http://4.bp.blogspot.com/-yidThUbXIxU/Vh-N1Rc8k4I/AAAAAAAALQs/lEkez6qcsNE/s1600/Startseite.jpg        http://www.genkibulldog.de/search/label/Ausflug        http://www.genkibulldog.de/search/label/Rezepte         http://www.genkibulldog.de/search/label/Selbstgemachtes         http://www.genkibulldog.de/search/label/Gesundheit         http://www.genkibulldog.de/p/das-sind-wir.html

Montag, 30. Januar 2017

Die lieben Hormone


Heute geht es auf unserem Blog um ein unliebsames Thema: Genkis Hormone. Schon Anfang des Jahres habe ich in unserem Jahresrückblick in Zahlen geschrieben, dass Genkis Kastrationschip nach ganzen 17 Monaten aufgehört hat zu wirken. Wer sich an unseren jetzt schon sehr lange zurückliegenden Erfahrungsbericht zum Kastrationschip erinnert, weiss vielleicht noch, dass das Einsetzen des Chips bei Genki absolut keine Verhaltensveränderung herbeigeführt hat. Auch andere Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Gewichtszunahme oder Fellveränderung, die mit der Wirkung einer Kastration einhergehen können, gab es bei uns nicht. Es war so, als hätte er den Chip niemals bekommen. Lediglich an der deutlichen Verkleinerung seiner Hoden konnte man sehen, dass der Chip eine Wirkung hatte. Wir sind daher auch davon ausgegangen, dass das Ende der Wirkung des Chips genau so ohne jegliche Veränderungen verlaufen würde und Genki eben "wie vorher" sein würde, was bei uns gleichbedeutend war mit "eben wie immer". Leider ist das aber ganz und garnicht so. Seit der Chip Ende letzten Jahres aufgehört hat zu wirken, verhält sich Genki nicht wie zuvor, sondern wie ein kleiner, pubertierender Junghund, wie er es mit etwa 6 Monaten war. Das alles liegt noch vor unserer Zeit des Bloggens zurück, so dass ich hier niemals davon berichtet habe. Mit einigen Monaten, als Genki zum ersten Mal mit seinen Hormonen konfrontiert war, war er ganz schön anstrengend. Nicht etwa, weil er wie so einige Hunde in der Pubertät plötzlich aufgehört hat auf uns zu hören, im Gegenteil, denn Genki war zu dieser Zeit was das Befolgen von Befehlen betraf ein Musterhund in der Hundeschule, sondern weil er ein unausstehlicher, permanenter Rammler war. Seine (unerwiderte) Liebe galt vor allem einer Pointerdame in der Hundeschule, aber eigentlich war nahezu kein Hund vor ihm sicher. Das war eine Zeit lang so schlimm, dass an eigentlich von normalem Spielen mit anderen Hunden nicht reden konnte, da Genki die ganze Zeit mit nichts anderem beschäftigt war.


Zu diesem Zeitpunkt habe ich auch das erste Mal eine Kastration für Genki in Betracht gezogen und auch mit unserer damaligen Tierärztin darüber gesprochen. Zum Glück vertrat sie die vernünftige Ansicht, dass ein Hund nicht vor mindestens dem ersten Lebensjahr kastriert werden sollte, so dass das Thema erst Mal wieder vom Tisch war. Das war im Endeffekt auch wirklich gut, denn so triebgesteuert Genki zu Beginn auch war, das Problem hat sich bei uns innerhalb weniger Monate von alleine gelöst. Irgendwann wurde das Rammeln völlig uninteressant und Genki hat nicht weiter versucht die hündische Damenwelt zu beglücken. Selbst die Begegnungen mit läufigen Hündinnen waren bei uns unproblematisch und Genkis Interesse hielt sich erstaunlich stark in Grenzen. Das war auch der Genki, wie wir ihn vor Einsetzen des Kastrationschips kannten. Bis eben Ende des Jahres, als dieser aufhörte zu wirken. Genki sieht sich plötzlich wieder wie in seinen ersten Lebensmonaten mit seinen Hormonen konfrontiert und reagiert auch leider wieder genau so. Leidtragende ist natürlich in aller erster Linie Momo. Zum Glück ist er nicht ununterbrochen damit beschäftigt sie anrammeln zu wollen, aber er hat immer wieder Phasen, in denen er kaum von ihr ablassen will. Sind wir Zuhause, interpretiert sie das scheinbar als Spiel, lässt sich zur Seite fallen und zwickt ihn in die Beine. Draußen passiert das vor allem, wenn sie dabei ist ihr Spielzeug zu apportieren. Genki zeigt wenig Interesse an diesem Spiel, bis er ihr plötzlich hinterherrennt und sie anspringt. Davon ist sie sichtlich genervt, weil er sie am Spielen hindert, wehrt sich aber trotzdem nicht wirklich. Seine Hundefreunde Sophie und Kiwi, die leider auch zu seinen neuen Opfern zählen, währen sich dagegen ganz entschieden und schnappen nach ihm. Pastora und Cathy wurden dagegen bisher in Ruhe gelassen.

Hund, Hormone, kastrationschip, Verhalten, Französische Bulldogge, Bully, Hundeblog

Das Rammeln ist nicht das einzige wieder entdeckte Verhalten. Ganz besonders hoch im Kurs steht jetzt wieder stundenlanges Schnüffeln, vor allem die Markierungen anderer Hunde kann Genki gefühlt stundenlang beschnüffeln und wenn er wieder Mal ganz besonders eckelig sein will, auch hingebungsvoll aufschlecken - wenn er überhaupt so lange wartet und nicht gleich seinen Kopf unter Momo hält, während sie Pipi macht. Das ewige Schnüffeln würde mich an sich nicht so stören, denn ich finde, das gehört zu ganz normalem Hundeverhalten und einem Spaziergang dazu, aber gerade jetzt im Winter, wo es so kalt ist, erlebe ich es oft, dass Momo weiterlaufen möchte, es beim langen Stehen wirklich kalt wird und Genki und Momo mich versuchen zu zerreißen, wenn Momo in eine Richtung weiter zieht und Genki stur an seiner Schnüffelstelle verharrt. Schnüffeln ist gerade so interessant, dass Genki auch noch kaum auf dem Spaziergang mit Momo spielen möchte. Das hatte ich ja bereits das eine oder andere Mal angesprochen. Auch Genkis Sabberfaden ist zur Zeit ein fast permanentes Accessoire. Normalerweise fängt Genki nur an zu sabbern, wenn er etwas ganz besonders aufregend findet, vor allem wenn wir in einer neuen Umgebung sind. Jetzt wird eigentlich wieder auf jedem Spaziergang gesabbert.


Dazu gibt es noch ein paar andere Verhaltensveränderungen, bei denen ich mir aber nicht sicher bin, ob sie überhaupt in einem Zusammenhang mit den Hormonen stehen, da Genki sie in seiner Pubertät so nicht gezeigt hat. Zum einen ist Genki gerade unglaublich Keksverfresse. Es gab eine Zeit, da haben Leckerchen ihn auf dem Spaziergang nicht Mal interessiert. Wenn er jetzt nicht gerade damit beschäftigt ist den Boden durch die Nase zu saugen, klebt er geradezu mit zu mir erhobenem Blick an mir und Bettelt nach Keksen. Zum anderen beschäftigt er sich zur Zeit auch sehr gerne mit obsessivem Schlecken. Egal ob das Momos Ohren sind, mein Ellbogen, mein Bein - Genki sucht sich eine Stelle aus, die er minutenlang bearbeitet. Manchmal liege ich mit ihm auf dem Sofa und habe irgendwann vom Schlecken völlig durchnässte Flecken auf meiner Kleidung. Ich weiss nicht, ob es hier einen Zusammenhang gibt, aber so extrem hat er das früher nicht gemacht.

Außer dem ständigen Rammeln ist nichts davon ein wirkliches Problem für uns. Hier tut mir aber Momo leid, die ja nicht permanent von ihm belästigt werden soll. Momentan habe ich die Hoffnung, dass sich das ganze hormongesteuerte Verhalten mit der Zeit wieder von alleine legen wird, so wie es das auch in Genkis Pubertät getan hat. Wenn es in ein paar Monaten aber nicht besser wird, müssen wir über andere Maßnahmen nachdenken. Ich drohe ihm immer an "Genki, lass das, sonst wirst du kastriert", aber bisher zeigt er sich davon sehr unbeeindruckt...

Freitag, 27. Januar 2017

Noch mehr Schnee


Wenn ihr so langsam genug von Bildern von durch den Schnee hüpfenden Hunden habt, dann muss ich euch leider enttäuschen. Schnee ist bei uns so eine Seltenheit, dass das hier so oft wie möglich ausgenutzt werden muss. Auch wenn ihn hier weder Mann noch Hunde sonderlich zu mögen scheinen, zumindest ich freue mich sehr über Schnee und finde, er ist das einzig wirklich schöne am Winter. Deswegen erzähle ich euch auch heute mit wenig Worten und vielen Bildern von einem unserer kleinen Schneeausflüge. Wie immer gab es an diesem Tag keinen Schnee bei uns im Ort, sondern wir mussten dafür in den Odenwald fahren. Bei uns ist es leider vor allem am Wochenende nicht weit her mit der Idylle im Odenwald, denn ganzen Menschenscharren treibt es sowohl bei Schnee als auch bei schönem Wetter dort hin. Manchmal ist es sogar gar nicht so einfach überhaupt eine Parkmöglichkeit zu ergattern.


Durch Abwesenheit glänzte dagegen die Sonne. Die gab es dafür bei uns im Ort, während über dem Odenwald dunkle Wolken hingen. Die Kombination aus Schnee und Sonne abzupassen erweist sich als ausgesprochen schwierig, dabei hatte das Wetter so vielversprechend ausgesehen, als wir los fuhren.


Trotz der vielen Menschenmassen, darunter natürlich auch Spaziergänger mit Hunden, haben wir das beste aus dem Spaziergang gemacht. Zum Spielen haben wir uns eine übersichtliche Stelle ausgesucht, auf der man herankommende Hunde schon früh genug sehen konnte. Für den Rest des Spazierganges musste Genki wie so oft an die Schleppleine.


Für Momo hatten wir einen kleinen Hundetennisball dabei, an dem der Schnee haften blieb, so dass Momo auf vielen der Bildern aussieht, als würde sie einen Schneeball apportieren. Dem ist natürlich nicht so, denn an ihrem fehlenden Interesse am Schnee hat sich leider nichts geändert. Während Genki und Momo im letzten Winter noch mit großem Körpereinsatz den von uns geworfenen Schneebällen hinterhergesprungen sind, wird ihnen dieses Jahr höchstens etwas verwundert hinterhergeschaut.


Genki hatte nicht nur wenig Interesse am Schnee, sondern auch an Momos Ball. Wie so häufig in letzter Zeit, war er mehr damit beschäftigt in der Gegend herumzuschnüffeln oder mal an dem einen oder anderen Ast zu knabbern. Bei uns gab es Anfang des Jahres nämlich nicht nur Schnee, sondern auch einen kleinen Sturm, der den Odenwald voller herutergefallener Äste zurückgelassen hat.


Zwischenzeitlich zeigte Momo doch tatsächlich mehr Interesse an Genkis Stock als an ihrem Ball. Das war eigentlich fast das einzige Mal, dass die beiden auf diesem Spaziergang gemeinsam gespielt haben. Dass das in letzter Zeit immer seltener passiert, macht mich ein wenig traurig, waren die beiden doch so lange ein so schön eingespieltes Team.


Nicht dass ihr das falsch versteht, Genki und Momo verstehen sich nach wie vor bestens, es wird immernoch gemeinsam gekuschelt und auch Zuhause gespielt, aber auf unseren Spaziergängen rennt meistens nur noch Momo dem Spielzeug hinterher, wenn ich nicht gerade etwas dabei habe, das Genki undglaublich motiviert. Das ist aber bei ihm leider nur entweder sein großer Jolly Ball, den ich schon alleine wegen der Größe nicht einfach Mal in die Jackentasche packen kann, oder neues Spielzeug, dass ihn zu Beginn noch begeistert, bevor es innerhalb weniger Tage auch wieder uninteressant wird. Genkis Lieblingsspiel ist und bleibt wohl immernoch das Rennen und ich glaube seine Sophie, mit der er stundenlang durch den Wald rennen konnte, fehlt ihm sehr.


Trotzdem hat mir unser kleiner Schneespaziergang gefallen. Auf dem Rückweg kamen uns noch zwei Retriever freudig entgegengesprungen. Wir haben versucht Genki abzuschirmen und ich habe mich zwischen sie gestellt und versucht sie zu ihren Besitzern zurückzuscheuchen. Das kam nicht so gut an, ich wurde erst verwirrt angeschaut und dann verbellt. Entweder fanden sie den wild mit der Armen fuchtelnden Mensch einfach komisch, oder mir wurde Wiederwort gegeben. "Nö, wir wollen aber hier bleiben". Oder sie wollten mir erzählen, dass sie doch nichts machen und nur spielen wollten. Wer weiss. Zum Glück haben ihre Besitzer sie daraufhin zu sich gerufen, so dass wir doch noch ungestört an ihnen vorbei laufen konnten.

Mittwoch, 25. Januar 2017

Momos Allergietagebuch


Heute geht es bei uns auf dem Blog Mal wieder um das leidige und nie enden wollende Thema "Momos Allergie". Ein gesundheitliches Update habe ich gerade nicht parat, denn seit dem letzten hat sich bei uns nicht viel getan. Statt dessen möchte ich von Momos Allergietagebuch erzählen, das ich Anfang Oktober angefangen habe zu führen. Ein Allergietagebuch kann verschiedene Funktionen haben. Zum einen kann man damit versuchen zu ermitteln, wogegen ein Hund allergisch ist, indem man zum Beispiel Tagebuch über die Fütterung und die Symptome führt und so einen Zusammenhang zwischen bestimmten Lebensmitteln und allergischen Symptomen herstellen kann. Da wir bereits wissen, dass Momo auf Hausstaubmilben, Speisemilben, Heumilben, Mehlmilben, Hefepilz, sowie Hafer- Roggen und Maispollen allergisch reagiert, brauchen wir das Allergietagebuch nicht für diesen Zweck. Bei uns dient dazu herauszufinden welche Maßnahmen ihr am besten helfen ihren durch die Allergien verursachten Juckreiz zu mindern.

Momos Allergietagebuch Französische Bulldogge Allergie Juckreiz Gesundheit HautproblemeFür ein Allergietagebuch kann kann man zum Beispiel einen Notizblock oder einen Wochen- oder Monatskalender kaufen. Ich habe einfach online einen Kalender zum selbst Ausdrucken gesucht und hinter das Datum 3 Spalten gezogen. In den Spalten mache ich Kreuze, die darstellen sollen, wie stark Momos Juckreiz an einem bestimmten Tag ist. 2 Kreuze stehen bei uns für ihren "normalen" Juckreiz, wie sie ihn meistens hat. Ein Kreuz gibt es, wenn sie sich für ihre Verhältnisse kaum kratzt und 3 Kreuze, wenn der Juckreiz außergewöhnlich stark ist. In der Spalte hinter den Kreuzen vermerke ich alles, was irgendwie Einfluss auf die Allergie haben könnte: Ich mache eine Notiz, wenn Momo ein Medikament wie Cortavance oder Histacalmine bekommen hat, wenn sie eine Injektion mit Hyposensibilisierungslösung bekommen hat, aber auch zum Beispiel wenn ich die Wohnung gestaubsaugt habe oder Momo ein Bad bekommen hat.

Momos Allergietagebuch  Französische Bulldogge Allergie Juckreiz Gesundheit Hautprobleme

Besonders hilfreich finde ich es, wenn man sich bei so einem Tagebuch selbst bestimmte Parameter setzt, mit denen man die Stärke des Juckreizes oder anderer Symptome möglichst neutral bewerten kann, denn es passiert viel zu schnell, dass man sich unterbewusst von seinen eigenen Erwartungen oder Hoffnungen bei seiner Einschätzung beeinflussen lässt. So gab es zum Beispiel Untersuchungen im Bereich der Homöopathie bei Tieren, bei der man einer Versuchsgruppe homöopathische Mittel gegeben hat, der anderen dagegen Placebos. Das Ergebnis war, dass in der Gruppe mit homöopathischen Mitteln ebenso viele Tierbesitzer den Zustand ihres Tieres als "besser" beurteilt hatten, wie in der Placebogruppe. Man neigt also leider dazu den Zustand eines Tieres als besser einzustufen, wenn man die Erwartung hat, dass etwas hilft. Bei der Behandlung von Menschen ist das vielleicht weniger schlimm, denn alleine die Erwartung, dass ein bestimmtes Mittel - ob tatsächlich wirksam oder nicht - zu einer Besserung führen kann, kann tatsächlich helfen (So reagieren Patienten, die bei Bewusstsein ein Medikament bekommen besser auf dieses, als Menschen, die zum Beispiel im Koma sind und davon nichts mitbekommen). Bei Tieren sieht das leider schon ganz anders aus, denn Momo hat nichts davon, wenn ich mir selbst einrede, dass ihr ein bestimmtes Mittel geholfen hat, es aber im Endeffekt nicht tut. Ich mag mich dadurch besser fühlen, sie aber nicht. Deshalb ist es mir besonders wichtig, dass ich ihren Juckreiz so unvoreingenommen wie möglich beurteile.

Allergietagebuch Hund

Dafür verwendbare Parameter gibt es bei uns genug: Wenn wir Momos T-Shirt ausziehen, fängt sie sich zum Beispiel augenblicklich an an Bauch und Achseln zu kratzen, geht sogar ein paar Schritte von uns weg, damit wir sie nicht sofort wieder anziehen. Das ist bei uns "normal", gibt also zwei Kreuze. Wird sie ausgezogen und fängt nicht an sofort zu kratzen, ist das bei uns etwas ganz seltenes und gibt nur ein Kreuz. Wenn sie auf dem Spaziergang alle 3 Meter stehen bleiben muss um sich zu kratzen, ist das bei uns dafür nicht "normal" und es gibt an Tagen, an denen sie sich so verhält, 3 Kreuze. Andere Verhaltensweisen, an denen ich die Stärke des Juckreizes versuche zu beurteilen sind zum Beispiel das den Kopf an raue Unterlagen drücken und im Kreis drehen, oder das besonders lange am Stück Kratzen. Wenn sie sie sich Mal ein paar Minuten am Stück kratzt, ist das bei uns leider normal. 40+ Minuten am Stück kratzen ist dagegen auch bei uns nicht die Regel. So weit ist das einzige Mittel, dass wiederholt eine Besserung zeigt Cortavance. Andere Dinge, wie zum Beispiel das Wechseln der Bettwäsche oder Staubsaugen; zeigen überhaupt keinen Einfluss auf ihr Juckverhalten.  Bei uns hat das Allergietagebuch leider bisher vor allem dazu beigetragen festzustellen, was alles nicht hilft, aber immerhin weiss ich so mit Sicherheit, dass ich mir Dinge wie übermäßiges Waschen mit Spezialshampoos, obsessives Staubsagen oder Medikamente wie Histacalmine sparen kann. Außerdem hilft es mir dabei den Zeitpunkt abzupassen, an dem wir Momo wieder mit ihrem Cortisonspray behandeln müssen, bevor sie sich selbst wieder durch das Kratzen klaffende Wunden zufügt.
Allergietagebuch Hund

Montag, 23. Januar 2017

Die große Kältewelle


Wir hoffen, dass das schon der der kälteste Tag des Jahres war und es nicht doch noch kälter wird. Im Rahmen der Kältewelle im Januar soll es in Teilen Deutschlands bis zu -26°C gehabt haben. Ganz so schlimm war es bei uns nicht. Auf etwa -14°C haben wir es hier geschafft. Oben im Odenwald dürfte es noch 2 oder 3 Grad kälter gewesen sein, aber uns hat das schon mehr als gereicht. Mit der eisigen Kälte, auf die wir gerne verzichtet hätten, kam aber auch Sonnenschein und Schnee und verwandelte den Odenwald Mal wieder in eine wunderschöne Winterlandschaft.


Wir mussten dafür auch garnicht weit fahren, denn so sah es auf unserem ortseigenen Berg, dem Weißen Stein, aus. Für diesen Spaziergang haben wir so ziemlich alles angezogen, was der Kleiderschrank hergab. Ich weiss nun zumindest, dass ich mit 7 Schichten Kleidung noch unter meine Jacke passe. Auch Genki und Momo wurden warm eingepackt. Am Vorabend waren wir schon kurz auf dem Weißen Stein, aber die Sonne war leider schon am Untergehen und Genki und Momo fingen beide nach nur wenigen Minuten an erbärmlich zu zittern, so dass wir unseren Spaziergang abgebrochen haben. Dieses Mal wurden sie also extra warm mit Loops und zusätzlichem Pullovern unter den Jacken ausgestattet. Ich habe mir inzwischen tatsächlich eine Snowboardhose zugelegt, mit der ich auch im Schnee auf dem Boden liegend fotografieren kann. Das war ein sehr guter und längst überfälliger Kauf, denn ich möchte sie bei solchem Wetter nicht mehr missen.


Die zusätzlichen Pullover für Genki und Momo stellten sich als keine all zu gute Idee heraus, denn durch den Schnee werden sie an den Ärmeln sofort nass und trugen so vermutlich eher nicht dazu bei, dass Genki und Momo sich kusechlig warm fühlten. Von solchen Experimenten haben wir seit her abgesehen und ich kann es für Schneewetter auch niemandem empfehlen, zumindest nicht bei Pullovern mit Ärmeln. Ums Zittern kamen Genki und Momo auch an diesem Tag nicht herum, dafür haben wir aber eine lange Strecke zurückgelegt und waren fast ständig in Bewegung, so dass ich hoffe, dass das ganze für die beiden erträglich war.


Momo war mit ihrem Ball wie immer ständig in Bewegung. Ab und an hätten wir ihn fast verloren, als er in den Schneemassen verschwunden ist, aber Momo ist zum Glück sehr hartnäckig im Suchen und scheut auch nicht den Kopf mitten in den Schnee zu stecken um wie eine kleine Wühlmaus nach ihrem Ball zu suchen.


Leider sind an diesem Tag garnicht so viele schöne Bilder entstanden, denn zum häufigen Stillstehen für Fotos war es einfach zu kalt, Momo war ständig in Bewegung und von Genki habe ich meistens nur die Hinterseite zu Gesicht bekommen. Die beiden fingen sofort an zu zittern, wenn wir auch nur für eine kurze Weile stehen geblieben sind, aber ein Lieblingsbild von diesem sonnigen Spaziergang habe ich noch für euch.

Freitag, 20. Januar 2017

Der mysteriöse kleine Fleck


Heute geht es bei uns um das uns leider ständig begleitende Thema "Gesundheit", denn irgendwas haben wir dazu leider immer parat. Dieses Mal geht es um etwas scheinbar (und hoffentlich) belangloses, bei dem wir aber nicht wissen, was es ist. Vielleicht mache ich mir Mal einfach zu viele Sorgen und es ist eine rein kosmetische Sache, so ganz geheuer ist mir das ganze aber nicht. Schon seit einer Ganzen Weile zeichnet sich seitlich auf Genkis Rücken ganz deutlich ein kreisrunder heller Fleck ab. Ich glaube, auf Fotos kommt er garnicht so deutlich rüber, wie er in Natura zu sehen ist, denn da fällt er inzwischen wirklich so stark auf, dass wir sogar wiederholt darauf angesprochen werden. Angefangen hat das ganze als leicht heller Fleck. Er war so kreisrund, dass ich am Anfang überlegt habe, ob Genki dort einen Klecks von etwas wie Putzmittel oder Nagellackentferner abbekommen haben könnte, dass sein Fell einfach aufgehellt hat, obwohl ich mit solchen Sachen in der Gegenwart der Hunde eigentlich extrem vorsichtig bin. Der Fleck ging aber nicht wie erhofft mit der Zeit einfach wieder weg, sondern wurde immer heller. Inzwischen hat er ihn sicher schon seit 2 oder 3 Monaten.


Natürlich haben wir unseren Tierarzt drauf schauen lassen, aber auch er hat keine Idee, was das sein könnte. "Sehr mysteriös", war seine Aussage. Die Haut unter dem Fleck scheint unverändert. Wir sollen das ganze weiter beobachten und Genkis Fellwechsel abwarten. Jetzt habe ich heldenhafterweise nicht die leiseste Ahnung, wann Genki Fellwechsel hat, denn Genki und Momo verlieren für mein Empfinden das ganze Jahr über gleich viele oder wenige Haare, also warten wir ab und schauen, was so passiert.
In der Zwischenzeit habe ich natürlich - denn man fällt ja immer wieder in diese schlechte Gewohnheit zurück - Dr. Google befragt. Leute, die irgendwelche Flecken auf dem Fell ihrer Hunde finden gibt es genügend, mit Bildern dokumentiert, die dem Fleck von Genki in der Art auch ähnlich sehen, habe ich aber nur einen Fund gehabt, nämlich diesen hier. Seltsamerweise handelt es sich dabei ebenfalls um eine Französische Bulldogge und der Fleck ist auch noch etwa auf der selben Stelle, wenn euch deutlich größer als bei Genki. Wirklich weiter geholfen hat es mir aber nicht. Eine Theorie, die ich zu Flecken auf dem Hundefell gefunden habe, war ein Zeckenbiss, den ich hier aber ausschließe, denn an dieser Stelle wäre eine festgebissene Zecke von uns eher nicht unentdeckt geblieben. Eine weitere Theorie eine mögliche Reaktion auf eine Impfung oder eine andere Injektion. Die Stelle würde dafür tatsächlich etwa passen, geimpft wurde Genki aber schon seit seiner Tollwutimpfung Anfang des letzten Jahres nicht mehr. Die letzte andere Injektion, die er bekommen hatte, war Antibiotika zur Zeit seiner Ohrenentzündung.

Ihr seht, wir tappen völlig im Dunkeln. Aus kosmetischer Sicht ist mir der Fleck völlig egal, aber ich mache mir eben Sorgen, dass es ein Anzeichen einer Erkrankung sein könnte. Mehr als das ganze unserem Tierarzt zeigen, was wir ja gemacht haben, und abwarten und schauen was daraus wird, können wir im Moment aber wohl nicht.

Mittwoch, 18. Januar 2017

Schnee auf dem Heiligenberg


Dieses Jahr scheint es bisher so auszusehen, als würden wir einen sehr schneereichen Winter bekommen. Zumindest hier schneit es seit dem ersten Schnee regelmäßig alle paar Tage. Leider bleibt aber bei uns im Ort oft nicht viel davon liegen, aber dank des Odenwaldes direkt um die Ecke, haben wir momentan immer die Möglichkeit Schnee zu bekommen, wenn uns danach ist. Zu Beginn des Monats, als es vor der Haustür nicht all zu beeindruckend aussah, sind wir auf den Heidelberger Heiligenberg gefahren und haben uns dort ins Schneevergnügen gestürzt.


Zuerst haben wir das Michaelskloster aufgesucht. Obwohl wir eigentlich regelmäßig immer Mal wieder auf den Heiligenberg fahren, da dort der Waldabschnitt für den Odenwald noch relativ schön ist, waren wir schon lange nicht mehr bei der alten Klosterruine. Dabei haben Genki und Momo dort immer viel Spaß.


Die Ruine ist ein regelrecht Labyrinth aus Mauern und Gängen, die man entlangflitzen und erklimmen kann. Und wenn man Genki nicht genau im Auge behält, steht er plötzlich 3 Meter unter einem in einer alten Gruft und schaut einen frech an.


Nach unserem kleinen Abstecher zum Michaelskloster sind wir noch eine große Runde durch den Wald gelaufen. Wir hatten ein wunderschönes weißes Winterwunderland vor uns. Nur die Sonne, die diesen Spaziergang perfekt gemacht hätte, hat sich leider nicht blicken lassen.


Momo haben wir bei unserem Spaziergang mit einem Ball zusätzlich in Bewegung gehalten, gefroren hat sie leider trotzdem. Genki durfte dagegen den Prototyp meines neuen Hundemantels tragen. Ich habe mich Anfang des Jahres an einem neuen Modell versucht, dass Bauch und Nieren besser schützt und es zudem innen mit einer Schicht Thermolam, einem wärmeisolierenden Stoff, gefüttert ist. Das scheint ganz gut funktioniert zu haben, denn Genki, der sonst eine richtige Frostbeule ist, hat sich von der Kälte an diesem Tag völlig unbeeindruckt gezeigt.


Ich mag unser Winterwunderland, wobei ich auch hier wieder sagen muss, dass Genki und Momo leider nicht den Eindruck machen, als würde sie der Schnee sonderlich kümmern.