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Mittwoch, 28. Februar 2018

Rezept: Rosa Geburtstagstorte für Hunde

Rezept Rosa Geburtstagstorte für Hunde selbst backen

Wir sind euch noch etwas schuldig - Nämlich Momos Geburtstagstorte. Ja, vom letzten Jahr. Wir sind spät dran. Zu ihrem letzten Geburtstag hatte ich mir vorgenommen einen rosanen Geburtstagskuchen für sie zu backen und dabei natürlich auf künstliche Lebensmittelfarbe zu verzichten. Hier habe ich einige missglückte Testläufe hinter mir gehabt, denn es ist mir nicht gelungen nach dem Backen noch eine schöne Farbe zu haben. Meistens war der Roter Beete gefärbte Kuchen innen pink und außen ziemlich verblasst. Während es mit kleinem Gebäck funktioniert hat, wurde ein Kuchen wohl einfach zu lange gebacken und hat so seine Farbe verloren. Genki und Momo haben sich über die Testkuchen gefreut, schließlich durften sie sie alle essen und haben sich an der falschen Farbe reichlich wenig gestört. Ich habe irgendwann einsehen müssen, dass ich keinen rosanen Kuchen gebacken bekomme und bin auf ein Tortenprojekt umgestiegen.
Die Zutaten waren bei mir für eine kleine doppelstöckige Torte mit einer Form von etwa 10cm und einer mit etwa 6cm Durchmesser angelegt. Bei anderen Größen müssen die Zusaten entsprechend angepasst werden. Das einzige, was ich für die Torte gebacken habe, war der Boden. Hier habe ich es mir einfach gemacht und 20g Quark mit 20g Buchweizenmehl vermischt, die Form eingefettet, den Teig am Boden festgedrückt und für etwa 15-20 Minuten gebacken.


Für die Tortenmasse habe ich die Banane und Rote Beete zerdrückt und mit dem Quark vermischt. Wenn ihr diese oder eine ähnliche Torte nachbacken wollt, nehmt nach Möglichkeit frische Rote Beete und kocht sie selbst weich. Dann bekommt ihr eine richtig tolle intensive pinke Farbe und die Rote Beete lässt sich einfach mit einer Gabel zermatschen. Hier habe ich leider nur vorgekochte Rote Beete bekommen und diese färbt nicht nur bei weitem nicht so intensiv, sie lässt sich auch nicht gut zerdrücken, so dass ich alles irgendwann kurzerhand frustriert in den Mixer geworfen habe um eine gleichmäßige Masse zu erhalten. In der Zwischenzeit lasst ihr das Gelatinepulver in einem Topf mit 2-3El Wasser einweichen.


Jetzt wird die eingeweichte Gelatine kurz aufgekocht und mit einem kleinen Teil der Quarkmasse gut vermischt und anschließend alles mit dem Rest vermischt. Die Masse wird in die Förmchen gegeben und für etwa 2 Stunden im Kühlchrank zum Härten gelassen. Zum Schluss habe ich die Torte noch etwas dekoriert und dafür Hundekekse, Kokosflocken, Mandelkrokant und Johannisbeeren verwendet. Letztere waren nur Alibi-Deko, da weder Genki noch Momo Johannisbeeren essen. Das war aber auch das einzige, was von unserer rosanen Hundetorte übrig geblieben ist.

Der Grund, weshalb ich dieses Rezept erst fast ein halbes Jahr nach Momos Geburtstag poste, ist dass ich es nicht geschafft habe die beiden beim Essen zu fotografieren. So schnell verschwanden die Tortenstücke in den Hundeschnuten. Ich habe die ganze Zeit mit dem Gedanken gespielt die Torte ein zweites Mal nachzubacken um Fotos zu machen und den Blogeintrag deshalb immer wieder aufgeschoben, aber die Idee letztendlich doch verworfen.
Rezept zum Rosa Geburtstagstorte für Hunde selbst backen Geburtstagskuchen Hundekuchen
Rezept zum Rosa Geburtstagstorte für Hunde selbst backen Geburtstagskuchen Hundekuchen

Montag, 26. Februar 2018

Eine Hundewiese, die nicht begeistert

Hundewiese

Unsere Stadt hat keine Hundewiesen. Das ist auch nicht weiter dramatisch, zumindest nicht seit wir unser Genkimobil haben, da wir von Odenwald und Feldern umgeben sind und es somit genug Möglichkeiten für den Freilauf von Genki und Momo gibt. Zudem würden wir Hundewiesen ohnehin nicht wirklich nutzen, denn Momo hält absolut nichts von fremden Hunden und bei Genki ist es wie ein Russisches Roulette, so dass wir ihn von fremden Hunden fern halten. Vor kurzer Zeit haben wir aber auf einem unserer Spaziergänge im Nachbarort eine Hundewiese entdeckt und nicht schlecht gestaunt. Davon möchten wir euch heute erzählen.

Hundeblog Französische Buldogge Regenmantel Wintermantel Hundemantel Felix Bühler

Unsere Nachmittagsspazierrunde führt uns meistens auf die Felder, die zwischen unserem Ort und dem Nachbarsort liegen. Zu der Zeit war es dort aber so matschig, dass man dort kaum laufen konnte und so wollten wir etwas weiter fahren und im Nachbarort am Neckar entlang spazieren. Dort waren wir schon früher Mal, denn es gibt viele Wiesen und auch einen kleinen Neckarstrand, an dem wir gehofft hatten Genki und Momo im Sommer ins Wasser lassen zu können. Leider weist ein Schild dort darauf hin, dass Hunde dort nicht erlaubt sind, da dort "Kinder spielen würden". Der kleine Strand war aber jetzt im Winter ohnehin nicht unser Ziel, denn Wasser hatten wir gerade mehr als genug So zum Beispiel schon auf dem Weg dorthin, als wir uns durch überflutete Wege kämpfen mussten:


Über Umwege kamen wir aber am Neckar an, spazierten über die weitläufigen Wiesen und fanden sie dort direkt am Neckar eine "Hundewiese". Ich kenne Hundewiesen an sich nicht, habe aber schon oft gelesen, dass dafür gerne sehr unattraktive und anderweitig nicht nutzbare Stellen genommen werden. Oft sind sie nicht eingezäunt, oft liegen sie wohl direkt an Straßen. Das gleicht schon fast einer Aufforderung zum Hunde-Suizid. Eine Mal habe ich eine Hundewiese gesehen, von der ich wirklich begeistert war. Sie lag an einer Autobahnraststätte und es war eine riesengroße komplett eingezäunte Wiese. Genau das richtige für Hunde, die lange Strecken fahren müssen und sich zwischendrin Mal so richtig austoben müssen. Diese Hundewiese hatte damit aber nichts gemeinsam. Wir starrten etwas verdattert auf etwa 30qm uneingezäuntes Gestrüpp voller Büsche und Bäume. "Das meinen die ernst, oder?" sagte das Herrchen des Hauses. Ja, ich glaube, das meinen die ernst. Irgendjemand in dieser Gemeinde muss sich gedacht haben, dass das hier der ideale Ort für Hunde zum Austoben sein muss. Wenn der Hund denn 10mal um einen Baum rennen möchte. Viel mehr kann man hier nämlich nicht machen. Nein, im Ernst, irgendjemand dachte sich wohl eher "Hier haben wir dieses vollkommen unattraktive und ungepflegte Stückchen Erde, dass sowieso sonst keiner nutzt, immerhin gibt es hunderte von Quadratmetern wunderschöner Wiese für Menschen drum herum. Lasst es uns zur Hundewiese erklären, dann können sich die Hundebesitzer nicht beschweren und wir können sowieso nichts anderes damit anfangen." Uns betrifft es nicht wirklich und so konnten wir darüber lachen. Mir tut es aber leid für die dort wohnenden Hundebesitzer, denn ich kann mir vorstellen, dass sie, wenn sie mit ihren Hunden über die schönen Wiesen außen herum laufen, darauf verwiesen werden, dass sie mit ihren Hunden doch gefälligst auf die "Hundewiese" sollen, wenn es schon extra eine für sie gäbe. So stelle ich es mir zumindest vor.

Hundewiese Ladenburg
Hundewiese

Wir konnten mit der "Hundewiese" wenig anfangen und Genki und Momo sind dann doch viel lieber auf den  umliegenden weiten und übrigens menschenleeren Wiesen gerannt. Sorry, not sorry!

Freitag, 23. Februar 2018

Ich habe Schafe


Ich wollte schon immer gerne Schafe haben, am liebsten Walliser Schwarznasenschafe, die niedlichsten Schafe der Welt. Mindestens zwei, denn sie sollen ja nicht einsam sein und eines davon wollte ich Moppel nennen. Aber Schafe in einer Mietswohnung, das funktioniert eher weniger und ohnehin sind wir mit 2 Hunden und 3 Katzen ausgebucht. Deshalb bleibt mein Traum von Moppel auch nur ein Traum. Genki und Momo geben aber ihr Bestes um mich darüber hinwegzutrösten (oder um mich davon zu überzeugen, dass ich gar keine Schafe brauche) und geben auch zwei ganz passable und nicht weniger niedliche Schwarznasenschafe ab.

Französische Bulldogge Hundeblog Schwarznasenschaf

Da Momo zwar kleiner, aber deutlich kompakter ist als Genki, fällt ihr die Rolle des Moppel-Schafes zu.
Und damit keiner auf die Idee kommt, ich würde Genki und Momo quälen, zeige ich euch auch, wie egal Momo die Moppel-Transformation ist. Die wird von ihr nämlich wieder Mal vollkommen ignoriert und ich habe ein fröhlich apportierendes Schaf.  Auch nicht schlecht.


Was haltet ihr von unseren Schwarznasenschafen? Sind sie nicht entzückend?
Französische Bulldogge Hundeblog Schwarznasenschaf

Mittwoch, 21. Februar 2018

Ein bisschen Schnee und ganz viel Sonne


Wenn auch sonst gerade nicht viel so läuft, wie ich es gerne hätte, eines ist endlich perfekt, nämlich das Wetter. Während wir bisher einen so grausigen Winter mit ganz viel Schlamm und Regen hatten, wird es jetzt immer öfters sonnig und ist dabei bitterkalt. Eigentlich finde ich kalt ja mächtig doof, nicht wenn es aber zwischendrin Mal regnet, was bei uns Schnee im Odenwald bedeutet. Und wenn danach auch noch die Sonne scheint und ich endlich meine lang erhoffte Schnee & Sonne Kombination bekomme, dann bin ich glücklich.

Die Bilder entstanden in der letzten Woche und seit dem hat es auch wieder geschneit (Juhuu!). An diesem Tag war der letzte Schneefall aber schon wieder einige Tage her und so viel Schnee gab es auch garnicht mehr. Trotzdem hat es noch für ein paar es-sieht-aus-als-gäbe-es-Schnee Fotos mit Genki und Momo gereicht und auch die beiden fanden den älteren und schon fest gefrorenen Schnee wesentlich angenehmer als Neuschnee. Momo neigt dazu sich Kopf über ihrem Ball hinterher in den Schnee zu stürzen, ist dann schnell komplet nass und zittert vor Kälte, obwohl sie die ganze Zeit in Bewegung ist. Da hilft auch der wärmste Wintermantel nichts, höchstens ein Ganzkörperanzug. Mit dem festgefrorenen Schnee, der sie nicht sofort komplett eindeckt, hatte sie das Problem nicht und wir hatten einen tollen zitterfreien Spaziergang.


Genki hat an diesem Tag leider noch Probleme mit seinen Augen gehabt und sie oft zusammengekniffen so dass es schien, als wären nicht wirklich schöne Fotos möglich. Er sah auf meinen Fotos aus, als hätte er entweder am Vorabend etwas über den Durst getrunken oder als wäre er sehr sauer auf mich. Wobei auch Momo etwas bedöppelt guckt und dafür nicht Mal eine Ausrede hat.


Trotz Hindernissen sind an diesem Tag viele Bilder entstanden, die ich mag und deshab zeigen möchte.
Neben dem Nach-Keksen-Betteln ist Stöckchen-Annagen eine von Genkis Lieblingsbeschäftigungen im Odenwald. Wir bleiben oft stehen und lassen ihm die Zeit dafür, wenn wir aber dann doch weiter wollen, nimmt er sich seine Stöckchen gerne ein paar Meter mit.


Normalerweise sind Genki und Momo nicht wirklich dafür zu begeistern für Fotos still zu halten. Das Fotografieren selbst ist nicht das Problem, sondern das Still halten, das den zwei Immer-Hummeln-im-Popo-Hunden einfach unglaublich schwer fällt. Manchmal scheinen sie aber auch fotografiert werden zu wollen. Hier haben wir Momo auf einen Baumstamm gesetzt (Alleine kommt die Zwergmaus nicht hoch) und während ich sie fotografiert habe, sprang Genki auf den daneben liegenden Baumstamm und machte ihr das Posieren nach. Erst wenige Meter zuvor hatte ich Genki auf einem Baumstumpf "Auflegen" machen lassen und Momo kam sofort angerannt und legte ihre Pfoten sofort ebenfalls auf den Baumstamm - Leider mit dem Rücken zu mir, sonst hätte das sicherlich ein lustiges Bild abgegeben. So viel Eifer dabei für mich für Fotos zu posieren zeigen die beiden eher selten.


Während Genki am Wegrand immer auf der Suche nach dem nächsten Stöckchen war (nach was für Kriterien sucht er sie eigentlich aus?), war Momo nur am Ballspielen interessiert.


Das Herrchen des Hauses versuchte Genki mit geworfenen Schneebällen vom schattigen Wegrand mit seinen vielen Stöckchen wegzulocken, damit ich ihn im Sonnenlicht fotografieren kann. Vom Schneeball war Genki aber - wie ihr seht nach gründlicher Inspektion - wenig begeistert und ist auf den Trick auch kein zweites Mal hereingefallen.


Mit viel Begeisterung hat er sich lieber auf die Suche nach dem nächsten Stöckchen gemacht...


...während Momo uns unermüdlich ihren Ball bringt.


Wenn Genki nicht von seinen Stöckchen aus dem Schatten herauskommen, möchte, dann müssen die Stöckchen eben zu Genki in die Sonne kommen. - Und dort auch festgehalten werden, sonst verschwindet er mit ihnen wieder auf den Wegrand. Mit "Wegrand" meine ich übrigens das Unterholz abseits des Weges, aber das würde sich anhören, als würde Genki irgendwo im dichten Gestrüpp des Waldes verschwinden, was er nicht tut. Im Odenwald bei uns ist die Vegetation nichts sonderlich dicht und jetzt im Winter alles kahl. Zudem hat Genki eine maximale Wohlfühldistanz zu uns und entfernt sich nicht aus unserem Sichtfeld.


Während das Herrchen des Hauses als Genkis persönlicher Stöckchenhalter fungiert und ich Fotos mache, wundert sich Momo, weshalb niemand ihren Ball wirft.


Dieser Spaziergang bei Sonnenschein und Schnee war vermutlich mein bisheriges Highlight des Jahres (Was eventuell auch dafür sprechen könnte wie besch...eiden unser Jahr bisher verläuft und wie niedrig meine Ansprüche inzwischen sind). Habt ihr inzwischen genug vom Schnee? Ich nicht! Und deshalb freue ich mich, dass es inzwischen auch wieder geschneit hat und ich schon die nächsten Schneebilder in den Startlöchern habe.

Montag, 19. Februar 2018

Rezept: Rind-Kartoffel Kekse für Hunde

Rezept: Rind-Kartoffel Kekse für Hunde

Ich backe immer Mal wieder Hundekekse, bei denen ich Babybrei-Gläschen als Zutaten verwende. Dabei haben sich bei Genki und Momo mit der Zeit einige ganz klare Favoriten kristallisiert. Kekse mit Obstmischungen mögen sie zum Beispiel weniger gerne, obwohl sie pures Obst durchaus gerne essen. Der absolute Favorit ist bei uns aber die "Rindfleischzubereitung". Genki und Momo sind geradezu verrückt nach damit gebackenen Hundekeksen. Heute zeige ich euch eine solche mögliche Hundekeks-Variation. Ich habe hier nur Kartoffeln und Buchweizenmehl verwendet, meine zugefügten Zutaten sind somit getreidefrei. Falls ihr diese Kekse nachbacken möchtet, aber bei eurem Hund auf getreidefreie Ernährung achten müsst, beachtet bitte, dass die Rindfleischzubereitung selbst noch 8% Reisvollkornmehl enthält. Die damit gebackenen Kekse sind somit zwar gluten-, aber nicht getreidefrei.
Hundekekse backen Rezept  Rind-Kartoffel Kekse mit Babygläschen als Zutat für Hunde

Für die Rind-Kartoffel Kekse vermischt ihr zunächst die Rindfleischzubereitung gründlich mit einem Ei. Danach wird die Masse mit Kartoffelflocken verrührt. Solche Kartoffelflocken kann man inzwischen in jeder gut sortierten Tierfachhandlung kaufen. Alternativ könnte man vermutlich auch jegliche Sorte von Schmelzflocken für Babys verwenden, die Kombination mit Kartoffelflocken kommt bei uns aber besonders gut an.

Rezept: Rind-Kartoffel Kekse für Hunde

Nun kommt nur noch etwas Buchweizenmehl hinzu und ihr könnt den Teig verkneten, ausrollen und eure Kekse ausstechen. Abhängig von der Größe und Dicke der Kekse sind diese nach etwa 20 Minuten bei 180°C fertig gebacken.

Rezept: Rind-Kartoffel Kekse für Hunde

Für gewöhnlich möchte Momo zwar Zuhause und auf unseren kleinen Runden um den Block Leckerchen essen, nicht jedoch auf unseren großen Spaziergängen, bei denen sie ein Spielzeug dabei hat. Dann möchte sie lieber als Belohnung ihr Spielzeug geworfen bekommen. Für diese Kekse hat aber sogar sie Mal ihren Ball links liegen lassen. Leider gibt es keine Beweisfotos davon, denn sie war Mal wieder einfach zu schnell und selbst einen so großen Keks nimmt sie mit einem Biss komplett in den Mund.
Hundekekse backen Rezept  Rind-Kartoffel Kekse mit Babygläschen als Zutat für Hunde
Hundekekse selbst backen Rezept für Rind-Kartoffel Kekse für Hunde

Freitag, 16. Februar 2018

Anleitung: Hundemantel selbst nähen

Hundemantel Hundejacke selbst nähen Anleitung Schnittmuster

Ich gebe zu, ich drücke mich schon seit einer Weile um diesen Beitrag, denn mir fällt es doch etwas schwer einzelne Nähschritte gut zu erklären, aber schon seit ich im letzten Jahr unsere ersten selbstgenähten Hundemäntel gezeigt habe, werde ich immer wieder nach einem Tutorial gefragt. Deshalb kommt nun unsere längst überfällige Nähanleitung für Hundemäntel. Das hier ist eine etwas abgewandelte Variante unserer üblichen Mäntel mit offenem Fellkragen, denn zum einen ist in ihnen der Hals nicht wirklich geschützt, so dass wir Genki und Momo an kalten Tagen noch zusätzlich einen Loop anziehen mussten, zum anderen ist der Fellkragen auch etwas schwieriger zu nähen und erfordert ein paar knifflige Schritte, die von Hand genäht werden müssen.

Für unsere Hundemäntel braucht ihr neben einer Nähmaschine und passendem Nähgarn Drückknöpfe, eine Druckknopfzange, sowie mindestens einen Außen- und einen Innenstoff. Für besonders warme Mäntel verwende ich noch einen dritten Futterstoff und diese Anleitung zeigt euch das Nähen mit drei Stoffschichten. Für Nähanfänger empfehle ich euch jedoch es erst einmal mit zwei Schichten zu versuchen. Die dritte Schicht macht den Vorgang nicht wirklich komplizierter, sie kann aber für einer gewöhnlichen Haushaltsnähmaschine durch die Dicke eine große Herausforderung darstellen und etwas Nerven erfordern, während man mühevoll versucht dicke Stoffbahnen unter den Nähfuß zu bekommen.

Als Außenstoff eignen sich besonders wasserabweisende oder gar wasserdichte Stoffe wie Nylon, Polyester, Taslan, Cordura oder Softshell. Viele Polyesterstoffe sind nur hauchdünn, so dass ich diese oft selbst zusätzlich absteppe. Dafür braucht ihr nur Steppwatte, die ihr auf die Rückseite eures Polyesterstoffes legt und dann mit parallelen Linien zusammennäht. Man kann aber auch schon fertig vorgesteppten Polyesterstoff kaufen, wie ich in hier in dieser Anleitung als Außenstoff verwendet habe.
Ein Tipp: Vielleicht haben andere Hunderassen das Problem weniger, aber bei Bulldoggen ist es etwas schwierig den Kragen so zu gestalten, dass er nicht zu locker sitzt, aber gleichzeitig bequem über den Dickschädel passt. Deshalb bietet es sich an für den Kragen sowohl für den Außen- als auch Innenstoff Fleece oder einen anderen leicht dehnbaren Stoff zu verwenden und auf die Fütterung zu verzichten. Mit einem dehnbaren Stoff im Kragen lässt sich der Mantel leichter an - und ausziehen.

Als Innenstoff nehme ich immer Fleece. Achtet beim Kauf darauf, dass es sich um einen möglichst dicken und somit gut wärmenden Fleecestoff handelt, denn gerade die sehr günstigen Fleecestoffe sind oft sehr dünn und haben keine so gute wärmende Eigenschaft. 

Als Futterstoff nehme ich entweder normale Steppwatte oder wie hier ein Volumenvlies namens "Thermolam" der Marke Vlieseline. Thermolan hat hitze- und kälteabweisende Eigenschaften und lässt sich einfach verarbeiten.


Bevor das eigentliche Nähen beginnt, braucht ihr ein für euren Hund passendes Schnittmuster. Es besteht aus nur drei Teilen: Einem Rückenteil, einem Bauchteil und einen Kragen. Ich habe damit begonnen das Schnittmuster auf gut Glück auszuschneiden, an Genki anzupassen und immer weiter abzuändern. Wie ihr sehen könnt, hat es recht viele Umarbeitungen gebraucht. Als das Papierschnittmuster saß, habe ich einmal ein schnelles Probenähen mit einer alten Tischdecke gemacht, nur um zu sehen, ob alles letztendlich so sitzt wie es soll. Das Erstellen des richtigen Schnittmusters finde ich beim Nähen eines Hundemantels eigentlich am Schwierigsten und zumindest bei mir ist es ein fortlaufender Prozess, da ich immer wieder Kleinigkeiten abändere. Ein halber Zentimeter mehr oder weniger hier oder da, ein etwas anderer Winkel, ständig fehlt etwas zum perfekten Sitz.


Wenn ihr euer Schnittmuster erstellt habt, werden die einzelnen Teile auf der Rückseite eures Stoffes aufgezeichnet und ausgeschnitten, bis ihr von jedem Teil und jedem Stoff eine Version habt.


Nach der Vorbereitung geht es an das Zusammennähen. Ich beginne mit dem einfachsten Teil, dem Brustteil. Die Stoffteile werden mit der schönen Seite nach Innen aufeinander gelegt. Wenn ihr zwei Stoffschichten verwendet, legt ihr also euren Oberstoff mit der schönen Seite nach oben zeigend und euren Fleecestoff mit der schönen Seite nach unten zeigend drauf. Wenn ihr einen zusätzlichen Futterstoff verwendet, kommt dieser nicht dazwischen, sondern ganz oben oder ganz unten drauf. Dann steckt ihr die Stoffschichten mit Stecknadeln ab und näht einmal am Rand entlang. An einer Stelle lasst ihr eine Wendeöffnung.


Durch die Wendeöffnung wird das Ganze nun auf die richtige Seite gedreht. Da die Wendeöffnung recht klein ist und man schlecht an die Kanten kommt, verwende ich hier ein Esstäbchen um sie richtig nach außen zu stülpen. Jetzt müsst ihr nur noch den oberen und unteren Stoff an der Wendeöffnung nach innen stülpen und den Brussteil ein Mal komplett am Rand entlang abnähen. Schon ist der erste Teil eures Hundemantels fertig.



Jetzt geht es an den Rückenteil. Als erstes faltet ihr jeden Zuschnitt des Brussteiles einzeln einmal längs mit den schönen Seiten nach innen zeigend in der Mitte und näht in vorne am Halsausschnitt zusammen. Wenn ihr das mit allen zwei, beziehungsweise drei Zuschnitten gemacht habt, legt ihr sie wie auch zuvor beim Brustteil zusammen: Erst den Oberstoff mit der schönen Seite nach oben zeigend, dann den Fleece mit der schönen Seite nach innen und dann, wenn ihr denn einen verwendet, den Futterstoff oben oder unten drauf. Auch diese Stoffteile werden nun abgesteckt und ein Mal außen herum abgenäht. Die Kopföffnung wird dabei ausgespart, denn hier kommt gleich der Kragen dran.


Nun geht es dem Hundemantel an den Kragen. Ihr faltet die Zuschnitte für den Kragen jeweils quer in der Mitte und näht sie am offenen Ende zusammen. Das macht ihr ein Mal mit dem Außenstoff, ein Mal mit dem Fleecestoff, und, wenn ihr einen verwendet, ein Mal mit dem Futterstoff.


Jetzt beginnt der etwas knifflig zu erklärende Teil, aber keine Sorge: eigentlich ist es ganz einfach! Ihr nehmt den Rückenteil, der noch nicht auf die richtige Seite gewendet ist und zieht den Unterstoff (auf meinem Foto der Teil links zusammen mit dem Futterstoff) in die eine Richtung und den Oberstoff in die andere Richtung, so dass ihr zwei Halsöffnungen habt, durch die ihr quasi in den Mantel hinein greifen könntet. Jetzt wird der Kragen in die Halsöffnung hineingelegt. Ich beginne mit dem Oberstoff und lege den Kragen mit der schönen Seite nach außen zeigend in die Halsöffnung des Rückenteils an den Oberstoff, so dass die schönen Stoffseiten aufeinander zeigen. Mein Kragen ist geschwungen zugeschnitten und so gedacht, dass der Teil, der am Rücken liegt, länger und der Teil an der Kehle kürzer ist. Der längere Teil muss also am Rücken aufliegen und die geschwungene Seite nach innen zeigen, während die gerade Seite zusammen mit der Halsöffnung vom Rückenteil abschließt. Das klingt jetzt erst Mal sehr kompliziert, aber im Prinzip müsst ihr nur den Kragen komplett in die Halsöffnung legen und das ganze mit Stecknadeln abstecken. Den (optionalen) Kragen aus dem Thermolam habe ich hier ebenfalls innen eingelegt und mit abgesteckt.


Jetzt wird das Ganze am Rand entlang zusammengenäht und sieht dann aus wie auf dem unteren linken Foto. Auf dem Bild rechts davon sehr ihr zur besseren Veranschaulichung, wie es aussieht, wenn ihr den angenähten Kragen rauszieht.


Nun wird der selbe Schritt mit dem Kragen aus Innenstoff an der anderen Seite der Halsöffnung wiederholt. Legt das Fleece mit der schönen Seite nach innen zeigend in die Halsöffnung, steckt alles ab und näht es zusammen. Das Ergebnis sollte wie auf dem Foto rechts unten aussehen. Ein Rückenteil mit einem nach oben und einem nach unten zeigenden Kragen.


Nachdem ihr die Kragen an beiden Halsöffnungen festgenäht habt greift ihr durch eine der Kragenöffnungen in den Mantel hinein und wendet ihn. Gewendet sollte der Mantel nun aussehen wie auf dem Foto unten rechts. Danach greift ihr durch die Kragenöffnung mit dem Oberstoff, greift den Fleecekragen und zieht ihn durch den Mantel nach oben hindurch, so dass die Enden beider Kragen aneinandertreffen. Jetzt werden die offenen Ende der Stoffe nach innen gefaltet, mit Stecknadeln abgesteckt und drüber genäht, so dass alle Wendeöffnungen des Rückenteils geschlossen sind.


Der Mantel ist nun fast fertig! Es müssen nur noch die restlichen Kanten abgenäht und schließlich der Rücken- und Brustteil zusammengenäht werden. Der Brussteil wird hierfür einfach mittig vorne etwas unter den Rückenteil geschoben und zusammengenäht. Auch auf einer Seite wird der Brust- und Rückenteil leicht übereinander gelegt und vernäht.


Anleitung Hundemantel Hundejacke WIntermantel für Hunde selbst nähe

Die andere Seite bleibt offen und es werden Druckknöpfe angebracht. Eine Druckknopfzange und passende Knöpfe sind sehr günstig, man kann jedoch auch einen Klettverschluss anbringen. Aus meiner persönlichen Erfahrung halten diese aber nicht so gut wie Druckknöpfe.


Mit diesem letzten Schritt ist euer selbstgenähter Hundemantel fertig! Ich weiss, dass einige Schritte, vor allem das anbringen des Kragens, leider nicht so leicht in Worten zu erklären sind und hoffe, dass die dazugehörigen Bilder besser veranschaulichen konnten, was ihr zu tun habt.

Wenn ihr für euren Hund einen Hundemantel selbst genäht habt und vielleicht auch andere tolle Schnitte kennt, dann lasst es mich in den Kommentaren gerne wissen. Viel Freude beim Nähen!
Wer selbst auch eine Bulldogge und somit einen Hund ohne Model-Maße besitzt, aber sich nicht selbst an die Nähmaschine traut, für den habe ich hier in einem älteren Post ein paar käuflich erwerbbare Bulldoggen-komforme Hundemäntel vorgestellt.
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