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Montag, 7. August 2017

Hundeparadis Texel mit unverträglichem Hund, geht das?


Heute haben wir noch ein paar letzte Bilder von unserem Texelurlaub für euch und wollen zeitgleich ein kleines Résumé ziehen und uns mit der Frage beschäftigen, wie gut ein Texelurlaub mit einem mit anderen Hunden unverträglichem Genki für uns funktioniert hat. Die Bilder in diesem Beitrag entstanden an Paal 15 am Tag unserer Abreise. Nachdem wir die Schlüssel zu unserer Ferienunterkunft abgegeben hatten, wollten wir vor der langen Fahrt noch ein letztes Mal an den Strand und dort auch im Strandpavillions frühstücken. An diesem letzten Morgen war uns keine Sonne vergönnt, dennoch mag ich die hier entstandenen Bilder sehr gerne. Genki und Momo durften ein letztes Mal über den Strand rennen. Hier war Momo mit ihrem Spielzeug wieder vollkommen in ihrem Element, während Genki eher im Beobachtungsmodus war, denn, auch wenn es auf den Bildern vielleicht sehr idyllisch aussieht, waren wir nicht die einzigen, die es schon so früh an den Strand getrieben hat.


Ich stand unserem Texelurlaub zu Beginn sehr gespalten entgegen. Zum einen hatte ich mich natürlich sehr gefreut, zum anderen habe ich mir aber große Sorgen gemacht, ob das ganze mit Genki ohne größere Schwierigkeiten funktionieren würde. Auf Texel gibt es nicht einfach nur "viele Hunde" es gibt unzählige Hunde und an sehr vielen Orten inklusive der Innenstädte und den Nichtbadestränden dürfen diese den Freilauf genießen. Manchmal hat man fast den Eindruck, auf Texel gibt es ebenso viele urlaubende Hunde wie Schafe. Mit Genki ist es leider so, dass er fremde Hunde nicht nur oft einfach "nicht mag", sondern diese schlichtweg töten möchte. Hier braucht man auch nichts beschönigen, denn es ist wie es ist: Ohne Provokation an den Hals springen, zubeißen, nicht mehr loslassen. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, ist er bei seiner Auswahl willkürlich, denn neben den Hunden, die er töten möchte, gibt es auch Hunde, die er mag, oder die ihm gleichgültig sind. Bis heute habe ich kein festes Muster erkennen können. Mal sind es Hündinnen, Mal Rüden, Mal kleine Hunde, Mal große Hunde. Nur eine Tendenz gibt es: Welpen und sehr kleinen Hunden gegenüber ist er meistens wohlgesonnen gestimmt, aber auch bei den kleinen Hunden gibt es immer Mal Ausnahmen und somit keine Garantie. Und um das ganze noch komplexer zu machen, teilt Genki uns leider auch im Vorfeld meistens nicht mit, wie er einen anderen Hund findet.  Nur sehr selten fängt er schon bei Sichtung an zu Bellen oder zu Knurren. In der Regel reagierter eigentlich bei nahezu jeder Hundesichtung zunächst mit Verhalten wie Anspannung, Fixieren, Verharren oder Anschleichen, Zittern, Kamm aufstellen. Ob er den Hund dann aber mag oder nicht, das scheint er selbst erst nach der Geruchskontrolle feststellen zu können und wenn ein Hund erst Mal so nah an Genki herankommt, dass er ihn beschnuppern kann, ist er leider auch schon nah genug für den Sprung an den Hals.


Inzwischen haben wir uns mit dieser Situation ganz gut arrangiert. Genki wird von anderen Hunden so gut es geht ferngehalten und im Notfall auch hochgenommen und so mögliche brenzlige Szenarien umgangen. Der Nachteil ist, dass wir so natürlich auch allen potentiellen Hundefreunden entgehen.
Nun war ich mir im Vorfeld nicht sicher, wie weit wir mit dieser Taktik auf Texel kommen würden. Wie sehr würden wir von fremden freilaufenden Hunden bedrängt werden und würde ich Genki durch den ganzen Urlaub tragen müssen? Wäre alles ein reiner Spießrutenlauf und würde ich ihn überhaupt irgendwo frei rennen lassen können? Würde ihm der Urlaub Freude bereiten, oder wäre er die ganze Zeit nur angespannt damit beschäftigt andere Hunde zu beobachten? Würden uns die anderen Hundehalter womöglich für verrückt oder verantwortungslos halten, weil wir mit so einem Hund in eine so hundefrequentierte Gegend gereist sind? Das waren alles Fragen, die mir vor unserem Urlaub auf Texel durch den Kopf gingen.


Ich kann definitiv sagen: Mit einem verträglichen Hund wäre natürlich alles ein wenig angenehmer und entspannter gewesen. Trotzdem denke ich ihm Nachhinein, dass sich die Situation ganz gut bewältigen lies. Schon auf der Überfahrt mit der Fähre begegneten wir den ersten zwei Hunden, die sich beim Anblick von Genki und Momo bellend in die Leinen warfen. Wir waren also definitiv nicht die einzigen, die es gewagt hatten mit in ihrem Verhalten optimierungsbedürftigen Hunden nach Texel zu fahren. Auch im Laufe der Woche sind uns immer Mal wieder ähnliche Hunde begegnet, auch wenn es dennoch eher die Ausnahme war.


Auch auf Texel gab es viele Orte, an denen man den Massen an Hunden gut umgehen und freilaufende Hunde ganz vermeiden konnte. So besteht in den ganzen Naturschutzgebieten wie De Bollekamer, De Slufter oder De Muy Leinenpflicht. Die Gebiete sind zudem so groß, dass man nicht all zu oft auf andere Spaziergänger mit Hund trifft. Anders sieht es schon an den Stränden aus. Hier mussten wir unsere Umgebung wachsam im Auge behalten. Genki haben wir nur von der Leine gelassen, wenn keine anderen Hunde in der Nähe waren. Waren Hunde in der Umgebung, haben wir das Spiel unterbrochen und ihn an die Leine genommen. Trotzdem liegt hier in der größten Schwäche von Texel für unverträgliche Hunde auch die größte Stärke: Es gibt dort so viele Hunde, gerade weil sie ausnahmslos überall auch zur Hauptsaison mit an den Strand dürfen und das an vielen Strecken auch ohne Leine. Aber gerade deshalb konzentrieren sich die Hunde nicht wie an anderen Orten auf einen überschaubaren Hundestrand, sondern sind überall auf der Insel verteilt. Gerade auf den sehr weiten Stränden wie beim Leuchtturm verläuft es sich so sehr, dass wir Genki dort vielleicht 3 oder 4 Mal kurz an die Leine nehmen mussten. Ansonsten konnte er nach Herzenslust herumtoben.


Ein bisschen schwieriger ist es in den kleinen Innenstädten und Restaurants, Biergärten und Strandpavillions. Gerade in den Strandpavillions war eigentlich immer mindestens ein Hund in der Nähe und auch wenn diese bei ihren Besitzern am Tisch saßen, kamen Genki und Momo hier leider oft nicht so sehr zur Ruhe, wie ich es gerne gehabt hätte, solange sie andere Hunde im Blick hatten. Darauf in eines der vielen Restaurants in eine der Innenstädte zu gehen, haben wir während unserem Texelaufenthalt komplett verzichtet. An einen Hund, der irgendwo in der anderen Ecke liegt, können sich Genki und Momo mit der Zeit auch gewöhnen, aber die vielen ständig vorbei laufenden Hunde in der Innenstadt hätten sie vermutlich im Minutentakt aus der Ruhe gebracht. Es gibt allerdings auch auf Texel viele außerhalb der Städte liegenden Essmöglichkeiten. Bei unserem Besuch im Catharinahoeve gab es zum Beispiel keine anderen Hunde um die wir uns Sorgen machen mussten.


Für uns hat sich Texel mit unverträglichem Hund ganze gut bewerkstelligen lassen. Ich würde nicht sagen, dass Texel für alle Arten von unverträglichen Hunden die richtige Wahl ist. Mit einem Hund, der sich jedes Mal, wenn er einen fremden Hund sieht, in die Leine hängt und ausrastet, hätte ich meinen Urlaub dort mit Sicherheit nicht verbringen wollen, denn es wäre unter solchen Umständen dort vermutlich ein Dauerzustand gewesen. Da unser Problem "nur" darin lag, dass wir Genki fremde Hunde vom Leib halten mussten, war es jedoch machbar. Es gab einige wenige Situationen, in denen ich zu unserer Notlösung greifen und Genki hochnehmen musste, weil andere Hundebesitzer auf meine Warnung nicht hören wollten, aber solchen Menschen begegnen wir ebenso auf unseren täglichen Spaziergängen.

Es gab auch einige wenige Situationen an denen sich der Hundekontakt doch nicht völlig vermeiden lies, wie an einem Tag in Den Burg, als wir für einen Moment in der Menschenmenge stehen blieben, weil vor uns eine größere Gruppe an Hunden war, an der wir in der engen Straße nicht mit genügend Abstand hätten vorbeilaufen können. Genau diesen Moment nutzte ein kleiner Terrier hinter uns um Genki Mal "Hallo zu sagen". Ich war so auf die Hundegruppe vor uns konzentriert, dass ich ihn erst bemerkte, als er schon direkt vor Genki am Schnüffeln stand. Zum Glück fiel dieser Hund in Genkis "Ist mir egal"-Kategorie und wir konnten ohne Zwischenfall weiterlaufen, ebenso wie bei den anderen flüchtigen Begegnungen (Wobei nicht alle ganz so flüchtig waren. Genki hatte einen kleinen Urlaubsflirt, als er sich in eine kleine Mischlingshündin verliebt hat. Leider gibt es davon aber keine Bilder). Aber auch das hätte sich wohl mit etwas mehr Vorsicht vermeiden lassen.

Würde ich noch Mal mit Genki nach Texel fahren? Ich glaube, ja. Trotz der vielen Hunde, gibt es dort eben auch viele Ausweichmöglichkeiten. Viel schlimmer wäre es für uns bei einem Urlaub am Meer auf einen kleinen Hundestrand angewiesen zu sein.  Ich weiss nicht, ob und wann es uns wieder nach Texel verschlagen wird, denn sicher gibt es auf der Welt noch andere schöne Urlaubsorte, die zu unseren Bedürfnissen passen, aber eine Rückkehr ist definitiv nicht ausgeschlossen.

Kommentare:

  1. Ich freue mich, dass im Großen und Ganzen Deine Billanz doch positiv ausfällt ... und auch die unverhofften Begegnungen gut abgelaufen sind. Auch bei uns ist es nicht immer so ganzeinfach - besonders, da Cara eine unangenehme Art hat andere Hunde zu begrüßen. Sie war bis jetzt mit allen Hunden verträglich - aber bei der ersten Sichtung eines Hudnes hat man das Gefühl, sie würde ihr Gegenüberam liebsten sofort fressen.
    Damon ist zum Glück in einem Alter, da ist er perfekt im Ignorieren anderer Hunde geworden. Aber meistens sind wir froh, wenn wir keine anderen Vierbeiner treffen und entspannt unsere einsamen Runden drehen können.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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  2. You guys are such good looking Frenchies. Beach day and lunch!
    Lily & Edward

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  3. Ich gebe zu, dass ich nach dem Lesen Deiner Zeilen froh bin, dass wir uns um diese Fragen keine Gedanken machen müssen. Was für ein Druck entsteht, wenn ein Hund nicht verträglich ist. Darüber macht man sich keine Gedanken.

    Während bei uns eine ausgestattete Küche, eine Apotheke und eine Tierklinik in der Nähe sowie die möglichst schnelle Rückkehr nach Hause die wichtigste Voraussetzung für einen Urlaub sind, haben wir uns noch nie Sorgen um Hundebegegnungen machen müssen.

    Ich fahre gerne einige Male an einen Urlaubsort, denn meist kann man an einem Wochenende nicht alles sehen. Ich genieße es sehr, wenn man sich ein wenig auskennt und den Erkundungsradius erweitern kann.
    Zudem gebe ich zu, dass ich bei dem doch stressigen Alltag mich auch auf etwas Bekanntes freue und weiß, was mich erwartet. Da fängt die Erholung zu Beginn des Urlaubes an.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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  4. Ha - genau so ein blaues Spieli hab ich auch und lieb es über alles - nur das Meer fehlt mir.
    Gruss Ayka

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  5. Ich kenne deine Zweifel nur zu gut. Charly ist auch nicht mit allen Hunden verträglich und wir müssen immer genau abwägen, ob wir ihn zu dem fremden Hund hinlassen.

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly

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Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar. ♡