlang des Weges der Mühlbach. Dieser ist recht klein und auch nur an einigen wenigen Stellen zugänglich, aber das reicht für uns schon, denn wenn Genki und Momo sich auch nur kurz abkühlen können, haben sie wieder Energie getankt um eine weitere Strecke ohne Schwierigkeiten laufen zu können und wenn die Energie sich zu Ende neigt, erreichen wir auch bald die nächste Wasserstelle zum Aufladen. So sind auch im Hochsommer bei 30°C zur Nachmittagszeit Spaziergänge von einer Stunde oder länger möglich.


Warum wir diese Strecke bisher gemieden haben, liegt daran, dass sie für den Odenwald unglaublich frequentiert ist - Es fährt für Besucher sogar ein Buss bis an den großen Waldparkplatz. Am Beginn der Strecke befindet sich ein großer Wasserspielplatz für Kinder, aber viele Familien verbinden den Besuch dort auch gerne mit einem Waldspaziergang. Eigentlich stören uns ja Kinder in keiner Weise. Genki und Momo haben mit Kindern, auch wenn sie laut sind, toben und rennen, keine Probleme und nicht viel Interesse an ihnen. Andersherum haben auch Kinder und ihre Eltern selten Probleme mit unseren Hunden. Bei unserem Bully-Gruppenspaziergang dort haben wir es aber leider auch Mal anders erlebt. Als unsere Hunde an eine der wenigen zugänglichen Stellen am Bach wollten, wurden wir von einer Mutter, deren Kinder am Bach spielten, beschimpft. Wir wurden auch nicht etwa freundlich darum gebeten ihr das Alleinrecht am Bach zu überlassen, sondern wirklich beschimpft, als wäre es ein Unding, dass wir es wagen unsere Hunde im Hochsommer bei 30° zur Abkühlung an einen Bach im Wald zu lassen. Dafür hatte ich nicht so viel Verständnis, denn immerhin hätte sie ja, wenn Hunde in der Nähe sie stören, mit ihren Kindern nur einige hundert Meter weiter einen riesigen kostenlosen Wasserspielplatz gehabt, auf dem Hundeverbot herrscht (ganz abgesehen von den zahlreichen Schwimmbädern und Badeseen). Wir haben es hier in der Gegend dagegen sehr schwer mit unseren Hunden am Sommer Wasserstellen zu finden, an die sie dürfen. Allerdings habe ich auch wenig Geduld für solche unfreundlichen Menschen und keine Lust auf Diskussionen mit jemanden, der statt mit einer Bitte gleich mit einer Beschimpfung loslegt, so dass wir damals auch frustriert weitergezogen sind. Bei unserem zweiten Besuch waren wir ebenfalls mit Hundefreunden unterwegs, damals mit Sophie und Pastora. Uns begegneten auf diesen Spaziergang jedoch so viele freilaufende Hunde, die uns Probleme bereiteten und bei denen die Besitzer auch nicht eingriffen, als sie sahen, in welche Panik Sophie geriet, dass wir den Spaziergang damals sogar nach vielleicht 10 Minuten mit 4 völlig aufgelösten Hunden (Sophie hatte in ihrer Panik um sich geschnappt und Pastora in den Allerwertesten gebissen, was eine Massenhysterie unter allen auslöste) abgebrochen hatten. Von da an war das Thema Mühlbach eigentlich für uns erledigt.


Dieses Jahr haben wir die Strecke nun für uns wieder entdeckt, denn ich will behaupten, dass sich bei uns einiges geändert hat. Gegen eigensinnige Mütter haben wir immernoch kein Patent, aber zum Glück seit dem auch keine mehr getroffen, die den Bach für sich alleine beanspruchen wollten. Mit Hundebegegnungen und vor allem mit freilaufenden Hunden, kommen wir inzwischen viel besser zurecht. Zum einen sind Ausraster bei Blickkontakt bei Genki inzwischen zur seltenen Ausnahme geworden, zum anderen sind auch Begegngungen mit freilaufenden Hunden viel entspannter, seit ich Genki in brenzligen Situationen einfach hochnehme. Egal wie sehr diese Methode noch immer bei einigen verpönt ist, für uns erweist sie sich immer wieder als Segen. Natürlich gibt es manchmal seltsame Blicke oder auch Mal einen dummen Spruch, aber das kann ich inzwischen gekonnt ignorieren. Das Hochnehmen ist aber in den seltensten Fällen überhaupt nötig. Meistens schaffe ich es schon mich einfach schnell mit Genki an dem Hunden vorbeizumogeln, während er damit beschäftigt ist Momo zu beschnuppern und bis er fertig ist, sind wir schon längst weg.


Nachdem wir diese Strecke fast täglich zur etwa selben Zeit zurücklegen, kennen wir auch inzwischen schon viele der Hunde, denen wir dort immer wieder begegnen und wissen schon bei Sichtung, wie wir diese Situation am besten regeln. Auch einige der anderen Hundehalter kennen uns schon und manche nehmen inzwischen extra Rücksicht auf uns, indem sie zum Beispiel ihre Hunde zu sich rufen, so dass wir ohne Probleme vorbei laufen können. Natürlich muss Genki die gesamte Strecke über an der Leine bleiben, denn sie ist zu unübersichtlich und hundefrequentiert. Ein kleiner Wermutstropfen, aber es lässt sich nicht ändern. 


Jetzt, wo der Sommer sich bald dem Ende neigt, bin ich ganz froh, dass es wieder etwas kühler werden wird und wir wieder auf andere Strecken ausweichen können, denn auch wenn die Strecke für den Odenwald zumindest zum Teil sogar grün und somit recht schön ist und die strategisch gut platzierten Bademöglichkeiten ein Segen für uns sind, fange ich mich schnell an zu langweilen, wenn wir über Wochen nur den selben Weg laufen. Bald können wir dieser Strecke ganz den Rücken zukehren und erst im nächsten Sommer wieder neu für uns entdecken.

Kommentare:

  1. Da denkt man Mensch geht mit Hund einfach spazieren, aber es zeigt sich, an was man alles denken muss. Es bedarf Schatten, Wasser, möglichst wenig Hundebegegnungen, Abwechslung, freundliche Mütter…..
    Auch wir haben unsere Vorlieben, aber im Alltag bin ich froh mit Socke überall hingehen zu können. Ich achte auch auf Schatten im Sommer und auf etwas Abwechslung. Aber Socke und ich sind an den zwei Tagen, an denen ich von zu Hause arbeite und nicht so weit weg kann, sehr bescheiden…..

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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  2. Einfach nur großartig, großartig, großartig. Wir lieben eure sensationellen Fotos und tollen Texte dazu :-))) Ein großes Dankeschön und ein noch größeres Kompliment dafür.
    LG, Caspers Frauchen

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  3. Da würde es mir auch gefallen, tole Wege, Schatten und noch Wasser - herrliche Bilder Das mit den "Völkerwanderungen" müsse ich auch nicht haben.
    Nasenstups von Ayka mit Anhang

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